Ausschreibung für Lüftungssysteme im Studierendenwohnheim der Universität Heidelberg

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Organisationsname Studierendenwerk Heidelberg AöR Land Deutschland
Kontakt Studierendenwerk Heidelberg AöR Tel. Klicken zum Anzeigen
E-Mail Klicken zum Anzeigen Adresse 69115 Heidelberg
Veröffentlichungsdatum 02.02.2026 Ablaufdatum 03.03.2026
Details
Art der Bekanntmachung Ausschreibungsbekanntmachung
Art des Angebots Sonstige
Bekanntmachungsnummer 127711976
Beschreibung

Projekttitel: Neubau Studierendenwohnheim Künzelsau – Lüftungsanlage KG 430

Art des Auftrags: Öffentliche Ausschreibung (nicht beschleunigtes Verfahren), Neuausschreibung aufgrund eines vorherigen erfolglosen Verfahrens.

Rechtsgrundlage: EU-Richtlinie 2014/24/EU und deutsche VOB/A-EU (Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen).

Zentrale Beschaffungsleistungen:

Lieferung und Einbau von Geräten:

69 Einzelraumlüftungsgeräte (voraussichtlich dezentrale Wohnungslüftungsgeräte).

1 Zentrales Abluftgerät mit einer Abluftleistung von mindestens 600 m³/h.

Ca. 300 Meter verzinkte Spiralrohre, Nennweiten von DN 80 bis DN 160.

88 Decken-/Wanddurchführungen/Brandschotts DN 125.

Anforderungen an die Gerätelieferung:

Technische Konformität: Alle gelieferten Geräte, einschließlich Ventilatoren, Abluftgeräte, Luftkanäle und Zubehör, müssen vollständig den detaillierten technischen Spezifikationen in den Anhängen der Ausschreibungsunterlagen, den Bauzeichnungen sowie den folgenden anwendbaren Normen entsprechen:

Deutsche und europäische Normen: z.B. DIN EN 13053 (Lüftungsgeräte), DIN EN 13141 (Leistungsanforderungen an Lüftungsprodukte für Wohngebäude), DIN 24194 (Luftleitungssysteme) usw.

Ökodesign-Richtlinie und Energieeffizienz: Motoren und Lüftungsgeräte müssen den aktuellen Energieeffizienzanforderungen der EU-Ökodesign-Richtlinie entsprechen (z.B. EU 327/2011 und deren Änderungen).

Sicherheit und Zertifizierung: Elektrische Geräte müssen über eine CE-Kennzeichnung sowie Konformitätserklärungen gemäß Niederspannungsrichtlinie und EMV-Richtlinie verfügen. Kritische Sicherheitskomponenten können zusätzliche GS-Zertifizierungen oder DGUV-Prüfzeichen erfordern.

Material und Verarbeitung: Verzinkte Spiralrohre müssen den Anforderungen von DIN EN 1507 an Dichtheitsklasse und Festigkeit genügen. Brandschotts für Wanddurchführungen müssen eine amtliche Feuerwiderstandsklassifizierung (z.B. F90, F120) aufweisen und für die spezifische Baukonstruktion geeignet sein.

Leistungsparameter:

Ventilatoren: Es müssen vollständige Leistungskennlinien (Q-P-Kurven) vorgelegt werden, die den Volumenstrom, die Leistungsaufnahme, den Wirkungsgrad (statischer/gesamter Wirkungsgrad) und den Geräuschpegel bei spezifiziertem Gegendruck angeben.

Zentrales Abluftgerät (600 m³/h): Sein Gesamtdruck, die Motorleistung, die Steuerungsart (z.B. frequenzgeregelt) müssen angegeben werden, und es muss mit Inspektionsklappen und Messöffnungen nach DIN EN 12097 ausgestattet sein.

Herstellerqualifikation: Die Verwendung von Markenprodukten von Herstellern mit gutem Ruf auf dem deutschen oder EU-Markt, die lokalen technischen Support und ausreichenden Ersatzteilvorrat bieten können, wird empfohlen. Eine Support-Zusage des Herstellers kann erforderlich sein.

Herkunft und Nachweise: Für die Geräte muss ein klarer Herkunftsnachweis erbracht werden können, und im Streitfall muss die Konformität mit EU-Rechtsvorschriften in Produktion und Vertrieb nachgewiesen werden können.

Lieferung und Verpackung: Geräte müssen sicher für Transport und Lagerung verpackt sein, alle Kennzeichnungen müssen klar sein. Für Großgeräte sind Einbringungs- und Montagekonzepte zu erläutern.

