Zwei Exoplaneten in gemäßigten Breiten entdeckt, neue Definition der habitablen Zone vorgeschlagen
2026-01-16 16:07
Quelle:Universe Today
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Eine kürzlich in den *Monthly Notices of the Royal Astronomical Society* veröffentlichte Studie verkündete die Entdeckung zweier neuer Exoplaneten und untersuchte die Notwendigkeit einer Erweiterung der Definition der habitablen Zone. Die Forschung wurde in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern verschiedener Institutionen, darunter der Universität Birmingham und der Universität Oxford, durchgeführt.

Die Forscher erklärten in ihrer Veröffentlichung: „Angesichts der zunehmenden Vielfalt an Exoplaneten ist es entscheidend, die Annahmen zur Bewohnbarkeit und die klassische Definition der habitablen Zone zu überdenken.“ Zu diesem Zweck führten sie das Konzept der „gemäßigten Zone“ ein und definierten diese als einen Bereich, in dem der stellare Strahlungsfluss in einem bestimmten Bereich liegt, um ein breiteres Spektrum potenziell bewohnbarer Welten zu erfassen.

Die beiden neu entdeckten Planeten, TOI-6716 b und TOI-7384 b, werden beide als „gemäßigte Planeten“ klassifiziert. TOI-6716 b ist ähnlich groß wie die Erde und wahrscheinlich ein Gesteinsplanet; TOI-7384 b gehört zur Kategorie der subneptunischen Planeten. Beide Planeten umkreisen Zwergsterne vom Spektraltyp M, einer Sternart, deren Eigenschaften die Beobachtung von Planeten um diese Sterne erleichtern.

Die Forscher weisen darauf hin, dass sich zwar keiner dieser beiden gemäßigten Planeten in der optimistischen habitablen Zone seiner Sterne befindet, sie aber eine Lücke im Bestand dieser Planetenart schließen und somit Möglichkeiten für zukünftige Forschung eröffnen. In der Veröffentlichung heißt es: „Diese Ergebnisse demonstrieren gemeinsam das Potenzial der Kombination von TESS mit bodengebundenen Beobachtungen zur Erstellung eines Katalogs gemäßigter Planeten, die Zwergsterne vom Spektraltyp M umkreisen, für zukünftige Atmosphärenstudien.“

Diese Forschung ist Teil des TEMPOS Sky Survey, der die systematische Suche und Erfassung gemäßigter Exoplaneten um Zwergsterne vom Spektraltyp M zum Ziel hat. Die fortgesetzte Suche nach und die präzise Definition von gemäßigten Planeten helfen Astronomen, potenzielle Ziele besser auszuwählen und anschließend Atmosphärenanalysen mit Instrumenten wie dem James-Webb-Weltraumteleskop durchzuführen.

Publikationsdetails: Autoren: Madison G. Scott et al., Titel: „Zwei gemäßigte Planeten von der Größe der Erde und des Neptun, die um vollständig konvektive Zwergsterne vom Spektraltyp M kreisen“, erschienen in: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (2026). Zeitschrifteninformationen: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society

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