Google-KI zitiert Facebook 19,5 Millionen Mal
2026-07-21 10:11
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de.wedoany.com-Bericht: Die KI von Google bezieht bei der Beantwortung von Nutzerfragen zunehmend Informationen von Social-Media-Plattformen statt von traditionellen Websites. Eine aktuelle Studie zeigt, dass soziale Plattformen zur zentralen Quelle für ihre Antworten geworden sind, während Nutzer diese Plattformen in der Regel nicht direkt besuchen.

Neue Studie: Google-KI zitiert Facebook 19,5 Millionen Mal

Die Daten stammen von der Unternehmens-SEO-Firma BrightEdge. Deren Tool verfolgt rund 300 Millionen monatliche Suchanfragen. Obwohl dies lediglich eine Schätzung des Unternehmens darstellt, ist der aufgezeigte Trend nicht zu übersehen. BrightEdge gibt an, dass Facebook als Informationsquelle in 19,5 Millionen Google-KI-Übersichten auftaucht, Instagram 877.000 Mal und TikTok 78.000 Mal. Das bedeutet, dass etwa jede 15. Suche dazu führt, dass die Google-KI Social-Media-Inhalte zur Generierung einer Antwort heranzieht. Damit wird die Plattform von Meta zur größten einzelnen Informationsquelle für die Google-KI.

Diese Veränderung spiegelt einen Wandel in der Arbeitsweise der Künstlichen Intelligenz wider. Die Google-KI verhält sich eher wie ein Forscher: Sie verweist nicht direkt auf Marken-Websites, sondern extrahiert Informationen aus breiteren Diskussionen zu bestimmten Themen, darunter Beiträge, Videos, Community-Diskussionen und Creator-Inhalte. BrightEdge beschreibt die verschiedenen Plattformen als unterschiedliche „Experten": Facebook deckt lokale und Community-Signale ab, Instagram behandelt Lebensstil und Kultur, TikTok konzentriert sich auf virale Trends und Deals, Reddit bietet Erfahrungen aus erster Hand und YouTube ist für Anleitungen zuständig. Beispielsweise wurde ein Facebook-Beitrag über die Cincinnati Reds verwendet, um eine Suchanfrage zu Live-Sportübertragungen mit einem monatlichen Suchvolumen von 11,6 Millionen zu beantworten; ein Instagram-Beitrag leitete eine Anfrage zu mobilen Bezahl-Apps an.

Für Marken und Vermarkter bedeutet dieser Trend, dass es nicht mehr gleichbedeutend mit einem hohen Ranking auf der eigenen Website ist, in KI-Antworten gesehen zu werden. Jim Yu, CEO von BrightEdge, erklärt, dass die „soziale Seite" der Google-KI die Art und Weise verändert habe, wie Marken Sichtbarkeit betrachten – ein Beitrag, ein Video oder ein Community-Thread könne ausreichen, um die Antwort zu formen, die Kunden sehen. Dies führt zum Konzept der „Generative Engine Optimization", bei dem das Ziel darin besteht, zu beeinflussen, was die Künstliche Intelligenz sagt, anstatt nur um Seitenplatzierungen zu kämpfen. Marken stehen auch vor einer Falle: Der Einfluss könnte von Konten ausgehen, die sie nicht kontrollieren – ein Nischen-Reddit-Beitrag oder eine lokale Gruppe könnte einflussreicher sein als eine sorgfältig gestaltete offizielle Unternehmensseite.

Derzeit sind soziale Informationsströme nicht mehr nur Orte, an denen Menschen Inhalte durchstöbern; sie werden zunehmend zum Hauptschauplatz, an dem die Google-KI nach Antworten sucht.

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