Umfang der Systemerrichtung: Umfasst, aber ist nicht beschränkt auf, Transport, Einbau, Anschluss und Inbetriebnahme der o.g. Geräte sowie Verlegung, Dämmung, Anschlüsse und brandschutzgerechte Abdichtung der zugehörigen Rohrsysteme – also den kompletten Aufbau der Lüftungsanlage.

Planung und Koordination: Der Bieter muss auf Basis der Baupläne eine Ausführungsplanung erstellen, die sicherstellt, dass das System den Bauanforderungen, Energieeffizienzstandards und deutschen technischen Vorschriften entspricht, und eng mit anderen Gewerken (z.B. Rohbau, Elektro) koordinieren.

Ersatzteile und Spezialwerkzeug: Das Angebot muss alle für Montage und Inbetriebnahme erforderlichen Spezialwerkzeuge enthalten.

Es muss eine anfängliche Ersatzteilliste (z.B. Riemen, Filter, Lager) mit Preisempfehlung zur optionalen Beschaffung durch den Auftraggeber erstellt und angeboten werden, um den Wartungsbedarf in der Anfangsphase zu decken.

Detaillierte Anforderungen an die Montage:

Allgemeine Montagegrundsätze und Normen

Normeneinhaltung: Alle Montagearbeiten müssen strikt gemäß Ausschreibungsunterlagen, genehmigten Bauzeichnungen und aktuell gültigen deutschen technischen Vorschriften ausgeführt werden,

Hauptsächlich:

VOB/C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Lüftungs- und Klimaanlagen.

VDI 2050: Richtlinie für Qualitätsanforderungen an die Montage von RLT-Anlagen.

DIN EN 12097: Luftleitungen – Bauteile von Luftleitungssystemen zur Erleichterung der Wartung von Luftbehandlungssystemen.

DIN 1946-6: Lüftung von Wohngebäuden – Anforderungen an Planung und Ausführung.

TRGI/DVGW-Regeln: Relevante Sicherheitsvorschriften im Zusammenhang mit Gasgeräten oder möglichen Berührungspunkten mit Gasleitungen.

Koordination und Schutz: Vor Montagebeginn ist eine detaillierte Koordination mit dem Generalunternehmer und anderen Gewerken (z.B. Elektro, Sanitär, Brandschutz, Tragwerk) erforderlich, um Montageablauf und Schnittstellen zu planen. Während der Montage sind bestehende Bauteile und fremde Leistungen (z.B. Wände, Böden, Decken) angemessen zu schützen.

Spezifische Einzelanforderungen an die Montage

Montage des Luftleitungssystems:

Positionierung und Halterung: Streng nach Planhöhen und -positionen montieren. Abstände, Typ und Tragfähigkeit von Aufhängungen und Halterungen müssen DIN EN 1993 (Stahlbau) und den Anforderungen des Systemlieferanten entsprechen; zugelassene Erdbebensicherung ist ggf. zu verwenden.

Verbindung und Abdichtung: Alle Luftkanalverbindungen (einschließlich Anschlüsse an Geräte, Luftauslässe/-einlässe, Klappen) müssen mit geeignetem Dichtmaterial (z.B. EPDM-Dichtungen, Dichtstoff) luftdicht abgedichtet werden, um die geforderte Leckageklasse (üblicherweise mind. Leckageklasse B) bei Nenndruck zu gewährleisten.

Wanddurchführungen und Brandschutz: Bei Durchführungen durch Brandabschnitte, Wände und Decken müssen die ausgeschriebenen DN 125 Decken-/Wanddurchführungen/Brandschotts oder andere zugelassene Brandschottsysteme verwendet und strikt nach Montageanleitung und brandschutztechnisch genehmigtem Konzept eingebaut werden, um den Feuerwiderstand der Bauteile nicht zu beeinträchtigen.

Dämmung: Gemäß technischer Spezifikation sind Zuluft-/Rückluft- und Abluftkanäle in unbeheizten Bereichen (z.B. Zwischendecken, Schächte) sowie kondensatgefährdete Leitungsabschnitte zu dämmen. Brandschutzklasse und Dicke des Dämmmaterials müssen der Norm entsprechen.

Gerätemontage:

Fundament und Befestigung: Großgeräte wie zentrale Abluftgeräte müssen auf festen, waagerechten Betonfundamenten oder statisch geprüften Tragkonstruktionen montiert und zur Schallentkopplung schwingungsgedämpft (z.B. mit Federn, Gummilagern) gelagert werden.

Montage der Einzelventilatoren: Die 69 Einzelventilatoren (typischerweise wand- oder deckenmontiert) müssen präzise positioniert, sicher befestigt und für spätere Filterwechsel und Wartung zugänglich sein. Ansaug- und Ausblasanschlüsse müssen dicht und ohne zusätzlichen Strömungswiderstand sein.

