NASA-Mission Artemis II vor Herausforderungen durch Sonnenstürme – Britische Universität Surrey entwickelt Frühwarnsystem
2026-04-08 14:22
Quelle:Conversation
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Die Erforschung des Weltraums ist stets mit vielfältigen Risiken verbunden, darunter Hardwareausfälle, Gerätefehlfunktionen und Einschläge von Weltraumgestein. Während die Menschheit plant, erstmals seit über 50 Jahren zum Mond zurückzukehren, stellt die Sonnenstrahlung eine anhaltende Bedrohung dar. Solare Teilchenereignisse könnten das Leben von Astronauten gefährden, insbesondere im interplanetaren Raum jenseits der niedrigen Erdumlaufbahn.

Könnte ein Sonnensturm die Artemis-II-Mission vereiteln?

Die Sonnenaktivität schwankt in einem etwa 11-jährigen Zyklus, und der aktuelle Zyklus erreichte seinen Höhepunkt im Jahr 2024 und nimmt nun langsam ab. Am 11. November 2025 führte ein großes solares Teilchenereignis zu einem Anstieg der Strahlungswerte auf der Erde um etwa 145 Prozent, der zwei Stunden anhielt. Dies wurde von einem Neutronenmonitor der Universität Surrey in Lerwick auf den Shetlandinseln aufgezeichnet. Das Ereignis wurde auch vom SAIRA-Monitor der Universität Surrey auf einem transatlantischen Flug und einem Wetterballonflug erfasst.

Die Universität Surrey nutzt das MAIRE-Modell, um das Ereignis zu analysieren, und drei Forschungsarbeiten werden derzeit verfasst, um die Daten zusammenzufassen. Dieses solare Teilchenereignis erinnert uns daran, dass die Sonnenaktivität plötzlich zunehmen und Risiken für Weltraummissionen darstellen kann. Im August 1972 setzte die Sonne eines der größten solaren Teilchenereignisse des Raumfahrtzeitalters frei, das zwischen den Apollo-16- und Apollo-17-Missionen stattfand. Es war 40-mal stärker als das Ereignis von 2025 und hätte bei einer Exposition von Astronauten zu schweren Gesundheitsproblemen führen können.

Könnte ein Sonnensturm die Artemis-II-Mission vereiteln?

Um solaren Teilchenereignissen zu begegnen, hat das Team des Surrey Space Centre ein Instrument für hochenergetische Protonen entwickelt, das die hochenergetische Komponente der Strahlung misst. Dieser Detektor könnte noch in diesem Jahrzehnt für Missionen in der Mondumlaufbahn eingesetzt werden, um Risiken für Mondbasen und die Erde zu bewerten. Die NASA plant den Aufbau einer Basis am lunaren Südpol, und auch China und Russland planen Außenposten.

Ein Strahlungs-Frühwarnsystem könnte Zeit verschaffen, damit Astronauten sich in Sturmschutzräume zurückziehen können. In der Orion-Raumkapsel können Astronauten in einen Bodenfachbereich in der Nähe des Hitzeschilds gelangen, der Schutz bietet. Frühwarnsysteme sind auch für die Luftfahrtsicherheit auf der Erde von Nutzen, da Fluglotsen die Flughöhe von Flugzeugen anpassen können. Die Elektronik moderner Raumfahrzeuge ist anfällig für Strahlung, und solare Teilchenereignisse könnten die Gesundheit von Astronauten gefährden oder Geräte beschädigen.

Könnte ein Sonnensturm die Artemis-II-Mission vereiteln?

Die Apollo-Astronauten von 1972 hatten das Glück, dem solaren Teilchenereignis zu entgehen, doch in einer Zeit, in der mehrere Nationen die Erforschung des Weltraums planen, kann man sich nicht auf Glück verlassen. Die Forschung der Universität Surrey und die Entwicklung von Frühwarnsystemen bieten entscheidende Unterstützung für Missionen wie Artemis II und stellen sicher, dass Astronauten sicher auf die Herausforderungen von Sonnenstürmen reagieren können.

Veröffentlichungsdetails: Autor: Clive Dyer, The Conversation; Titel: „Könnte ein Sonnensturm die Artemis-II-Mission vereiteln?“.

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