Britischer PAS 2080-Standard hilft, Kohlenstoffemissionen von Projekten um 67 % zu reduzieren
2026-06-23 14:46
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de.wedoany.com-Bericht: Der Tiefbau und die Infrastrukturbranche gehören zu den Sektoren mit den höchsten Kohlenstoffemissionen weltweit. Der britische Standard PAS 2080 bietet einen integrierten Ansatz für das Kohlenstoffmanagement von Gebäuden und Infrastruktur, der darauf abzielt, Emissionen über den gesamten Lebenszyklus zu reduzieren. Die von diesem Standard propagierte Kohlenstoffhierarchie priorisiert die Vermeidung von Kohlenstoffemissionen, gefolgt von Reduzierung, Substitution oder Kompensation. Als Tiefbau- und Infrastrukturingenieure ist es unerlässlich, die Dynamik zur Reduzierung des Kohlenstoff-Fußabdrucks beizubehalten, unabhängig von der Größe oder dem Standort des Projekts. Dies trägt nicht nur zur Erreichung staatlicher Ziele bei, sondern senkt auch die Kosten über den gesamten Lebenszyklus des Projekts und fördert ein breiteres systemisches Denken.

Der PAS 2080-Standard wurde bereits in realen Projekten validiert. Die von Anglian Water geführte Strategic Pipeline Alliance (SPA) wandte ihn auf ein großes Infrastrukturprojekt an. Dieses Projekt transportiert über 320 Kilometer unterirdische Verbindungsleitungen von Grimsby nach Milton Keynes 256 Millionen Liter Wasser, um künftigen Dürren zu begegnen. Der anfänglich geschätzte Kapital-Kohlenstoff-Fußabdruck der Allianz lag bei über 300.000 Tonnen. Durch die Festlegung eines Reduktionsziels von 65 % und die Zusammenarbeit mit Partnern zur Optimierung des Designs sowie den Einsatz kohlenstoffarmer Materialien und Technologien wurde letztlich eine Emissionsreduktion von 67 % erreicht. Ein weiteres Projekt – die neu eröffnete Melton Mowbray Distributor Road im Nordosten – demonstrierte die Wirksamkeit von Kohlenstoffreduzierung über den gesamten Lebenszyklus, Materialwiederverwendung und kohlenstoffarmen Baumethoden. Vor Ort wurde Kaltasphalt mit einem Recyclinganteil von bis zu 92 % hergestellt und verwendet, der das gesamte 7 Kilometer lange Projekt abdeckte; die Vor-Ort-Produktion reduzierte die Fahrleistung von Schwerlastfahrzeugen um über 50.000 Meilen, wodurch Transportemissionen gesenkt wurden; die Einführung von Elektrofahrzeugen vor Ort reduzierte die Kohlenstoffemissionen um weitere 31,5 Tonnen. Diese Methoden verringerten nicht nur die Umweltauswirkungen, sondern steigerten auch die Betriebseffizienz.

PAS 2080 bietet eine praktische Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfungskette – von Vermögensinhabern über Planer und Bauunternehmer bis hin zu Lieferanten – in die Reduzierung der Auswirkungen auf den Klimawandel einzubeziehen. Ingenieuren wird empfohlen, den Standard sowie das dazugehörige Leitfadendokument der ICE (Institution of Civil Engineers) herunterzuladen und in ihren Projekten anzuwenden.

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