Finanzierung der Eisenbahnstrecke Herat–Masar-e-Scharif in Afghanistan vorangetrieben: Geschäftsbanken planen Investition von 55 Milliarden Afghani
2026-06-09 13:52
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de.wedoany.com-Bericht: Das Eisenbahnprojekt Herat–Masar-e-Scharif in Afghanistan gilt als eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes und ist nun in eine neue Phase der Planung und Finanzierung eingetreten.

Die 657 Kilometer lange Eisenbahnstrecke wurde zuvor von usbekischen Experten bewertet, und auch die Planungsarbeiten werden voraussichtlich von usbekischer Seite übernommen. Gleichzeitig hat der Iran seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit beim Bau und der Entwicklung des Projekts bekundet.

Der Wirtschaftsanalyst Abdul Ghafar Nezami wies darauf hin, dass diese Eisenbahn die regionale Konnektivität erheblich verbessern werde. Er erklärte, dass mit der Fertigstellung dieser Strecke die Türkei, China, der Iran und sogar Saudi-Arabien über Afghanistan verbunden würden. Dies werde auch die Stellung Afghanistans im globalen Handel stärken. Der gewerbliche Güterverkehr auf dieser Strecke sei äußerst wichtig und könne dem Land jährlich beträchtliche Einnahmen bescheren.

Der jüngste Fortschritt des Projekts besteht darin, dass die Da Afghanistan Bank bekannt gegeben hat, dass die Geschäftsbanken des Landes bereit sind, das Projekt zu finanzieren. Die Kosten des Projekts werden auf fast 55 Milliarden Afghani geschätzt. Diese Nachricht wurde auf einer gemeinsamen Sitzung mit Vertretern der Zentralbank, des Finanzministeriums und der Geschäftsbanken diskutiert. Laut der Zentralbank haben Vertreter privater Banken ihr Vertrauen in eine Investition in das Projekt bekundet. Der Sprecher der Da Afghanistan Bank, Haseebullah Noori, erklärte, dass die Vertreter der Geschäftsbanken ihre volle Bereitschaft und ihr Engagement für die Beteiligung und Investition in das Projekt bekundet hätten. Es sei für sie eine Ehre, zu nationalen Projekten beizutragen, und sie würden ihrer Verantwortung für das Wirtschaftswachstum und die Entwicklung des Landes nachkommen.

Im Bereich der internationalen Zusammenarbeit hat der stellvertretende Minister des afghanischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten während eines offiziellen Besuchs im Iran Gespräche mit iranischen Beamten über das Eisenbahnprojekt Herat–Masar-e-Scharif geführt. Nach Angaben des Ministeriums betonten beide Seiten zudem die Ausweitung der Eisenbahn- und Transportkooperation zwischen Afghanistan und dem Iran. Der Sprecher des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, Mohammad Ashraf Haqshenas, erklärte, dass beide Seiten über den Bau der Eisenbahn, technische Spezifikationen und Standards, die Umsetzungsphasen, die Finanzierungsstruktur, die Projektkosten sowie die Beteiligung afghanischer und iranischer Unternehmen diskutiert und eine Absichtserklärung unterzeichnet hätten.

Die Eisenbahnstrecke Herat–Masar wird als einer der wichtigsten Wirtschaftskorridore Afghanistans angesehen. Neben der Verbindung der nördlichen Provinzen des Landes wird sie über Afghanistan auch den Iran und die Türkei mit Zentralasien und schließlich mit China verbinden. Die Fertigstellung des Projekts wird voraussichtlich die regionale Konnektivität stärken und Afghanistan jährlich Transit-Einnahmen in Milliardenhöhe (Afghani) bescheren.

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