de.wedoany.com-Bericht: Die russische EVOBLAST-Gruppe (Группа «ЭВОБЛАСТ») hat auf einer kürzlich stattgefundenen Konferenz einen umfassenden Ansatz vorgestellt, der darauf abzielt, durch Digitalisierung und elektronische Zündsysteme die Probleme bei Bohr- und Sprengarbeiten (БВР) zu lösen, wie z. B. geringe Zündgenauigkeit, unzureichende Kontrolle in den einzelnen Phasen und schlechte Qualität der Sprengstückgröße. Diese traditionellen Schwachstellen wirken sich direkt auf die Wirtschaftlichkeit des Bergbaus aus, insbesondere unter komplexen geologischen Bedingungen.

Ein Kernstück dieses umfassenden Ansatzes ist der Einsatz elektronischer Zünder vom Typ iDet®, der die Vielfalt der Installationsmöglichkeiten für Sprengnetze erweitert und so eine flexible Kontrolle der seismischen Effekte und der Qualität der Sprengstückgröße ermöglicht. Das digitale Ökosystem des Unternehmens, „БВР Контроль“ (Bohr- und Sprengkontrolle), wird als Schlüsselelement dieses Ansatzes betrachtet. Diese Plattform ermöglicht eine durchgängige Kontrolle vom Laden des Projekts bis zur Erstellung des Berichts, analysiert automatisch Bohr- und Sprengparameter, erfasst Abweichungen und reduziert menschliche Fehler. Das System funktioniert auch bei instabiler Netzwerkverbindung: Ingenieure laden das Projekt vor Ort über das Internet, Bediener erfassen die Bohrparameter offline, und die Daten werden bei Rückkehr in den Netzwerkbereich automatisch mit dem Server synchronisiert, wodurch Abweichungen zwischen Ist- und Sollparametern in Echtzeit analysiert werden können.

Um das Problem der Zerstörung des Gesteins durch seismische Effekte bei Sprengungen im Bereich der Tagebauböschungen, das zu Böschungsabbrüchen und -einstürzen führt, zu lösen, empfiehlt die EVOBLAST-Gruppe den Einsatz von Bohrloch- und Oberflächengeophonen für detaillierte Überwachung sowie die Anpassung der Bohr- und Sprengparameter in den Böschungsblöcken. Durch den Einsatz elektronischer Zündsysteme, Entlastungsintervalle und die Optimierung der Sprengrichtung kann das Niveau der seismischen Effekte im Vergleich zu herkömmlichen Methoden um das 1,5- bis 2-fache gesenkt werden. Iwan Kowaltschuk (Иван Ковальчук) wies darauf hin, dass dieser Ansatz die Böschungsstabilität und die Arbeitssicherheit erhöht, während die Kombination von Entlastungsintervallen mit elektronischen Zündsystemen die Breite der Böschungsblöcke, die bei einer einzigen großflächigen Sprengung abgebaut werden, mehr als verdoppeln, die Grabeffizienz um 10 % bis 15 % steigern und die Anzahl der Sprengtage reduzieren kann.
Die EVOBLAST-Gruppe und das Unternehmen Piklema stellten außerdem den auf Computer Vision basierenden Hardware-Software-Komplex EvoVision.Shovel vor. Dieses System wird auf Baggern installiert und analysiert kontinuierlich die Korngrößenverteilung des Gesteins während des gesamten Aushubzyklus eines Sprengblocks. Es ist für die meisten Baggermodelle geeignet, arbeitet unter rauen Klimabedingungen und erfordert keine komplexe Wartung. Zu den Hauptaufgaben des Systems gehören: Kontrolle der Sprengstückgröße, Kontrolle der Sohlenhöhe, Kontrolle des Schaufelzyklus, hochpräzise Positionierung der Schaufel, Optimierung der Bohr- und Sprengparameter sowie Verbesserung der Qualität der Nutzmineralgewinnung. Berichten zufolge kann EvoVision.Shovel die Bohr- und Sprengparameter optimieren, den spezifischen Sprengstoffverbrauch um bis zu 25 % senken, die Grabeffizienz um bis zu 8 % steigern und die Kosten für Bohren und Laden im Durchschnitt um 5 % reduzieren.
Die von der EVOBLAST-Gruppe vorgestellten Entwicklungen decken die Bereiche präzise Zündung bei Bohr- und Sprengarbeiten, seismische Überwachung, Kontrolle der Sprengstückgröße und Qualität der Nutzmineralgewinnung ab. Das Unternehmen ist seit 1993 auf dem russischen Markt tätig, beschäftigt über 700 Experten und ist von der Kola-Halbinsel bis zum Fernen Osten tätig. Es konzentriert sich auf die Bereitstellung von gewerblichen Sprengstoffen, Ingenieurdienstleistungen und innovativen Komplettlösungen für die Bergbau- und Bauindustrie.










