Seit Jahresbeginn beschleunigt die heimische Luft- und Raumfahrtindustrie unter dem doppelten Antrieb von politischer Unterstützung und technologischen Durchbrüchen den Übergang von der Konzeptphase zur Umsetzung. Die Dynamik neuer Sektoren wie kommerzielle Raumfahrt und Luftfahrtausrüstung wird kontinuierlich freigesetzt.

Bis zum 30. Juli haben bereits 18 Unternehmen aus dem Bereich der High-End-Luft- und Raumfahrt an der A-Aktie ihre Halbjahresprognosen für 2026 veröffentlicht, davon 12 mit positiven Aussichten – der Anteil positiver Prognosen liegt bei über 60 Prozent.
Monopol gebrochen! 70 % Preissenkung!
Inländische Luftfahrt-Bremsmaterialien vollziehen „Überholmanöver in der Kurve"
Das Bremssystem ist der Kern der Start- und Landesicherheit von Flugzeugen. In der Vergangenheit wurden Produktion und Verkauf von Hochleistungs-Bremsscheiben lange Zeit von ausländischen Unternehmen monopolisiert. Heute, mit den kontinuierlichen Durchbrüchen bei neuen Materialtechnologien im Inland, ist Chinas zivile Luftfahrtbremsbranche vollständig in eine neue Phase der autonomen Lokalisierung eingetreten.
Liu Jinsong, Cheftechnologieexperte der Aviation Industry Corporation of China, erläutert: Früher verwendeten Flugzeuge, Autos und Züge tatsächlich alle pulvermetallurgische Bremsscheiben, allgemein als „Stahlbremsen" bezeichnet. Mit zunehmender Geschwindigkeit und Energie der Flugzeuge erreicht die Temperatur der Bremsscheiben über tausend Grad Celsius, sodass Stahl zu Stahlschmelze wird. In diesem Kontext wurde international die Forschung an Kohlenstoff/Kohlenstoff-Bremsscheiben aufgenommen.

Im Vergleich zu metallischen Bremsmaterialien bieten Kohlenstoffmaterialien unersetzliche Vorteile: geringes Gewicht, hohe Temperaturbeständigkeit und lange Lebensdauer. Derzeit verwenden alle gängigen Verkehrsflugzeuge weltweit im großen Maßstab Kohlenstoffbremsen. Allerdings waren zivile Kohlenstoffbremsen lange Zeit teure Verbrauchsmaterialien mit hohen Stückkosten für Ersatzteile, weshalb sie in der Branche als „schwarzes Gold" bezeichnet werden. Gestützt auf die technologische Entwicklung der heimischen Materialindustrie hat China auf Basis der traditionellen Kohlenstoff/Kohlenstoff-Bremsen eigenständig Kohlenstoff/Keramik-Bremsmaterialien entwickelt, die feuchtigkeitsbeständiger, hochtemperaturfester und über den gesamten Temperaturbereich stabiler bremsen – ein Überholmanöver bei der Schlüsseltechnologie für Bremsmaterialien.

Liu Jinsong erklärt, dass Kohlenstoff-Bremsscheiben lange Zeit von 3 bis 4 ausländischen Unternehmen monopolisiert wurden. Die jährlichen Austauschkosten für einen Satz Kohlenstoff-Bremsscheiben können mehrere Hunderttausend Yuan erreichen, und ein Flugzeug benötigt jährlich Austauschkosten von ein bis zwei Millionen Yuan. Nachdem sie und ihre inländischen Kollegen in diesen Bereich eingetreten sind, haben ausländische Lieferanten ihre Preise drastisch gesenkt – um mehr als 70 Prozent.

Branchenkenner weisen darauf hin, dass die Anwendungsgrenzen inländischer Hochleistungs-Bremsmaterialien für die zivile Luftfahrt kontinuierlich erweitert werden und sich auf neue Luftfahrtbereiche ausdehnen. Die gesamte Industriekette – von der Forschung an Hochleistungs-Kohlenstoff-Verbundbremsmaterialien über die Herstellung von Bremsscheiben bis hin zur Anwendung von rutschhemmenden elektronischen Bremssystemen – ist vollständig lokalisiert und in Massenproduktion umgesetzt.
„China-Chip" als Schutz!
Stärkung des digitalen Fundaments der Luft- und Raumfahrtausrüstung
Luft- und Raumfahrtausrüstung ist die Krone der High-End-Fertigung, und Bordchips sind die Basis für den sicheren Betrieb der Ausrüstung. In den letzten Jahren, mit den kontinuierlichen Durchbrüchen bei inländischen Chip-Technologien, tritt Chinas Kernchip-Entwicklung für die Luft- und Raumfahrt in eine neue Phase der unabhängigen Innovation ein.

Dieser inländische GPU-Chip trägt den Namen HKM9000. Im November 2025 wurde der Chip an Bord des Raumschiffs Shenzhou-22 ins All geschickt, um Aufgaben zu erfüllen, darunter die Anzeige der Kabineninstrumente und die Visualisierung von Navigationsdaten. Worin unterscheiden sich Chips für Luft- und Raumfahrtanwendungen von den Chips in unseren Handys und Computern?

Guo Meng, leitender Ingenieur am Computing Institute der Luftfahrtindustrie, erläutert: Der Chip verfügt über eine extrem starke Umweltbeständigkeit, üblicherweise gefordert von -55 °C bis 125 °C, und muss zudem der Strahlung hochenergetischer Partikel standhalten. Im Binärsystem arbeitet er mit „0101"-Werten; trifft ein hochenergetisches Partikel den Chip, kann dies dazu führen, dass eine Stelle von 0 auf 1 oder von 1 auf 0 kippt, was direkt Funktionsstörungen verursacht.

Spezialchips für die Luftfahrt haben hohe technische Hürden und sind schwer zu entwickeln. In der Vergangenheit starteten führende ausländische Unternehmen früher und verfügten über eine Vielzahl ausgereifter Technologien. Um diese Schwäche zu beheben, haben chinesische Einrichtungen in den letzten Jahren auf unabhängige Forschung und konzentrierte Durchbrüche gesetzt und eine große Zahl luftfahrtspezifischer Chips entwickelt, wodurch das Fundament für die autonome und sichere Versorgung der chinesischen Luftfahrtausrüstung gestärkt wurde.
Xie Wentao, Leiter der Geschäftseinheit bei AVIC Civil Aircraft Airborne Systems Co., Ltd., erklärt: Das mit den Chips zusammenarbeitende Betriebssystem sowie die für ihre Entwicklung erforderliche Ökologie und Werkzeuge waren zuvor nur schwer zu entwickeln. In den letzten Jahren hat China jedoch auf diesen Gebieten beachtliche Fortschritte erzielt.
