| Art der Bekanntmachung | Ausschreibungsbekanntmachung |
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| Bekanntmachungsnummer | 128400782 |
| Beschreibung |
Projektname: Anfrageverfahren „Asphaltfugenvergussarbeiten an Straßenbahnfahrbahnen“ Vergabenummer: SVZ-02-26-PŘ-Ja Vergabeart: Branchenöffentliche Beschaffung unterhalb der Schwellenwerte (gemäß § 158 Abs. 1 des tschechischen Gesetzes über öffentliche Aufträge, durchgeführt außerhalb der Verfahren nach diesem Gesetz) Gegenstand der Leistung: Ausführung von Asphaltfugenvergussarbeiten an den Fugen zwischen den Straßenbahnfahrbahnplatten im Netz der Dopravní podnik Ostrava a.s. Leistungsumfang: Anwendung neuer Fugenvergüsse auf neu verlegten und rekonstruierten Gleisen sowie Reparatur bestehender Vergüsse auf vorhandenen Gleisen. Der Auftraggeber stellt das Fugenvergussmaterial bereit und liefert den Asphaltkocher. Fugenverguss auf neuen/rekonstruierten Gleisen (Erstversiegelung): Arbeitsbedingungen: Fugen mit regelmäßigen Abmessungen (Standardkonstruktion 8 cm breit x 4 cm tief und 5 cm breit x 3 cm tief), Untergrundbeton mit hoher Festigkeit und sauberer Oberfläche. Keine Probleme mit Altmaterialresten, jedoch muss die Haftung an den neuen Fahrbahnplatten sichergestellt werden. Wesentliche Ausführungspunkte: Fugenprüfung und Vorbehandlung: Vor Arbeitsbeginn Fugenabmessungen überprüfen, um Konformität mit dem Entwurf sicherzustellen. Gründliche Reinigung mit Industriesaugern und speziellen Ausblasgeräten, um Bauschutt und losen Staub vollständig zu entfernen. Bei neu verlegten Gleisen mit kurzer Betonreifezeit muss der Feuchtigkeitsgehalt auf Eignung für das Fugenvergussmaterial überprüft werden. Grenzflächenvorbehandlung: Vor dem Verguss beidseitig der Fuge auf der Betonoberfläche präzise einen speziellen Haftvermittler (z. B. Material gemäß ASTM D5643 oder vergleichbar) auftragen. Die Auftragsbreite muss streng kontrolliert werden, um die chemische Haftung zwischen modifiziertem Bitumen und Beton zu verbessern und Randablösungen zu verhindern. Temperaturfensterkontrolle: Strikte Überwachung der Umgebungstemperatur, der Betonoberflächentemperatur und der Materialverarbeitungstemperatur. In der Regel müssen Umgebungs- und Betonoberflächentemperatur mindestens +5°C betragen, und die Arbeiten sollten während einer Erwärmungsphase erfolgen, um optimale Haftung zu gewährleisten. Reparatur bestehender Fugenvergüsse auf vorhandenen Gleisen (Instandhaltungsversiegelung): Arbeitsbedingungen: Vielfältige und komplexe Fugenbedingungen, vorhandene Altmaterialreste, lokale Betonschäden, ungleichmäßige Fugenspaltbreiten, eingeschlossene Fremdkörper. Wesentliche Ausführungspunkte: Bewertung und Reinigung alter Fugen: Anwendung einer „Mehrstufen-Reinigungsmethode“. Zuerst Entfernen des versagten alten Fugenmaterials mit hydraulischen Fugenreinigungsgeräten oder Fugenschneidemaschinen mit Diamantscheiben auf die vorgeschriebene Tiefe und Breite, um saubere, feste Seitenwände zu schaffen. Anschließend Erweichen und Entfernen verbleibender dünner Schichten mit Heißluftpistolen, abschließend Ausblasen mit Druckluft. Schadensreparatur: Bei an den Fugenrändern festgestellten Abplatzungen oder Brüchen der Betonfahrbahnplatten während der Reinigung lokale Reparatur mit schnell härtendem Polymer-Mörtel, um das Fugenprofil wiederherzustellen. Das Reparaturmaterial muss vor dem Verguss