Ausschreibung für ein neues Trinkwasser- und Abwasserleitungsanschlussprojekt in der Gemeinde Ringebu, Norwegen

Organisationsname Norconsult Norge AS Land Norwegen
Kontakt John Kristian Bergum Tel. Klicken zum Anzeigen
E-Mail Klicken zum Anzeigen Adresse Bryggerigata 1 Lillehammer
Veröffentlichungsdatum 06.03.2026 Ablaufdatum 15.04.2026
Details
Art der Bekanntmachung Ausschreibungsbekanntmachung
Bekanntmachungsnummer 130088797
Beschreibung

Name des Ausschreibungsprojekts: Neubau von Trinkwasser- und Abwasserleitungsanschlüssen im westlichen Kvitfjell-Gebiet, Gemeinde Ringebu

Projektstandort: Norwegen, Fylke Innlandet, Gemeinde Ringebu, Postleitzahl 2630

Projektumfang: Das Projekt umfasst Planungsleistungen und Bauarbeiten für neue Trinkwasser- und Abwasserleitungen zwischen West-Kvitfjell (letzte Pumpstation) und dem Fåvang-Wasserwerk sowie der Fåvang-Kläranlage. Zudem gehören der Bau von zwei neuen Pumpstationen, einem neuen Hochbehälter, zwei neuen Abwasserpumpstationen sowie die Installation neuer Pumpen und Wasseraufbereitungsanlagen im Fåvang-Wasserwerk.

Neue Trinkwasser- und Abwasserleitungen (ca. 5 km)

Leitungstyp: Trinkwasserförderleitungen und Abwassersammel-/Förderleitungen.

Materialanforderungen: Trinkwasserleitungen müssen aus norwegischen Trinkwassernormen entsprechenden Materialien bestehen (z.B. PE100, PVC oder duktiles Gusseisen). Abwasserleitungen müssen aus korrosionsbeständigen Materialien bestehen (z.B. PE, PP oder GFK).

Nennweitenbereich: Wird anhand hydraulischer Berechnungen festgelegt. Voraussichtlicher Durchmesser der Hauptleitungen zwischen 200 mm und 400 mm.

Verlegetiefe: Muss unterhalb der Frostgrenze liegen (in Norwegen typischerweise 1,8 m bis 2,4 m tief), um Einfrieren im Winter zu verhindern.

Verlegeart: Offene Grabenverlegung oder Horizontalbohrung. Bei der Unterquerung von Flüssen, Straßen etc. werden grabenlose Verfahren eingesetzt.

Armaturen und Zubehör: Entlüftungsventile, Entleerungsventile, Absperrschächte, Durchflussmesserschächte etc. entlang der Strecke.

Druckstufe: Trinkwasserleitungen müssen dem Auslegungsbetriebsdruck entsprechen (PN10 oder PN16). Abwasserleitungen werden für Freispiegel- oder Druckströmung ausgelegt.

Leitungsmarkierung: Verlegung von Warnbändern, Setzen von Markierungspfählen an der Oberfläche.

2 neue Pumpstationen

Pumpstationstyp: 1 Trinkwasser-Druckerhöhungsstation, 1 Abwasser-Hebepumpstation.

Bauweise: Ortbeton-Stahlbetonkonstruktion, unterirdisch oder halbunterirdisch.

Pumpstationgröße: Wird anhand von Durchflussberechnungen festgelegt. Voraussichtlicher Auslegungsdurchfluss pro Station 50-200 m³/h.

Pumpenkonfiguration:

Trinkwasserpumpstation: Ausstattung mit 2-3 vertikalen oder horizontalen Kreiselpumpen (Betriebs-/Reserve- oder 2x Betriebs-/1x Reservepumpe), frequenzgeregelt.

Abwasserpumpstation: Ausstattung mit 2 Tauchpumpen (Betriebs-/Reservepumpe) mit automatischer Kopplung.

Steuerungssystem: SPS-Automatisierung, automatisches Starten/Stoppen der Pumpen über Füllstandssensoren, Schnittstelle für Fernüberwachung.

