Am 2. Oktober um 18 Uhr wurde die Bohrung Zhen Tan 1 im Tarim-Ölfeld am Nordrand der Taklamakan-Wüste abgeschlossen. Die Bohrtiefe beträgt 8345 Meter. Dies ist die zweite Ultratiefbohrung, die mit Chinas erster 12.000-Meter-Bohranlage niedergebracht wurde, und markiert einen sprunghaften Fortschritt Chinas auf dem Gebiet der Ultratiefbohrung.

Die Bohrung Zhen Tan 1 befindet sich im Kreis Wensu in Xinjiang und trägt die wichtige Aufgabe, die Öl- und Gasführung großer struktureller Fallen des Sinikums am nordwestlichen Rand des Tarim-Beckens in der Tiefe zu erkunden und neue Gebiete für die Erhöhung der Öl- und Gasreserven zu erschließen.
Für diese Ultraltiefbohrung wurde Chinas erste selbst entwickelte 12.000-Meter-Bohranlage eingesetzt – ihr zweiter erfolgreicher Einsatz. Am 5. Januar 2025 wurde Chinas erste wissenschaftliche Erkundungsbohrung mit über 10.000 Metern Tiefe – die Bohrung Shendi Take 1 – bei 10.910 Metern unter der Erdoberfläche erfolgreich abgeschlossen und war damals die tiefste vertikale Bohrung Asiens und die zweitiefste der Welt. Der „Verdienst" gebührt genau dieser selbst entwickelten 12.000-Meter-Bohranlage. Die Anlage ist mit der leistungsstärksten 6000-PS-Bohrwinde des Landes ausgestattet; das 900-Tonnen-Hebesystem kann mühelos zwei Zugkompositionen anheben, und ihr intelligentes Steuerungssystem realisiert die vollständige Automatisierung des Bohrbetriebs – ein Zeichen dafür, dass inländische Bohranlagen das weltweit führende Niveau erreicht haben.
Bislang wurden im Tarim-Ölfeld über 270 Bohrungen mit einer Tiefe von mehr als 8000 Metern niedergebracht, was mehr als 50 % der Gesamtzahl in China entspricht.