ausreichende Festigkeit erreichen. Abmessungsregulierung und Hinterfüllung: Für nach der Reinigung breitere als standardmäßige Fugen oder Fugen mit ungleichmäßiger Tiefe vor dem Verguss Einlegen von Hinterfüllungsstreifen aus geschlossenzelligem Schaum. Diese Streifen kontrollieren den endgültigen Formfaktor (Breite-Tiefe-Verhältnis) des Vergussmaterials, sparen Material und ermöglichen dem Material notwendige Kompression und Dehnung bei Temperaturänderungen, um Spannungen zu reduzieren. Feuchtigkeitsbehandlung: Bei Feuchtigkeit in der Fuge muss diese mit Heißluftpistolen getrocknet werden, bis der für die Materialverarbeitung erforderliche trockene Zustand erreicht ist. Kooperatives Management des Fugenvergussmaterials: Das vom Auftraggeber bereitgestellte Fugenvergussmaterial wird voraussichtlich ein hochleistungsfähiges polymer-modifiziertes Bitumen-Dichtungsmaterial sein, das möglicherweise Standards wie ASTM D6690 Typ II oder III (für Betonfugen) entspricht, mit hoher Elastizität, hervorragender Witterungsbeständigkeit, Fließsicherheit und Selbstheilungsfähigkeit. Der Anbieter muss vor Arbeitsbeginn jede Materialcharge bei Anlieferung überprüfen, Typ, Chargennummer, Werksprüfberichte abgleichen und möglicherweise einfache Vor-Ort-Tests durchführen (z. B. Beobachtung der Fließfähigkeit nach Erwärmung). Der Schmelz- und Haltevorgang des Materials im Kocher muss strikt gemäß dem technischen Datenblatt des Herstellers erfolgen. Anwendung der „indirekten Erwärmung mit Umwälzung und Rührung“, um lokale Überhitzung und damit verbundene Materialverschlechterung zu vermeiden. Die Erwärmungstemperatur wird üblicherweise im Bereich von 190°C ± 10°C kontrolliert und mit Digitalthermometern kontinuierlich überwacht. Bedienung und Integration von Spezialgeräten: Bedienung des Asphaltkochers: Das Bedienpersonal des Anbieters muss mit den Sicherheitsvorschriften, Zündprozeduren, Temperatureinstellungen und Wartungspunkten des Geräts vertraut sein. Während der Arbeiten muss der Materialstand im Schmelzkessel auf einem angemessenen Niveau gehalten werden, um „Leerlaufen“ oder Überfüllung zu vermeiden. Konfiguration der Ausrüstung: Zusätzlich zur vom Auftraggeber bereitgestellten Hauptheizausrüstung muss der Anbieter einen vollständigen Satz an Hilfsgeräten bereitstellen Dazu gehören: Fugenvergießmaschine mit präziser Temperaturregelung und Durchflussregulierung (anschließbar an den Auslass des Hauptkochers) oder schwere isolierte Gießkannen. Heißluftpistolen/Fackeln für die endgültige Trocknung der Fugen und Oberflächennachbearbeitung des Materials. Fugenreinigungs- und -reparaturausrüstung (wie zuvor beschrieben). Sicherheits- und Verkehrslenkungsausrüstung wie Warnblinkleuchten, Leitkegel, Baustellenabsperrungen usw. Verstärkung des Kern-Arbeitsablaufs: „Vier-Schritt“-Vergießverfahren: Zug-Vergießen: Die Vergießausrüstung bewegt sich mit gleichmäßiger Geschwindigkeit (typischerweise 2-5 m/min) entlang der Fuge, die Auslassdüse liegt leicht unter der Oberfläche, um sicherzustellen, dass das Material von unten nach oben füllt und Lufteinschlüsse vermieden werden. Leichte Überfüllung: Steuerung der Einbringmenge, so dass die Oberfläche des ausgehärteten Dichtungsmaterials eine gewölbte Erhebung von 3-6 mm („Meniskus“) bildet, um Schrumpfung beim Abkühlen auszugleichen. Abziehen und Formen: Bevor das Material vollständig seine Fließfähigkeit