| Art der Bekanntmachung | Ausschreibungsbekanntmachung |
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| Bekanntmachungsnummer | 128302223 |
| Beschreibung |
Projekttitel: Planung und Bauüberwachung für das Bauprojekt „Multimodaler öffentlicher Verkehrsknotenpunkt am Bahnhof Valmiera“ Name des Auftraggebers: Gemeinde Valmiera Rechtsform des Auftraggebers: Öffentlich-rechtliche Einrichtung Projektkennung: VNP 2026/011AK Interne Kennung: Nicht zutreffend (Dokumente orientieren sich an der Projektkennung) Verfahrensart: Öffentliche Ausschreibung Art des Auftrags: Dienstleistungen Haupt-CPV-Code: 71240000-2 (Architektur-, Ingenieur- und Planungsdienstleistungen) Zusätzlicher CPV-Code: 71248000-8 (Projekt- und Dokumentenüberwachung) Ort der Leistung: Lettland, Stadt Valmiera, Gemeinde Valmiera. Konkret betrifft es Grundstücke entlang der Straßen Cēsu iela, Stacijas iela, Mazā Stacijas iela und Brenguļu iela. Projektbeschreibung: Erbringung einer vollständigen Bauplanungsdienstleistung sowie anschließender Bauüberwachungsdienstleistungen während der Bauphase für die Schaffung eines multimodalen öffentlichen Verkehrsknotenpunkts im Bereich des Bahnhofs Valmiera. Angebote müssen den gesamten Projektumfang abdecken, jeder Bieter kann nur ein Angebot einreichen. Finanzierung: Der Vertrag wird kofinanziert aus der Maßnahme 2.3.1.2 „Multimodales öffentliches Verkehrsnetz“ im Rahmen des EU-Kohäsionsprogramms 2021-2027. Vorplanung und Konzeptentwicklung: Auf Basis der vom Auftraggeber bereitgestellten Planungsaufgabe sind Standortanalysen, Verkehrsflussstudien durchzuführen und ein Gesamtkonzept sowie eine Vorplanung für den multimodalen Knotenpunkt zu erstellen. Detaillierte Ausführungsplanung: Nach Genehmigung der Vorplanung sind vollständige, detaillierte Bauzeichnungen und technische Unterlagen zu erstellen, die alle Aspekte wie Hochbau, Tragwerksplanung, Straßenbau, Außenanlagen etc. abdecken und die Einhaltung der einschlägigen lettischen und EU-Bau-, Sicherheits- und Umweltvorschriften gewährleisten. Verkehrsplanung: Spezifische Planung zur Optimierung des Straßenverkehrsflusses um den Bahnhof, einschließlich der Anordnung von Pkw-, Bus-, Taxi-, Fahrrad- und Fußgängerwegen, Ampeln, Beschilderung und Markierungen, um eine effiziente und sichere multimodale Anbindung zu erreichen. Landschafts- und Freiraumplanung: Gestaltung der Grünflächen, Stadtmöblierung, Beleuchtung, Leitsysteme sowie barrierefreier Einrichtungen im Knotenpunktbereich, um einen ansprechenden und funktionalen öffentlichen Raum zu schaffen. Koordination und Planung der Versorgungsleitungen: Koordination und Planung der Verlegung, Änderung oder Neuerrichtung aller erforderlichen unter- und oberirdischen Versorgungsnetze (Wasser/Abwasser, Strom, Telekommunikation, Beleuchtung) im Projektgebiet. Kostenschätzung (Kostenanschlag): Erstellung detaillierter Kostenschätzungen entsprechend der jeweiligen Planungsphasen als Grundlage für die Kostenkontrolle durch den Auftraggeber. Genehmigungs- und Koordinationsdienstleistungen: Einreichung der Planungsunterlagen zur Genehmigung bei der Bauabteilung der Gemeinde Valmiera und anderen zuständigen Behörden, Einholung aller erforderlichen Baugenehmigungen und Bescheide sowie technische Koordination mit den kommunalen Dienststellen im Namen des Auftraggebers. Planungsunterstützung während der Bauphase: Beantwortung von Fragen des Auftragnehmers zu den Planungsunterlagen während der Bauzeit und Ausstellung erforderlicher Planungsänderungen oder technischer Klarstellungen basierend auf den Gegebenheiten vor Ort. Bauüberwachungsdienstleistungen (separater Vertrag): Erbringung umfassender Bauüberwachungsdienstleistungen während der Baudurchführung durch den Auftraggeber, einschließlich der Überwachung der vertragsgemäßen Ausführung, Prüfung der Materialqualität, Kontrolle des Baufortschritts, Prüfung der Leistungsmengen, Leitung wöchentlicher Baubesprechungen, Erstellung von Überwachungsberichten etc., um die ordnungsgemäße Fertigstellung gemäß Planungsvorgaben und Vertrag sicherzustellen. Integration von Gesundheitsschutz, Sicherheit und Umwelt (HSE-Management): Berücksichtigung von Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltaspekten während der Bau- und Betriebsphase bereits in der