China Telecom, Yangtze Optical Fibre and Cable (YOFC) und Teralight haben gemeinsam den weltweit ersten Feldversuch eines ultralangen, einkanaligen, regeneratorlosen Wellenlängenmultiplex-Übertragungssystems mit 1,2 Tb/s pro Welle über Hohlkernfasern abgeschlossen. Der Versuch erreichte eine Übertragungskapazität von 51,3 Tb/s über eine Distanz von 206,5 km, ohne dass während der gesamten Strecke Signalregenerationsgeräte oder Fernpumpverstärker eingesetzt wurden.
Dieser Versuch wurde auf Basis einer kommerziellen Hohlkernfaser-Trassenleitung durchgeführt. Der Schwerpunkt lag nicht allein auf der Steigerung der Übertragungsrate, sondern auf der Verifikation der Langstrecken- und Hochkapazitäts-Übertragungsfähigkeit von Hohlkernfasern in einer realen Netzumgebung. Das Projekt verwendete ein Optimierungsschema für die Einzelwellenrate und die Wellenkanalleistung. Allein durch EDFA-Verstärkung wurde eine regeneratorlose Einzelspannweiten-Übertragung über 206,5 km realisiert, womit der Rekord für das Kapazitäts-Distanz-Produkt eines regeneratorlosen Wellenlängenmultiplex-Übertragungssystems mit Einzelspannweite ohne Fernpumpverstärker gebrochen wurde.
Das technische Merkmal von Hohlkernfasern besteht darin, dass sich das optische Signal hauptsächlich durch den luftgefüllten Kern ausbreitet. Im Vergleich zu herkömmlichen Vollkernfasern tragen diese Fasern dazu bei, die Übertragungslatenz zu reduzieren und nichtlineare Effekte abzuschwächen, was sie für die weitere Verifikation in Netzwerkszenarien mit hoher Bandbreite und niedriger Latenz geeignet macht. In der internationalen Technologiepresse wurde ebenfalls erwähnt, dass dieser Versuch angesichts der Engpässe bei der Rechenzentrumsvernetzung und GPU-Cluster-Kommunikation im KI-Zeitalter ein neues Beispiel für Übertragungstechnologie liefert.
Für die Wertschöpfungskette der Kommunikationsausrüstung liegt der Wert dieses Versuchs nicht nur in der Faser selbst. Hochgeschwindigkeits-Kohärenz-Übertragungsgeräte, optische Module, Verstärker, Leitungsüberwachungssysteme, optische Netzwerksteuerungsplattformen, Rechenzentrums-Verbindungsgeräte und die Fähigkeiten zur technischen Umsetzung werden mit dem Eintritt der Hohlkernfasern in die Feldverifikationsphase neu bewertet. Die Beteiligung von Teralight an dem Versuch zeigt auch, dass optische Komponenten und optische Übertragungssysteme synchron an die neuen Fasertypen angepasst werden müssen.
Derzeit müssen für die großflächige kommerzielle Nutzung von Hohlkernfasern noch Probleme wie Kosten, Dämpfung, Steckverbinder, Spleißtechnik, langfristige Zuverlässigkeit und Betriebsstandards gelöst werden. Die Feldversuchsergebnisse von 206,5 km, 51,3 Tb/s und signalregeneratorloser Übertragung haben die Hohlkernfaser jedoch von der experimentellen Verifikation in eine Phase gebracht, die näher an der technischen Umsetzung ist. Ob diese Technologie in Zukunft in Szenarien wie der KI-Rechenzentrumsvernetzung, metropolitanen Backbone-Netzen und der standortübergreifenden Rechenleistungssteuerung Einzug halten wird, bleibt ein Schwerpunkt der weiteren Beobachtung in der optischen Kommunikationsbranche.