verliert, schnelles einmaliges Abziehen entlang der Fuge mit einer speziell geformten Abziehschiene, um eine glatte, gleichmäßige Übergangskurve zu formen. Antihaft-Behandlung: Unmittelbares, gleichmäßiges Bestreuen der Oberfläche mit trockenem feinem Quarzsand oder speziellem Trennmittel, gerade ausreichend um die Oberfläche zu bedecken, um ein Anhaften von Fremdkörpern oder Reifen vor der Verkehrsfreigabe zu verhindern. Detaillierter Bauablaufplan: Erstellung eines rollierenden Bauzeitplans nach Zeitfenstern und Bereichen, präzise für jedes nächtliche Arbeitsfenster (z. B. von nach der letzten Straßenbahn bis vor der ersten Straßenbahn). Der Plan muss eng mit der Betriebsleitstelle des Verkehrsunternehmens abgestimmt und genehmigt werden. Einrichtung eines Echtzeit-Kommunikationsprotokolls, um einen reibungslosen Informationsfluss zwischen der Baustelle, der Leitstelle des Verkehrsunternehmens und der Projektleitung des Anbieters zu gewährleisten, um auf unvorhergesehene Betriebsänderungen reagieren zu können. Qualitätskontrollpunkte im gesamten Prozess: Prozessprüfung: Einrichtung von Prüfpunkten für kritische Arbeitsschritte, z. B.: Abnahme der Reinheit, Kontrolle der Hinterfüllstreifeninstallation, Aufzeichnung der Materialverarbeitungstemperatur, Prüfung der Füllmenge und des Erscheinungsbilds. Rückverfolgbare Aufzeichnungen: Für jede behandelte Fuge oder jeden Arbeitsabschnitt Aufzeichnung von Position, Datum, Wetterbedingungen, Materialchargennummer, Ausführungsparameter, Bedienpersonal und Qualitätsprüfer. Erstellung eines digitalen Bautagebuchs. Zerstörungsfreie Prüfung: Nach der Aushärtung können Stichproben mit einem Gummihärteprüfgerät getestet oder einfache manuelle Ablösetests durchgeführt werden, um die anfängliche Haftfestigkeit zu bewerten. Umfassendes Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltmanagement: Spezielle Sicherheitsrisikoprävention: Für die Hauptrisiken wie Verbrennungen (durch Berührung von Heizgeräten oder Material), schlechte Sicht bei Nachtarbeit oder unbeabsichtigtes Eindringen von Straßenbahnen in die Baustelle Erstellung eines speziellen Sicherheitskonzepts. Alle Personen müssen Schutzkleidung für hohe Temperaturen, Warnwesten, Sicherheitsschuhe und Schutzbrillen tragen. Verkehrsumleitungsplan: Vorlage eines detaillierten Plans für die temporäre Verkehrsregelung, einschließlich Baustelleneinrichtungsplan, Umleitungsbeschilderung, Zeitplan für Aufstellung und Entfernung von Warnschildern, der von der städtischen Verkehrsbehörde genehmigt werden muss. Umweltkonformität: Alt-Fugenvergussmaterial, Reinigungsstaub und -abfälle werden als Bauschutt getrennt gesammelt und einer autorisierten Entsorgungsstelle übergeben. Sicherstellung, dass während der Bauarbeiten keine Öl- oder Chemikalienlecks auftreten. Digitales Bau-Management: Nutzung mobiler Apps zur Aufzeichnung von Baudaten und Echtzeit-Upload in die Cloud, Erzeugung von Wartungsdatensätzen im digitalen Zwilling. Materialleistungsüberwachung: Falls möglich, Installation einfacher Spannungs-/Dehnungssensoren im Fugenvergussmaterial an repräsentativen Stellen zur langfristigen Überwachung des tatsächlichen Arbeitszustands, um Daten für die vorbeugende Instandhaltung zu liefern. Nachhaltigkeitspraktiken: Erkundung der Möglichkeit, modifizierte Bitumen-Fugenvergussmaterialien mit höherem Recyclinganteil (z. B. Gummigranulat) zu