Nebeneinrichtungen: Lüftungssystem, Geruchsbekämpfungssystem, Hebezeug (elektrische Kettenzug), Wartungsplattform, Durchflussmesser, Manometer.

Gebäudeanforderungen: Oberirdischer Pumpenhausbau mit Türen, Fenstern, Beleuchtung, Heizung (erforderlich für norwegisches Klima).

1 neuer Hochbehälter

Konstruktionstyp: Stahlbetonkonstruktion, rund oder rechteckig, aufgeständert.

Nutzvolumen: Wird anhand des Speicherbedarfs festgelegt. Voraussichtlich 500-1500 m³.

Behälterhöhe: Aufständerungshöhe muss den Wasserdruckanforderungen genügen, typischerweise 10-30 m.

Dichtheitsanforderungen: Innenwände mit lebensmittelechtem, trinkwassergerechtem Schutzanstrich versehen, der den Trinkwasserhygienestandards entspricht.

Nebeneinrichtungen: Zulauf-, Ablauf-, Überlauf-, Entleerungsleitung, Belüftungsöffnung, Mannloch, Steigleiter, Füllstandsmesser, Thermometer.

Frostschutzmaßnahmen: Wärmedämmung des Behältermantels, Frostschutz-Umwälzsystem für Zu- und Ablaufleitungen.

Überwachungssystem: Fernüberwachung des Füllstands, Schnittstelle für Online-Wasserqualitätsüberwachung.

2 neue Abwasserpumpstationen

Standort: An tiefsten Punkten des Abwasserkanalnetzes oder an Stellen, die eine Hebung erfordern.

Bauweise: Fertig- oder Ortbeton-Stahlbeton-Nass-/Trockenschacht oder vorgefertigte Kompaktpumpstation.

Pumpenkonfiguration: Jede Station mit 2 Tauchpumpen (Betriebs-/Reservepumpe) mit Schneid- oder Zerkleinerungsfunktion.

Rechenanlage: Mechanischer Rechen oder Korbrechen am Einlauf, um Feststoffe vom Eindringen in die Pumpen abzuhalten.

Steuerungssystem: SPS-Automatisierung, automatisches Starten/Stoppen der Pumpen über Füllstandssensoren, Alarm bei hohem/niedrigem Füllstand.

Geruchsbekämpfungssystem: Aktivkohle-Entstinkungsanlage oder Biofilter.

Nebeneinrichtungen: Lüftungssystem, Spülsystem, Durchflussmesser, Druckrohrleitung, Armaturenschächte.

Neue Pumpen und Wasseraufbereitungsanlagen im Fåvang-Wasserwerk

Neues Pumpensystem:

Rohwasser-Förderpumpen: Neue Pumpen zur Wasserentnahme aus der Quelle, ausgestattet mit 2-3 Kreiselpumpen.

Versorgungspumpen: Druckerhöhungspumpen für die Netzeinspeisung, frequenzgeregelt, um den Wasserbedarf im Kvitfjell-Gebiet zu decken.

Spülpumpen: Spezialpumpen für die Filterrückspülung.

Modernisierung/Erweiterung der Wasseraufbereitungsanlagen:

Flockungs-/Koagulationsbecken: Neue Flockungsmittel-Dosiersysteme und mechanisch gerührte Flockungsbecken.

Absetzbecken: Neue Lamellenabscheider oder Hochleistungs-Absetzbecken.

Filtersystem: Neue Schnellfilter oder Druckfilter mit Quarzsand- oder Anthrazitfiltermaterial.

Desinfektionssystem: Neue Natriumhypochlorit- oder UV-Desinfektionsanlagen, um die mikrobiologischen Grenzwerte des Auslaufwassers sicherzustellen.

pH-Wert-Regelungssystem: Neue Lauge-Dosiereinrichtung zur Einstellung des pH-Werts des abgegebenen Wassers.

Reinwasserbehälter: Erweiterung oder Neubau von Reinwasserspeicherbecken, um ausreichende Desinfektionskontaktzeit und Speicherkapazität sicherzustellen.

