de.wedoany.com-Bericht: Die nigrische Telekommunikationsregulierungsbehörde (ARCEP) bereitet die Neuordnung der für die Mobilkommunikation erforderlichen Frequenzen vor, um die Voraussetzungen für den Ausbau der fünften Mobilfunkgeneration (5G) zu schaffen. Diese Frequenzanpassung ist Teil der Umsetzung des nationalen Frequenzzuweisungsplans (PNAF) 2025 und erstreckt sich über den Zeitraum von 2027 bis 2029.

Die konkreten Anpassungen betreffen drei Frequenzbänder. Das 600-MHz-Band wird derzeit hauptsächlich für das digitale terrestrische Fernsehen (TNT) genutzt. Die ARCEP ist der Ansicht, dass die Nutzung dieses Bandes durch das terrestrische Fernsehen aufgrund der Entwicklung neuer audiovisueller Zugangswege wie IPTV und Online-TV-Dienste (OTT) begrenzt ist. Daher plant sie, dieses Band den Mobilfunkdiensten für 4G- und 5G-Netze neu zuzuweisen, insbesondere in ländlichen Gebieten, um die Abdeckung zu verbessern. Das 700-MHz-Band wird teilweise von Rundfunkdiensten belegt; die entsprechenden Fernsehdienste werden schrittweise in andere Teile des Rundfunkbandes verlagert, um dieses Band für 4G und 5G freizugeben. Das 3,5-GHz-Band gilt als Schlüsselressource für den 5G-Ausbau. Die ARCEP plant, ausreichend große zusammenhängende Frequenzblöcke für Mobilfunkbetreiber freizugeben und die derzeit dieses Band nutzenden festen Funkzugangsnetze (FWA/BWA) auf andere Ressourcen wie das 6-GHz-Band zu migrieren.
Die ARCEP hat vom 20. Juli bis zum 31. August 2026 eine öffentliche Konsultation gestartet, um Meinungen von Betreibern, Akteuren der Telekommunikationsbranche und anderen Nutzern von Funkfrequenzen zu den vorgeschlagenen Richtungen einzuholen. Die Frequenzneuordnung erfolgt in Phasen: Zunächst werden die derzeitigen Nutzer der betreffenden Bänder identifiziert und durch die öffentliche Konsultation Rückmeldungen eingeholt; anschließend werden Migrationspläne, Begleitmaßnahmen und ein Zeitplan für die Frequenzfreigabe festgelegt. Nach Abschluss der Neuordnung kann die Behörde die freigegebenen Frequenzen und die dazugehörigen Lizenzen durch Ausschreibungen oder Auktionen an Betreiber vergeben, die 5G ausbauen möchten, und in spezifischen Statuten Bedingungen wie Abdeckungsverpflichtungen, Dienstqualität und Investitionszusagen festlegen.
Danach können Telekommunikationsbetreiber 5G-kompatible Infrastruktur bereitstellen und ihren Nutzern je nach Geschäftsstrategie Dienste anbieten. Derzeit hat die nigrische Regierung noch keinen konkreten Zeitplan für den kommerziellen 5G-Ausbau bekannt gegeben. Laut dem neuesten Jahresbericht 2024 der ARCEP bleibt 5G eine zukünftige Priorität. Die Behörde betont die Notwendigkeit, durch regulatorische und steuerliche Anreize einen förderlichen Rahmen für Investitionen in neue Technologien wie 5G, das Internet der Dinge und Glasfasernetze zu schaffen. Derzeit ist 2G noch die am weitesten verbreitete Mobilfunktechnologie in Niger. Daten der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) aus dem Jahr 2024 zeigen, dass 2G 87 % der Bevölkerung abdeckt, die 3G-Abdeckung bei 44 % liegt und das 2019 eingeführte 4G 40 % der Nigerianer erreicht.










