Über 5 Millionen Bäume im nigerianischen Bundesstaat Gombe gepflanzt, um dem Klimawandel zu begegnen
2026-06-07 13:45
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de.wedoany.com-Bericht: Anlässlich des Weltumwelttags 2026 unter dem Motto „Klimaschutz" wurde der nigerianische Bundesstaat Gombe als Vorbild für Klimaresilienz und nachhaltiges Umweltmanagement im Land ausgezeichnet. Der amtierende Direktor für Informationsangelegenheiten des Bundesstaates, Richard James, erklärte, dass Gombe durch die von der Regierung von Gouverneur Muhammadu Inuwa Yahaya umgesetzten Umwelt- und Anpassungsmaßnahmen bedeutende Fortschritte bei der Bewältigung klimabedingter Herausforderungen erzielt habe.

In einer Erklärung zum Gedenktag wies James darauf hin, dass der Klimawandel eine der größten Bedrohungen für die Menschheit darstelle. Weltweit wirkten sich hohe Temperaturen, Niederschlagsanomalien, Wüstenbildung, Überschwemmungen und Landdegradation negativ auf Lebensgrundlagen und wirtschaftliche Entwicklung aus. Im halbtrockenen Gebiet Nigerias gelegen, seien die Auswirkungen von Wüstenerosion, Bodenerosion, abnehmender Vegetationsbedeckung und Klimavariabilität auf Landwirtschaft, Wasserressourcen und ländliche Gemeinden in Gombe noch gravierender.

James zufolge habe Gouverneur Yahaya, der weithin als „grüner Gouverneur" bekannt sei, das Konzept des Klimaschutzes bereits übernommen, lange bevor es zum diesjährigen Thema des Weltumwelttags wurde. Eine der Schlüsselmaßnahmen sei die 2019 gestartete Initiative „Gombe Goes Green" (auch als 3G-Projekt bekannt). Im Rahmen dieses Projekts wurden im gesamten Bundesstaat über 5 Millionen Bäume gepflanzt, um die Wüstenbildung einzudämmen, die Vegetation wiederherzustellen und die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Der Projektumfang habe sich zudem von der Baumpflanzung auf Umweltbildung, Biodiversitätsschutz, ökologische Wiederherstellung, Schaffung von Arbeitsplätzen und Gemeindebeteiligung ausgeweitet. Traditionelle Herrscher, Jugend- und Frauengruppen, Schulen, zivilgesellschaftliche Organisationen, lokale Regierungen und Entwicklungspartner seien mobilisiert und eingebunden worden.

James würdigte auch den Beitrag einer von Mai Tula, Alhaji Abubakar Buba Atare II, geleiteten speziellen Umweltarbeitsgruppe zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Klimawandel und nachhaltige Umweltpraktiken. Laut Forschungsergebnissen, die im Nigerian Journal of Agriculture and Agricultural Technology veröffentlicht wurden, trage die Initiative zur Armutsbekämpfung in den teilnehmenden Gemeinden, zur Verbesserung der Ernährungssicherheit, zu besseren Ergebnissen im öffentlichen Gesundheitswesen und zur Stärkung der Umwelt-infrastruktur bei.

Der Bundesstaat Gombe verstärke seine Bemühungen zur Bekämpfung von Bodenerosion und Landdegradation durch das Nigerian Erosion and Watershed Management Project (NEWMAP) und das Agro-Climatic Resilience in Semi-Arid Landscapes Project (ACReSAL). Über 1.000 Hektar degradiertes Land seien bereits wiederhergestellt worden, während drei Haupterosionsstellen (die sich über fast 50 Kilometer erstrecken) stabilisiert worden seien oder sich in Bearbeitung befänden, darunter die Erosionsstelle an der Gombe State University, die Erosionsstelle am Federal College of Education sowie das Erosionsprojekt an der Government Girls' Comprehensive College in Doma. Diese Projekte schützten kritische Infrastruktur, Häuser, Ackerland, Straßen, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen vor Umweltschäden.

Im Bereich Abfallmanagement wurde durch das ACReSAL-Projekt eine ehemalige Mülldeponie in eine Anlage zur Abfallverwertung umgewandelt, die durch Recycling und Ressourcenrückgewinnung Arbeitsplätze schafft und gleichzeitig die Umweltverschmutzung reduziert. Die Gombe State Environmental Protection Agency (GOSEPA) habe in Zusammenarbeit mit ACReSAL 203 Abfallsammelstellen im Stadtgebiet von Gombe eingerichtet, um Hygiene und Abfallentsorgung zu verbessern. Die Landesregierung fördere zudem energiesparende Kochherde, um die Abhängigkeit von Brennholz zu verringern, Kohlenstoffemissionen zu senken und den Druck auf die Waldressourcen zu mindern.

James würdigte die Fortschritte, betonte jedoch, dass die Bemühungen der Regierung allein nicht ausreichten, um den Klimawandel zu bewältigen. Er rief die Bewohner auf, sich durch Baumpflanzungen, ordnungsgemäße Abfallentsorgung, Wassersparen und energieeffiziente Praktiken aktiv zu beteiligen. Er forderte zudem die Annahme und Umsetzung der nationalen Klimapolitik Nigerias auf Landesebene, um das Klimarisikomanagement zu stärken und eine nachhaltige Entwicklung zu unterstützen. James beschrieb Gombe als ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen Regierung, traditionellen Institutionen, Entwicklungspartnern, zivilgesellschaftlichen Gruppen und Bürgern und erklärte, dass Klimaschutz für Wirtschaftswachstum, soziales Wohlergehen und den Schutz künftiger Generationen von entscheidender Bedeutung sei.

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