de.wedoany.com-Bericht: Die südargentinische Provinz Chubut bemüht sich um Investitionen in Rechenzentren und die Entwicklung eines zweiten Unterseekabel-Landepunkts im Land, um die Einstiegspunkte für internationale Datenströme zu diversifizieren und die nationale Anbindungskapazität zu erweitern. Die Provinz gibt an, Wettbewerbsvorteile in Bezug auf die Verfügbarkeit von Energieressourcen, die strategische Lage im Südatlantik, die Integration in den Zweiozean-Glasfaserkorridor sowie Freihandelszonen zu besitzen.
Derzeit laufen alle in Argentinien ankommenden Unterseekabel an der Küste von Las Toninas zusammen, während Chubut etwa 1.400 Kilometer südlich von Las Toninas liegt. In Zukunft werden voraussichtlich weitere Kabel landen, darunter ein Landprojekt namens „Paso Pehuenche", das von dem chilenischen staatlichen Infrastrukturfonds Desarrollo País geleitet wird und die Verlegung eines grenzüberschreitenden Glasfaserkabels plant, das den Pazifik mit dem Atlantik verbindet.
Chubut erstreckt sich vom Atlantik bis zu den an Chile grenzenden Anden über eine Distanz von etwa 500 Kilometern. Berichten zufolge strebt die Provinz die Schaffung einer eigenen Zweiozean-Verbindungsroute an, um den Atlantik mit dem Pazifik zu verbinden. Derzeit liegt der Arbeitsschwerpunkt jedoch auf der Beschaffung von Mitteln für eine neue Anlegestation, wofür multilaterale Finanzierung gesucht wird. Die Region Patagonien, die sich über Teile Argentiniens und Chiles erstreckt, versucht ebenfalls, Investitionen in Rechenzentren anzuziehen. Laut BNamericas beträgt die derzeitige Gesamtinstallationskapazität von Rechenzentren in Argentinien nur 32 Megawatt, verteilt auf 13 Einrichtungen.