verwenden (muss vom Auftraggeber genehmigt werden) oder Optimierung des Verfahrens zur Reduzierung von Materialverlusten. Vertragsart: Werkvertrag (nach dem Grundsatz „Planen und Bauen“) Erfüllungsort: Stadt Ostrava, Tschechische Republik, Straßenbahnnetz der Dopravní podnik Ostrava a.s. Vertragsdauer: Startdatum abhängig vom Ende des Anfrageverfahrens, alle relevanten Arbeiten sind gemäß den vertraglichen Vereinbarungen abzuschließen. Angebotsanforderungen: Preiszusammensetzung: Der Anbieter muss für die folgenden vier Arbeitstypen jeweils einen Stückpreis pro Meter ohne Mehrwertsteuer (MwSt.) in Tschechischen Kronen (Kč) anbieten: Reparatur des Asphaltfugenvergusses an 8x4 cm Fugen. Reparatur des Asphaltfugenvergusses an 5x3 cm Fugen. Anwendung eines neuen Asphaltfugenvergusses an 8x4 cm Fugen. Anwendung eines neuen Asphaltfugenvergusses an 5x3 cm Fugen. Bewertungspreis: Bewertungsgegenstand ist die Summe der vier oben genannten Stückpreise. Angebote für alle Positionen sind zwingend erforderlich, andernfalls wird das Angebot als ungültig betrachtet. Preisobergrenze: Das Angebot stellt den maximal zulässigen Preis inklusive aller Kosten dar und darf nicht überschritten werden. Angebotsabgabe: Abgabeweg: Ausschließlich elektronische Abgabe, zwingend über das JOSEPHINE-System (josephine.proebiz.com). Abgabefrist: 24. Februar 2026, 10:00 Uhr. Sprache: Das Angebot muss in tschechischer Sprache verfasst sein. Bindefrist: Das Angebot ist ab dem Abgabetermin für 120 Tage gültig. Anbieterqualifikationsanforderungen: Grundqualifikation: Vorlage einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden, vorformulierten Ehrenerklärung, die belegt, dass diese innerhalb von 3 Monaten vor Beginn des Anfrageverfahrens erfüllt wurden. Fachliche Qualifikation: Vorlage eines Handelsregisterauszugs (falls registriert) oder gleichwertiger Dokumente. Gleichwertige Nachweise aus EU- und EFTA-Staaten werden akzeptiert. Technische Qualifikation: Nicht gefordert. Zuschlagskriterien: Niedrigstes Preisangebot. Die Angebote werden nach der Summe der vier Stückpreise sortiert, das niedrigste Angebot erhält den Zuschlag. Wesentliche Verfahren und Termine: Frist für Klärungsanfragen: 19. Februar 2026 (5 Kalendertage vor Angebotsfristende). Öffnungstermin: Elektronisch automatisch nach Ablauf der Angebotsfrist am 24. Februar 2026. Verhandlungsrecht: Der Auftraggeber behält sich das Recht vor, mit allen nicht ausgeschiedenen Anbietern eine neue Angebotsrunde zu verhandeln. Besondere Anforderungen und Erklärungen: Soziale Verantwortung: Der Anbieter muss rechtmäßige Beschäftigung, faire und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sicherstellen und dies auch von seinen Unterauftragnehmern verlangen. Zwingende Erklärungen: Bei Angebotsabgabe müssen zwei Ehrenerklärungen vorgelegt werden: Erklärung über das Nichtvorliegen von Interessenkonflikten (gemäß tschechischem Gesetz über Interessenkonflikte). Erklärung, dass keine EU-Sanktionen gegen Russland bestehen (gemäß Verordnung (EU) 2023/1214 des Rates). Vertragsunterzeichnung: Der ausgewählte Anbieter muss innerhalb von 15 Kalendertagen nach Erhalt der Zuschlagsmitteilung seine Mitwirkung zur Vertragsunterzeichnung anbieten, andernfalls kann der Auftraggeber der Reihe nach mit dem nächstplatzierten Anbieter einen Vertrag schließen. |
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