Planung und Überwachung der Umsetzung des HSE-Plans des Auftragnehmers während der Bauüberwachung. Schlüsselpersonal und Qualifikationsanforderungen: Folgendes Schlüsselpersonal muss benannt und für die gesamte Projektlaufzeit verpflichtend eingesetzt werden. Mindestens ein zertifizierter Bauexperte mit gültigem Straßenbau-Zertifikat (als verantwortlicher Bauprojektleiter); Mindestens ein Landschaftsarchitekt mit gültigem Zertifikat oder Hochschulabschluss in Landschaftsarchitektur. Projekterfahrungsanforderung (Bieter): Der Bieter muss nachweisen, dass er in den letzten 3 Jahren (2023-2026) erfolgreich Planungsdienstleistungen für mindestens ein Straßen-/Straßenneu- oder -umbauprojekt ähnlichen Umfangs und ähnlicher Komplexität erbracht hat. Erfahrungsanforderung an Projektleiter (Bewertungskriterium): Die Erfahrung des benannten verantwortlichen Bauprojektleiters in der Leitung ähnlicher Projekte in den letzten 3 Jahren wird als Bewertungskriterium (10 Punkte) herangezogen, wobei mehr Erfahrung zu einer höheren Punktzahl führt. Abgabe der Planungsergebnisse: Die finalen Planungsergebnisse sind elektronisch über das Bauminformationssystem einzureichen und mit einer Papierkopie zu versehen. Nach Abgabe gehen alle damit verbundenen geistigen Eigentumsrechte kostenlos auf den Auftraggeber über. Qualitätskontrolle und Gewährleistung: Der Planer trägt die volle Verantwortung für die Qualität, Konformität und Baufertigkeit seiner Planungsergebnisse. Werden in der späteren Bau- oder Nutzungsphase Mängel festgestellt, die auf Planungsfehler oder -unterlassungen zurückzuführen sind, muss der Planer diese auf eigene Kosten beheben. Vertragsmanagement und Kommunikation: Während der Planungsphase sind alle zwei Wochen Besprechungen mit dem Auftraggeber zur Überprüfung des Planungsfortschritts durchzuführen. Es ist ein effektiver Projektkommunikations- und Dokumentenmanagementprozess einzurichten. Unterauftragsvergabe: Unterauftragsvergabe ist mit vorheriger schriftlicher Genehmigung des Auftraggebers zulässig, insbesondere für Fachdienstleistungen im Wert von mindestens 10.000 Euro (ohne MwSt.). Bei Angebotsabgabe ist eine Liste der vorgesehenen Unterauftragnehmer vorzulegen. Versicherungsanforderungen: Der erfolgreiche Bieter muss für den die Funktion des Bauprojektleiters ausübenden Bauexperten eine gültige Berufshaftpflichtversicherung abschließen und für die gesamte Dauer der Planungs- und Bauphase aufrechterhalten. Angebotsbewertungskriterien: „Das wirtschaftlich vorteilhafteste Angebot“. Der Preis hat ein Gewicht von 90 Punkten (niedrigster Preis erhält Höchstpunktzahl), die Erfahrung des verantwortlichen Bauprojektleiters ein Gewicht von 10 Punkten. EU-Mittelkonformität: Alle Verfahren, Dokumente und Berichte müssen den einschlägigen finanziellen und verfahrenstechnischen Vorschriften für EU-geförderte Projekte entsprechen. Angebotsabgabe: Muss elektronisch über das elektronische Vergabesystem (EIS) Lettlands, das elektronische Ausschreibungs-Subsystem, erfolgen. Angebotssprache: Lettisch Rechtsgrundlage: EU-Richtlinie 2014/24/EU; Lettisches „Gesetz über die öffentliche Auftragsvergabe“. Gemeinschaftsangebote: Zulässig. Das Gemeinschaftsangebot muss eine Gemeinschaftsvereinbarung mit klarer Aufgabenteilung enthalten. Im Falle des Zuschlags ist vor Vertragsunterzeichnung ein Partnerschaftsvertrag vorzulegen oder eine juristische Person zu gründen. Vorauszahlung: Wird nicht gewährt. Zahlungsbedingungen: Die Zahlung für die Planungsleistungen erfolgt in einer Summe innerhalb von 30 Kalendertagen nach Abnahme und Übergabe der Planungsergebnisse. Die Zahlungen für die Bauüberwachung erfolgen gemäß separatem Überwachungsvertrag monatlich zu 80% basierend auf dem erzielten Fortschritt, die verbleibenden 20% werden nach endgültiger Bauabnahme gezahlt. Beschwerdeinstanz: Nicht zutreffend (Das Verfahren wird vom Ausschuss des Auftraggebers verantwortet, Streitigkeiten können vor die Verwaltungsgerichte gebracht werden, jedoch ist in den Dokumenten keine konkrete Stelle benannt). Weitere wichtige Informationen: Bieter müssen das Europäische Einheitliche Eignungsnachweis-Dokument (ESPD) als vorläufigen Nachweis der Erfüllung der Eignungsanforderungen einreichen. |
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