Ausschreibung für das Erweiterungsprojekt der Kläranlage der Kalundborg Spildevand A/S

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Organisationsname Kalundborg Renseanlæg AS Land Dänemark
Kontakt Mathilde Raahede Ebbesen Krämer Tel. Klicken zum Anzeigen
E-Mail Klicken zum Anzeigen Adresse Dokhavnsvej 15 Kalundborg
Veröffentlichungsdatum 04.02.2026 Ablaufdatum 20.03.2026
Details
Art der Bekanntmachung Ausschreibung
Bekanntmachungsnummer 127891288
Beschreibung

Projekttitel: Kalundborg Wasser- und Abwassersystem, Erweiterungsprojekt der Kläranlage

Art des Vorhabens: Bauvertrag

CPV-Code: 45000000 (Bauarbeiten)

Geschätzter Projektwert (exkl. MwSt.): 21.000.000,00 DKK

Art des Vergabeverfahrens: Offenes Verfahren

Projektübersicht: Aufgrund der prognostizierten Zunahme industrieller Abwassereinleitungen in den kommenden Jahren in der Stadt Kalundborg ist eine Erweiterung der zentralen Kläranlage Kalundborg erforderlich. Das Erweiterungsprojekt zielt darauf ab, die biologische Behandlungsleistung der Anlage zu steigern, die Überlaufkontrolle zu verbessern, das Schlammdehydratisierungssystem zu erneuern und Umweltbelastungen durch Tertiär- und Quartärbehandlungsstufen zu entfernen. Diese Ausschreibung ist eine in einer Reihe von Ausschreibungen für das Gesamterweiterungsprojekt.

Konkreter Umfang dieses Loses: Diese Ausschreibung betrifft einen Systemliefervertrag für die Entfernung von Phosphor und Schwebstoffen mittels Polymer-beschichteter Scheibenfiltertechnologie.

Technischer Kern:

Verfahren: Einsatz fortschrittlicher Polymer-beschichteter Scheibenfiltertechnologie.

Hauptfunktion: Effiziente Entfernung von Phosphor und Schwebstoffen im Abwasserbehandlungsprozess, um strengere Ablaufwerte zu erfüllen und die nachgeschaltete Tiefenbehandlung (Tertiär- und Quartärstufe) zu unterstützen.

Systemintegration: Der Bieter muss eine komplette Systemlösung bereitstellen, nicht nur die Gerätelieferung. Dies umfasst Filterkörper, zugehörige Rohrleitungen, Armaturen, Messgeräte, Steuerungssysteme, Chemikalien-Dosiersysteme (falls zur verstärkten Phosphorentfernung benötigt) sowie alle erforderlichen internen Verbindungselemente.

Kernparameter des Filtersystems:

Filterfeinheit: Das System muss eine stabile Ablauf-Schwebstoffkonzentration von ≤5 mg/L (oder gemäß spezifischer Planungsunterlagen) gewährleisten und eine Entfernungsrate von über 95 % für Partikel mit einer Größe von mehr als 10-20 Mikrometern aufweisen.

Phosphorentfernungsleistung: Bei einem bestimmten Eingangs-Gesamtphosphorgehalt (z. B. 2-5 mg/L) muss durch das Zusammenspiel von chemisch unterstützter Fällung (z. B. Zugabe von Eisen-/Aluminiumsalzen) und physikalischer Filtration ein Ablauf-Gesamtphosphorgehalt von ≤0,3 mg/L erreicht werden (möglicherweise zur Erfüllung strengerer Standards der EU-Kommunalabwasserrichtlinie).

Auslegungsdurchfluss und -belastung: Das System muss Spitzenströmen angepasst sein und ein modulares Design bieten, das einen kontinuierlichen Betrieb ermöglicht, während andere Module sich in Rückspülung befinden, um eine unterbrechungsfreie Behandlungskapazität sicherzustellen.

Technische Details zu Schlüsselkomponenten:

Filterplatten:

Beschichtungsmaterial: Die genaue chemische Zusammensetzung der Polymerbeschichtung (z. B. modifiziertes PVDF, PTFE-beschichtetes Polyester) muss angegeben werden, und Daten zur Hydrophilie, Porosität, Verschmutzungsbeständigkeit und erwarteten Lebensdauer (typischerweise ≥10 Jahre) müssen vorgelegt werden.

Strukturelles Design: Die Platten müssen eine beidseitige Filterstruktur aufweisen, um die Filterfläche zu maximieren. Das Material des Trägergitters (typischerweise technischer Kunststoff oder Edelstahl) und dessen mechanische Festigkeit müssen erläutert werden.

