de.wedoany.com-Bericht: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko wird erstmals umfassend Künstliche Intelligenz einführen und in den Kernbereichen des Turniers einsetzen. Die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) wird bei diesem Turnier mehrere innovative Technologien einsetzen, darunter ein 3D-Digitalmensch-Abseitsentscheidungssystem, am Schiedsrichter getragene Kameras und eine Torlinientechnologie für Schiedsrichteruhren, um die Entscheidungsgenauigkeit und das Zuschauererlebnis zu verbessern.

Im Bereich der Abseitsentscheidungen hat die FIFA in Zusammenarbeit mit der Lenovo Group eine digitale Basis namens „Football AI Pro" entwickelt. Das System erfasst vor dem Spiel die Körperdaten der Spieler und generiert millimetergenaue, exklusive 3D-Digitalmenschen. Während des Spiels verfolgen Hochgeschwindigkeitskameras auf dem Stadiondach 29 Skelettknotenpunkte der Spieler mit einer Frequenz von 50 Mal pro Sekunde, während der im Spielball integrierte Trägheitssensor den Moment der Ballberührung mit einer Frequenz von 500 Mal pro Sekunde aufzeichnet. Nachdem alle Daten in die KI-Plattform eingespeist wurden, kann das System die Bewegungen der Spieler in Echtzeit auf die 3D-Digitalmenschen abbilden. Bei einem millimetergenauen Abseits sendet die digitale Basis innerhalb von 3 Sekunden einen Alarm an den Video-Assistenten-Raum und generiert automatisch eine dreidimensionale Erklärungsanimation, die auf die Stadionleinwand projiziert wird. Die Abseitswiederholungen, die Online-Zuschauer sehen, werden ebenfalls 3D-Digitalmensch-Animationen sein, nicht die traditionellen Standbilder im Fernsehen. Hu Guanzhong, Senior Vice President und Chief Information Officer der Lenovo Group, erklärte, dass die Gruppe an der Entwicklung von KI-gesteuerten 3D-Digitalmenschen beteiligt sei, um die Leistungen der weltbesten Spieler realistischer und präziser darzustellen.
Diese Weltmeisterschaft wird auch am Schiedsrichter getragene Kameras einführen. Diese Geräte wurden bereits bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 getestet und werden in diesem Jahr offiziell debütieren. Um das Problem der Bildverwacklungen zu lösen, wird eine KI-gestützte Bildstabilisierungs- und -verbesserungstechnologie eingesetzt, um die Bildqualität zu verbessern. Schiedsrichter Fu Ming erklärte, dass diese Technologie nicht nur das Übertragungsbild bereichere, sondern den Zuschauern auch helfe, die tatsächlichen Störungen und die Schwierigkeit der Entscheidungen zu verstehen, denen der Schiedsrichter auf dem Spielfeld ausgesetzt sei. Darüber hinaus können die von den Kameras aufgenommenen Bilder die Beobachtungsposition und den Blickwinkel des Schiedsrichters zu diesem Zeitpunkt rekonstruieren und so eine wichtige Referenz für die nachträgliche Überprüfung umstrittener Entscheidungen liefern. Die endgültige Entscheidung muss jedoch weiterhin auf den Regeln basieren und das offizielle Videosystem als Grundlage für die Tatsachenfeststellung dienen.
Im Bereich der Torlinientechnologie werden Schiedsrichteruhren zu einem neuen Hilfsmittel für Entscheidungen. Ein Sensorsystem im Stadion kann erkennen, ob der Fußball die Torlinie vollständig überquert hat, und innerhalb kürzester Zeit ein Vibrations- und visuelles Signal an die Schiedsrichteruhr senden. Wenn die Uhr eindeutig „TOR" anzeigt, kann der Schiedsrichter in Kombination mit der tatsächlichen Situation auf dem Spielfeld eine Entscheidung treffen. Fu Ming wies darauf hin, dass der Schiedsrichter trotz des technologischen Fortschritts weiterhin die beste Beobachtungsposition einnehmen müsse, die Schiedsrichterassistenten müssten auch die Situation an der Torlinie und im Strafraum im Auge behalten, und die endgültige Entscheidung müsse weiterhin auf den Regeln basieren.
Diese Weltmeisterschaft erstreckt sich über 16 Stadien in drei Ländern – den USA, Kanada und Mexiko – und umfasst 104 Spiele. Um ein einheitliches Ballgefühl auf den Spielfeldern unter verschiedenen klimatischen Bedingungen zu gewährleisten, haben mehrere Forschungseinrichtungen in Zusammenarbeit mit der FIFA eine Mischsaattechnologie für Kalt- und Warmrasen entwickelt. Das Forschungsteam verwendete warm-season Bermuda-Gras als Basis und säte oberflächlich kalt-season Roggen-Gras nach. Durch die Regulierung des Mischungsverhältnisses, der Wurzeltiefe und der Oberflächendichte sowie nach Tausenden von simulierten Tritttests wurden die wichtigsten Haptikindikatoren des Rasens wie Elastizität, Reibungskoeffizient und Energierückgabe vereinheitlicht. Für Stadien, in denen der Rasen temporär verlegt werden muss, entwickelte das Team eine Kunststoffanbautechnik, bei der der Rasen direkt auf einer Kunststofffolie wächst und mit etwa 5 % Kunstfasern versetzt wird, sodass der Rasen wie ein Teppich leicht aufgerollt und transportiert werden kann und innerhalb von 12 Stunden auf- oder abgebaut werden kann. Für überdachte Stadien ohne natürliches Licht verwendete das Team LED-Wachstumslampen zur zusätzlichen Beleuchtung. Durch die präzise Steuerung des Verhältnisses von blauem und rotem Licht bleibt der Rasen in geschlossenen Räumen in einem idealen Wachstumszustand.
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