Elektroanschluss: Alle Strom- und Steuerleitungsanschlüsse müssen von qualifizierten Elektrikern nach VDE-Norm ausgeführt werden. Klare Schaltpläne und Klemmenbezeichnungen sind bereitzustellen.

Steuerung und Prüfung:

Inbetriebnahme und Abgleich: Nach Abschluss der Montage ist eine umfassende Inbetriebnahme durchzuführen,

einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Überprüfung der Laufrichtung aller Geräte, Einstellung der Ventilatordrehzahl auf Soll-Volumenstrom, Messung und Einstellung der Luftmengen an allen Endgeräten auf Sollwerte (Volumenstromabgleich) mittels Anemometer oder Strömungshaube.

Geräuschmessung: In kritischen Bereichen (z.B. Schlafzimmer, Arbeitszimmer) sind Betriebsgeräuschmessungen durchzuführen, um die Einhaltung deutscher gesetzlicher Grenzwerte (z.B. DIN 4109 oder strengeren Ausschreibungsanforderungen) sicherzustellen.

Funktionsprüfung: Prüfung aller Steuerfunktionen (z.B. Ein/Aus, Drehzahlregelung, Verknüpfungen) und notwendiger Sicherheitsfunktionen (z.B. Frostschutz, Filterwächter).

Dokumentation: Vollständiger Inbetriebnahmeprotokoll mit allen Messwerten, Abgleichergebnissen, Prüfprotokollen und as-built-Zeichnungen bereitstellen.

Sicherheit, Reinigung und Fertigstellung

Arbeitssicherheit: Es müssen die deutschen Arbeitsschutzvorschriften (z.B. BGV) eingehalten und ein Baustellensicherheitsplan erstellt und umgesetzt werden.

Systemreinigung: Nach Montageende müssen das Luftleitungssystem innen und alle Geräte von Fremdkörpern, Staub und Schutzfolien gereinigt werden.

Endabnahme: Nach Abschluss der Montagearbeiten ist der Auftraggeber oder sein beauftragter Bauleiter bei der Endabnahme zu unterstützen, und alle notwendigen Einweisungen sind durchzuführen.

Dokumentenlieferung:

Zur Gerätelieferung müssen vollständige technische Unterlagen mitgeliefert werden, einschließlich, aber nicht beschränkt auf:

Deutschsprachige Betriebs- und Wartungsanleitungen

Produktdatenblätter, Prüfberichte und Zertifikatskopien

Ersatzteillisten und Explosionszeichnungen

Steuerungsschaltpläne und Softwarebeschreibungen (falls zutreffend)

Ort der Leistungserbringung: Künzelsau, Landkreis Hohenlohe (NUTS-3-Code: DE119), Baden-Württemberg, Deutschland.

Vertragsart: Bauvertrag.

Haupt-CPV-Code: 45331000 (Installation von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen).

Wesentliche Anforderungen an Bieter:

Eignungsnachweise: Nachweise über einschlägige Ausbildung/Berufserfahrung, wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit sowie gültige Handelsregistereintragung sind erforderlich (Selbsterklärung über Standardformular „Eigenerklärung Formblatt 124“).

Angebotsabgabe: Ausschließlich elektronisch über die offizielle Plattform (https://www.subreport.de/E85967497) in deutscher Sprache.

Angebotsstrategie: Das Einreichen technisch sinnvoller „Alternativangebote“ ist zulässig, jedoch nicht mehrere Angebote für dasselbe Los.

Preisaufbau: Das Angebot muss Geräte, Montage, Material, Gewinn usw. klar enthalten und ggf. Rabatte, Lohnausgleich nach „Lohnklausel“ sowie optionale „Wartungsdienstleistungsangebote“ separat ausweisen. Bei der Wertung wird der korrigierte Gesamtpreis verglichen.

Vertragsmanagement: Der Vertrag wird elektronisch vergeben und erfordert elektronische Rechnungsstellung und Zahlung.

Projektmerkmale und Chancen:

KMU-freundlich: Der Auftraggeber erklärt ausdrücklich, dass dieses Vorhaben besonders für Mikro-, kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, Start-ups und Einzelunternehmer geeignet ist.

Finanzierung: Das Projekt wird nicht aus EU-Mitteln finanziert; die Regeln des GPA (Agreement on Government Procurement) finden Anwendung.

Wesentliche Termine:

Angebotsfrist/öffentliche Öffnung: 3. März 2026, 10:00 Uhr (MEZ).

Bindefrist der Angebote: Mindestens 35 Tage ab Angebotsöffnung.

Klärungsrecht: Der Auftraggeber behält sich nach Angebotsfristende das Recht vor, gemäß VOB/A §15a fehlende Unterlagen nachfordern oder Unklarheiten aufklären zu lassen, ist dazu jedoch nicht verpflichtet.

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