Rückspülsystem:

Muss ein vollautomatisches, energieeffizientes Rückspüldesign sein. Der Auslösemechanismus (z. B. Differenzdruck, Zeit oder beides), die Herkunft des Rückspülwassers (typischerweise Filtrat), der Wasserverbrauch (Prozentsatz des behandelten Wassers) und die Schlammkonzentration müssen erläutert werden.

Der Rückspülvorgang sollte ohne Unterbrechung des Zulaufs erfolgen und mit einem separaten Sammel- und Entsorgungsweg für Abwasser (mit phosphorreichem Schlamm) ausgestattet sein.

Antriebs- und Steuerungssystem:

Der Antrieb muss energieeffizient sein und über eine drehzahlvariable Regelung zur Anpassung an Durchflussänderungen verfügen.

Es muss ein vollständiger lokaler PLC-Steuerschrank vorhanden sein, der nahtlos in das verteilte Steuerungssystem (DCS) der gesamten Kläranlage integriert werden kann. Fernüberwachung, Datenprotokollierung und Störmeldungen müssen unterstützt werden.

Detaillierte Planungsleistungen:

Verfahrenstechnische Berechnungen: Einschließlich hydraulischer Belastung, Feststoffbelastung, Berechnung von Rückspülhäufigkeit und -intensität.

R&I-Fließbilder: Enthält alle verfahrenstechnischen Rohrleitungen, Messgeräte, Armaturen und Schnittstellenpunkte zum Steuerungssystem.

Anordnungspläne und bautechnische Vorgaben: Präzise Angaben zu Gerätefundamentlasten, Einbauteilen, Kanälen, Öffnungen und Rohrbrückenanforderungen für das Filtergebäude zur Ausführung durch den Bauunternehmer.

Qualifikationsnachweise: Ein ausgewählter Bieter muss auf Verlangen (nicht als Teil des Angebots) eine Dienstbescheinigung (dänische Unternehmen) oder ein gleichwertiges Dokument (ausländische Unternehmen) vorlegen, um nachzuweisen, dass keine der oben genannten Ausschlussgründe vorliegen. Das Ausstellungsdatum dieses Nachweisdokuments darf nicht älter als 6 Monate vor dem Angebotstermin sein.

Elektro- und Instrumentenliste: Einschließlich Motorleistung, Kabelquerschnitte, Typ und Messbereich aller Sensoren.

Mehrfachgebiets-Schnittstellenkoordination:

Schnittstelle zum Hochbau: Klärung der Anforderungen an Fundamentlasten, Einbauteile, Genauigkeit der Oberbaukonstruktion. Abgrenzung der Verantwortlichkeiten zwischen Gerätelieferant und Bauunternehmer für Geräteaufstellung, Einbetonieren, Installation von Podesten und Treppen.

Schnittstelle zum Anlagennetz: Klare Definition von Position, Höhe, Durchmesser und Flanschnorm für Anschlussstellen von Zulauf, Ablauf, Rückspülwasserzufuhr, Schlammabführleitung usw.

Schnittstelle zum Gesamt-DCS: Bereitstellung detaillierter Kommunikationsprotokolle (z. B. Profibus DP, Modbus TCP/IP, OPC UA) und Ein-/Ausgabelisten. Das in dieser Ausschreibung enthaltene „optionale E/A-System“ dient diesem Zweck.

Gestaffelte Lieferung und Prüfung:

Werksabnahme: Nach der Montage der Hauptkomponenten werden im Werk des Lieferanten kritische Funktionstests durchgeführt, wobei der Auftraggeber das Recht auf Anwesenheit hat.

Baustellenüberwachung der Installation: Der Lieferant sollte erfahrene Bauleitungsingenieure entsenden, um kritische Phasen wie Heben, Ausrichten, Rohrschweißen und elektrische Verkabelung fachlich anzuleiten und zu überwachen.

Gestaffelte Inbetriebnahme: Nacheinander erfolgen Einzelgeräteinbetriebnahme (Motorlaufrichtung, Ventilfunktion, Messwertanzeige), Subsystem-Funktionsprüfung (Rückspülprogramm) und Gesamtsystem-Kaltwasserprobelauf.

Leistungsgarantieprüfung und Abnahme:

Leistungsgarantieprüfzeitraum: Nach einer Phase kontinuierlichen und stabilen Betriebs (typischerweise 30 Tage) wird die offizielle Leistungsgarantieprüfung durchgeführt.

