Schweizer Startup Duokey veröffentlicht kostenloses Tool zur Bewertung von Quantenrisiken
2026-06-21 10:41
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de.wedoany.com-Bericht: Auf der VivaTech-Konferenz in Paris hat das Unternehmen Duokey aus dem Kanton Waadt ein kostenloses Tool namens „Quantum Risk Score“ vorgestellt, das Organisationen dabei hilft, ihre kryptografische Exposition gegenüber Quantenbedrohungen zu bewerten. Duokey gibt an, dass das Tool Unternehmen konkrete Unterstützung beim Übergang zur quantenresistenten Kryptografie bieten soll.

Das Tool analysiert öffentlich beobachtbare Signale und berechnet eine Bewertung von 0 bis 100, ohne dass ein Zugriff auf interne Systeme der Organisation erforderlich ist. Unternehmen erhalten so einen prägnanten und überprüfbaren Überblick über ihren Vorbereitungsstand im Hinblick auf die erwartete Entwicklung kryptografischer Standards. Nach Abschluss der Bewertung können Organisationen zudem einen 30-minütigen Beratungstermin mit dem Duokey-Team vereinbaren.

Duokey weist in einer Erklärung darauf hin, dass die mit der Quantentechnologie verbundenen Risiken zunehmen. So sammeln Cyberkriminelle bereits verschlüsselte Daten, um sie in Zukunft zu entschlüsseln, sobald die Quantencomputertechnologie ausgereift ist. Gleichzeitig erhöht die Verschärfung der Regulierungen den Handlungsdruck. Duokey verweist insbesondere auf die für 2027 geplanten CNSA-2.0-Anforderungen der US-amerikanischen National Security Agency (NSA) sowie die geplante Abschaffung von RSA-2048 und ECDSA durch das National Institute of Standards and Technology (NIST) bis 2030. Das Startup bezeichnet Letzteres als „kryptografische Säule der Infrastruktur der meisten Unternehmen“.

Quantencomputer könnten in einer ungewissen, aber voraussichtlich nicht allzu fernen Zukunft viele der derzeit gängigen Verschlüsselungsmethoden obsolet machen. Dies ist auch der Grund, warum das Problem heute bereits dringlich erscheint, und quantensichere Methoden bieten ebenfalls keine absolute Sicherheit – dieser Standpunkt wird in einem Interview mit Morton Swimmer, Chef-Threat-Researcher bei Trend Micro, näher erläutert.

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