Prozessleitungen: Anschluss der prozessinternen Leitungen im Wasserwerk, einschließlich Chemikalien-Dosierleitungen, Schlammleitungen, Rückspülleitungen.

Steuerungssystem: Integration in die SCADA-Anlage des Wasserwerks zur vollständigen Automatisierung und Online-Überwachung der Wasserqualität.

Begleitende Tiefbauarbeiten

Leitungsgrabenaushub und -verfüllung: Maschineller Aushub, Sandbettung, schichtweise verdichtete Verfüllung.

Pumpstation-Baugrubenaushub und -verbau: Abhängig von den geologischen Gegebenheiten Böschungsaushub oder Spundwandverbau.

Betonarbeiten: Einschließlich Pumpenstationssohle, Beckenwände, Decken, Fundamentplatten für Geräte, Armaturenschächte, Kontrollschächte.

Wiederherstellung der Straßen: Wiederherstellung von aufgeschlossenen Straßen und Gehwegen im Baubereich gemäß ursprünglichem Standard des Straßenaufbaus.

Wiederbegrünung: Rückführung von Oberboden, Wiederherstellung der Vegetation auf temporär genutzten Bauflächen.

Zaun und Tor: Einfriedung des Pumpstations- und Wasserwerksgeländes, einschließlich Mauerzaun, Schmiedeeisenzaun, elektrischem Tor.

Werksstraßen und -flächen: Betonfahrbahnen, befestigte Flächen, Gehwege innerhalb der Pumpstation und des Wasserwerks.

Begleitende Installationsarbeiten

Maschinelle Installation: Montage und Inbetriebnahme von Pumpen, Rechen, Armaturen, Kompensatoren, Rückschlagventilen, Durchflussmessern, Manometern etc.

Leitungsinstallation: Verbindung und Montage der prozessinternen Leitungen in den Pumpstationen und im Wasserwerk.

Elektroinstallation:

Nieder-/Hochspannungsverteilung: Installation von Transformatoren, Schaltanlagen, Steuerungsschränken, Frequenzumrichtern.

Kabelverlegung: Verlegung von Strom-, Steuer- und Signalkabeln in Kabeltrassen oder direkt im Erdreich.

Blitzschutz und Erdung: Installation von Blitzschutz- und Erdungssystemen für Gebäude, Anlagen und Leitungen.

Installation von Leittechnik und Messtechnik:

Messgeräteinstallation: Montage und Kalibrierung von Füllstandsmessern, Durchflussmessern, Drucktransmittern, Wasserqualitäts-Analysegeräten (pH-Meter, Trübungsmesser, Chlorrest-Messer etc.).

Installation von SPS-Schränken: Montage und Verkabelung von speicherprogrammierbaren Steuerungsschränken.

Leitrechnersystem: Installation der Hard- und Software für das Überwachungssystem in der Leitwarte.

HLK-Installation:

Lüftungssystem: Installation von Ventilatoren, Luftkanälen, Luftklappen zur Sicherstellung der Raumluftqualität in Pumpstationen und Wasserwerk.

Heizungssystem: Installation von Elektro- oder Warmwasserheizungssystemen, um den norwegischen Winterbetriebsanforderungen zu genügen.

Klimaanlage: Installation von Klimaanlagen in Leitwarten, Schaltanlagenräumen etc.

Sanitärinstallation: Installation von Trinkwasser- und Abwasserleitungen sowie Sanitärobjekten innerhalb der Pumpstationen und des Wasserwerks.

Brandschutzinstallation: Installation von Feuerlöschern, Hydranten, Brandmeldeanlagen.

Begleitende Lüftungstechnik

Pumpenhauslüftung: Mechanisches Zu- und Abluftsystem, Luftwechsel gemäß Norm.

Abwasserbeckenlüftung: Mechanische explosionsgeschützte Lüftung für geschlossene Beckenräume, um Ansammlung von Schwefelwasserstoff etc. zu verhindern.

Leitwarte-/Schaltanlagenraumlüftung: Separate Lüftung oder Klimaanlage, um die Umgebungstemperatur für den Gerätebetrieb sicherzustellen.

