de.wedoany.com-Bericht: Am 2. Juni rückten die VoLTE-Einführungsrate und der 3G-Ausstieg auf den Philippinen in den Fokus der Branche. Einem entsprechenden Bericht zufolge beträgt der Anteil von VoLTE an den mobilen Verbindungen auf den Philippinen im Jahr 2025 30,9 %, was deutlich unter dem globalen Durchschnitt von 57,7 % liegt. Mit der fortschreitenden Abschaltung der 3G-Netze auf den Philippinen müssen die Betreiber die Migration von Nutzern, Endgeräten und Sprachdiensten zu 4G/5G-Netzen beschleunigen.
Diese Daten zeigen, dass der Modernisierungsdruck im philippinischen Mobilfunkmarkt von der Abdeckungsphase in die Nutzermigrationsphase übergegangen ist. VoLTE ermöglicht im Wesentlichen Sprachtelefonie über das 4G-LTE-Netz, sodass Nutzer während eines Gesprächs eine schnelle Datenverbindung aufrechterhalten und von verbesserten Verbindungsaufbauzeiten sowie hochauflösender Sprachqualität profitieren können. Für Märkte, die ihre 3G-Netze abschalten, ist die VoLTE-Einführungsrate direkt entscheidend dafür, ob Nutzer nach der Abschaltung der alten Netze weiterhin stabile Sprachdienste nutzen können. Mit einer Einführungsrate von 30,9 % liegt der philippinische Markt deutlich hinter den Nachbarmärkten zurück: Die VoLTE-Durchdringung in Thailand hat bereits 65,2 % erreicht, in Malaysia und Singapur liegen die Werte bei 96,1 % bzw. 94,9 %. Dies bedeutet, dass die Philippinen vor der 3G-Abschaltung noch erhebliche Probleme in den Bereichen Endgerätekompatibilität, SIM-Kartenkonfiguration, Tariffreischaltung, Netzstrategie, ländliche Abdeckung und Nutzeraufklärung lösen müssen. Andernfalls könnte es bei Nutzern, die weiterhin auf traditionelle leitungsvermittelte Sprachdienste oder ältere Geräte angewiesen sind, während des Abschaltungsprozesses zu einer Verschlechterung der Gesprächsqualität kommen.
Auch das Tempo der VoLTE-Migration ist zwischen den Betreibern uneinheitlich. Der Bericht zeigt, dass DITO Telecommunity im Jahr 2025 mit einer VoLTE-Durchdringung von 41,9 % führend ist, gefolgt von Smart Communications mit 31,7 % und Globe Telecom mit 27,4 %.
Aus Sicht der Gesprächsqualität zeigen die Netzleistungen der führenden philippinischen Betreiber bereits Unterschiede. Die mediane Verbindungsaufbauzeit für VoLTE-Gespräche beträgt bei Globe 1,65 Sekunden, bei Smart 2,30 Sekunden und bei DITO 4,59 Sekunden. Auch die Sprachroutingstruktur zeigt unterschiedliche technische Wege: Bei Globe und Smart werden Mobil-zu-Mobil-Sprachgespräche fast vollständig über VoLTE abgewickelt, mit Anteilen von 99,85 % bzw. 99,94 %. Bei DITO wird ein erheblicher Teil der Sprachdienste noch über EPS Fallback abgewickelt, während der Anteil der direkt über VoLTE gerouteten Gespräche bei 11,11 % liegt. Diese Unterschiede beeinflussen das tatsächliche Nutzererlebnis hinsichtlich „schnellem Verbindungsaufbau beim Wählen, stabilen Gesprächen und klarer Verständlichkeit in Gebieten mit schwacher Abdeckung". Sie wirken sich auch auf das Tempo aus, mit dem die Betreiber im Zuge der 3G-Abschaltung Spektrum freigeben, Wartungskosten für alte Netze senken und die Sprachqualität in 4G/5G-Netzen verbessern können.
Die Herausforderung der 3G-Abschaltung auf den Philippinen für die Betreiber geht über das bloße Abschalten alter Geräte und die Neuzuweisung von Spektrum hinaus. Alte Feature-Phones, günstige Smartphones, Endgeräte ohne aktiviertes VoLTE, IoT-Geräte von Unternehmen, Nutzer in abgelegenen Gebieten und Gruppen, die stark auf mobile Sprachdienste angewiesen sind, müssen vor der Abschaltung identifiziert und migriert werden. Unter regulatorischen Auflagen müssen öffentliche Telekommunikationsanbieter technische Übergangspläne vorlegen, die unter anderem regionale Abschaltungszeitpläne, die Entsorgung stillgelegter Geräte, öffentliche Aufklärung und Unterstützung für die Verbrauchermigration umfassen. Für einen Markt wie die Philippinen mit vielen Inseln und großen Unterschieden in den Netzwerkbedingungen zwischen städtischen und ländlichen Gebieten muss die 3G-Abschaltung gleichzeitig die Spektrumeffizienz und die grundlegende Kommunikationskontinuität berücksichtigen. Insbesondere gilt es, Dienstunterbrechungen für ländliche Gebiete, Notfall- und Katastrophenfälle sowie einkommensschwache und ältere Nutzergruppen zu vermeiden.
Mit dem anhaltenden Wachstum des Datenverkehrs durch mobiles Internet und KI-Anwendungen ist es für die philippinischen Betreiber real notwendig geworden, 3G-Spektrum freizugeben und die 4G/5G-Kapazitäten zu erhöhen. Eine Steigerung der VoLTE-Einführungsrate ermöglicht es den Betreibern, ihre Abhängigkeit von traditionellen Sprachnetzen zu verringern und mehr Spektrum und Investitionen in Hochgeschwindigkeitsdaten, 5G-Abdeckung, Unternehmensleitungen, Fixed Wireless Access und digitale Dienste zu lenken. Die weiteren Entwicklungen hängen von der Geschwindigkeit der VoLTE-Endgeräteverbreitung, den Migrationssubventionen der Betreiber, der Kompatibilitätsliste für günstige Modelle, der Abdeckungsqualität in abgelegenen Gebieten und dem Fortschritt der regulatorischen Umsetzung ab. Wenn es den Philippinen gelingt, die VoLTE-Einführungsrate vor der 3G-Abschaltung deutlich zu erhöhen, wird die Modernisierung des Mobilfunknetzes reibungsloser verlaufen. Bei unzureichendem Migrationstempo könnte die 3G-Abschaltung jedoch zuerst Probleme bei der Sprachkontinuität und der Dienstbereitstellung in Gebieten mit schwacher Abdeckung offenlegen.
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