Prüfstandard: Strenge Einhaltung der vertraglich festgelegten Eingangswasserqualität und des Prüfverfahrens zur Bewertung der Schlüsselindikatoren wie Ablaufwasserqualität, Energieverbrauch der Anlage, Chemikalienverbrauch, Eigenwasserverbrauch usw.

Abnahmedokumente: Nach erfolgreicher Leistungsprüfung werden die endgültige Abnahmebescheinigung, aktualisierte As-built-Pläne, vollständige Betriebs- und Wartungshandbücher sowie Schulungsnachweise vorgelegt.

Gestufte Servicepakete:

Basis-Paket: Regelmäßige Inspektionen, vorbeugende Wartung, Fernsupport.

Standard-Paket: Enthält das Basis-Paket plus planmäßigen Ersatz von Ersatzteilen, jährlichen Leistungsbewertungsbericht.

Voll-Paket: Aufbauend auf dem Standard-Paket, plus 24/7 Notfallbereitschaft, Ersatz aller Verschleißteile und Verlängerung der Leistungsgarantie.

Intelligente Dienstleistungen: Nutzung von IoT-Technologie zur Fernüberwachung des Gerätezustands, vorausschauende Wartung und frühzeitige Warnung vor potenziellen Störungen.

Wissenstransfer und Kapazitätsaufbau:

Gestufte Schulungen:

Bedienerebene: Tägliches Ein-/Ausschalten, Überwachung, einfache Fehlerbehebung.

Wartungstechnikerebene: Mechanischer Ein-/Ausbau, elektrische Prüfungen, Anpassung von Steuerungsparametern.

Managementebene: Systemleistungsanalyse, Betriebskostenoptimierung, Lebenszyklusmanagement.

Simulationsschulung: Kann Simulationssoftware für das Steuerungssystem zur Verfügung stellen, für risikofreie Betriebsübungen und Fehlersimulationen.

Ort der Vertragserfüllung: Kalundborg, Dänemark, Dokhavnsvej 15 (Projektstandort)

Voraussichtliche Vertragslaufzeit: 20. Mai 2026 bis 19. April 2029

Ausschlussklauseln für die Qualifikation: Ein Bieter, der unter die zwingenden Ausschlussgründe gemäß § 135-136 des Vergabegesetzes fällt (wie Korruption, Betrug, Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Kinderarbeit oder Menschenhandel, schwerwiegende Verstöße gegen Umwelt-/Arbeits-/Sozialversicherungsgesetze usw.), wird vom Vergabeverfahren ausgeschlossen, es sei denn, er kann gemäß § 138 dieses Gesetzes ausreichende Beweise für seine Zuverlässigkeit vorlegen.

Hauptauswahlkriterien (Qualifikationsanforderungen):

Finanzielle Leistungsfähigkeit 1: Das Nettovermögen des Bieters im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr darf nicht unter 2.000.000 DKK liegen.

Finanzielle Leistungsfähigkeit 2: Die Eigenkapitalquote des Bieters im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr darf nicht unter 15 % liegen.

Technische Erfahrungsanforderung: Der Bieter muss innerhalb der letzten 5 Jahre (bis zum Angebotstermin) mindestens ein Projekt abgeschlossen haben, das Folgendes umfasst:

(i) Lieferung von Polymer-beschichteten Scheibenfiltern, einschließlich Planung, Auslieferung und nachfolgender Garantieverifizierung;

(ii) Ein Projekt mit einem Vertragswert von mindestens 3.000.000 DKK (exkl. MwSt.);

(iii) und bei dem die Garantieverifizierung abgeschlossen ist (d. h. vom Auftraggeber genehmigt).

Einreichungsart und -adresse für Angebote: Müssen elektronisch eingereicht werden an: https://www.ethics.dk/ethics/eo#/8f39bc41-79a6-49a5-b541-244875097830/homepage

Angebotssprache: Dänisch

Elektronische Auktion zulässig: Nein

Alternative Lösungen zulässig: Nein

Vertragliche Kernbedingungen: Der Vertrag basiert auf dem Standardvertragstext ABT18 (dänisches Mustervertragswerk für Generalunternehmer). Die Zahlung erfolgt gemäß Zahlungsplan. Der Vertrag enthält Arbeitsbedingungen und Klauseln zur Ausbildungsverwendung. Elektronische Bestellungen, elektronische Rechnungen und elektronische Zahlungen werden verwendet.

Dokumente Anhang.pdf (107.16 K)
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