Luftkanalmaterial: Feuerverzinktes Stahlblech oder Edelstahlblech, korrosionsgeschützt.

Ventilatortyp: Radial- oder Axialventilatoren, geräuscharm, mit Wetterschutz für Außenbereiche.

Sonstige relevante Arbeiten

Baustelleneinrichtung: Temporäre Baustraßen, temporäre Strom- und Wasserversorgung, temporäre Büro- und Unterkunftscontainer, Baustelleneinzäunung.

Prüfung und Inbetriebnahme: Druckprüfung der Leitungen, Dichtheitsprüfung, Spülung und Desinfektion der Leitungen, Einzelgeräte-Inbetriebnahme, Systemfunktionsprüfung.

Probebetrieb: Kontinuierlicher und stabiler Systembetrieb für mindestens 72 Stunden, Auslaufwasserqualität entspricht den Grenzwerten.

Schulung: Schulung des Betriebspersonals des Auftraggebers in Gerätebedienung und -wartung.

Abnahmedokumentation: Bestandspläne, Gerätehandbücher, Betriebs- und Wartungshandbücher, Prüfberichte, Abnahmeunterlagen.

Projektbudget: 130.000.000,00 Norwegische Kronen (ohne MwSt.)

Vertragslaufzeit: 3 Jahre

Ausschreibungsverfahren: Öffentliche Ausschreibung

Angebotsbindungsfrist: 120 Tage nach Angebotsfristende

Anforderungen an die Angebotsabgabe:

Abgabeweise: Muss elektronisch über folgende Website eingereicht werden: https://eu.eusupply.com/app/rfq/rvvlentrance_s.asp?PID=451160&TID=200412105&B=

Abgabesprache: Norwegisch

Auswahlkriterien für Bieter:

Berufsregistereintrag: Eintragung in einem einschlägigen Berufsregister des Mitgliedstaats, in dem der Bieter ansässig ist (gemäß Anhang XI der Richtlinie 2014/24/EU)

Handelsregistereintrag: Eintragung in das Unternehmens- oder Handelsregister des Mitgliedstaats, in dem der Bieter ansässig ist

Besondere Genehmigung/Mitgliedschaft: Falls in seinem Heimatland eine Genehmigung oder Mitgliedschaft in einer bestimmten Organisation für die Erbringung der Dienstleistung erforderlich ist

Jahresumsatz: Muss den Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen hinsichtlich Gesamtumsatz, Umsatz in bestimmten Bereichen, durchschnittlichem Jahresumsatz etc. entsprechen

Finanzkennzahlen: Muss den Anforderungen der Ausschreibungsunterlagen hinsichtlich der Ist-Werte bestimmter finanzieller Kennzahlen entsprechen

Berufshaftpflichtversicherung: Muss den Anforderungen an die Versicherungssumme der Haftpflichtversicherung entsprechen

Referenzbauwerke: Ausführung der angegebenen Bauwerkstypen innerhalb des Referenzzeitraums (max. 5 Jahre Erfahrung erforderlich)

Technisches Personal oder technische Einrichtungen: Verfügbarkeit von technischem Personal oder technischen Einrichtungen für Qualitätskontrolle und Projektdurchführung

Ausbildungs- und Berufsqualifikation: Der Bieter und seine Hauptmitarbeiter verfügen über die erforderliche Ausbildung und Berufsqualifikation

Umweltmanagementmaßnahmen: Verfügbarkeit von Umweltmanagementmaßnahmen, die sich auf die Vertragsdurchführung beziehen

Werkzeuge, Geräte oder technische Ausrüstung: Verfügbarkeit von Werkzeugen, Materialien und technischen Geräten für die Vertragsdurchführung

Qualitätssicherung: Einreichung eines Zertifikats einer Qualitätsprüfstelle, das die Übereinstimmung der Ware mit den Anforderungen bescheinigt

Anzahl der Führungskräfte: Anzahl der Führungskräfte in den letzten drei Jahren

Subunternehmerquote: Vertragsanteil (in Prozent), der an Subunternehmer vergeben werden soll

Dokumente Anhang.pdf (119.02 K)
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