AGC Chemicals in Großbritannien plant Werksschließung bis Jahresende – 190 Mitarbeiter betroffen
2026-07-27 10:53
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de.wedoany.com-Bericht: AGC Chemicals Europe schlägt die Schließung seines Produktionswerks im Hillhouse Technology Enterprise Zone in Thornton Cleveleys, Großbritannien, vor und führt derzeit Gespräche mit Mitarbeitern und deren Vertretern. Der Prozess soll bis Ende August dauern; sollte der Vorschlag angenommen werden, könnte das Werk Ende des Jahres endgültig geschlossen werden, wovon alle 190 Mitarbeiter betroffen wären.

Das Unternehmen gibt an, dass das Werk in den letzten vier Jahren Verluste erlitten habe und mit erheblichen finanziellen und betrieblichen Schwierigkeiten konfrontiert sei. Trotz fortlaufender Investitionen sei der Betrieb im aktuell turbulenten und wettbewerbsintensiven Marktumfeld nicht mehr aufrechtzuerhalten.

Kurz vor der Bekanntgabe des Schließungsvorschlags berichtete der britische „Guardian“, dass sich über 90 Anwohner für eine potenzielle rechtliche Klage registriert hätten, in der sie dem Werk vorwerfen, durch die Produktion von PFAS-Stoffen lokale Verschmutzung verursacht zu haben. Der Vorfall fand auch in den lokalen Medien große Beachtung.

Das Werk verwendete Perfluoroctansäure (PFOA) zur Herstellung von Polytetrafluorethylen (PTFE, bekannt als Teflon). Zwischen 1950 und 2012 wurden insgesamt rund 49 Tonnen PFOA in die Umwelt freigesetzt. Da die Substanz mit einem erhöhten Risiko für Nierenkrebs in Verbindung gebracht wird, ist die Verwendung von PFOA seit 2020 weltweit verboten.

Im Rahmen der Untersuchungen führten die britische Umweltbehörde und die lokalen Behörden PFOA-Tests an Böden und lokalen landwirtschaftlichen Produkten durch, die eine weitreichende Kontamination zeigten. Gleichzeitig ergab eine von der Regierung in Auftrag gegebene Studie, dass die Nierenkrebsrate in der Nähe des Werks über dem erwarteten Niveau lag. Die Studie fand keine Hinweise auf eine Krebshäufung oder einen direkten Zusammenhang mit Umweltfaktoren, doch externe Experten bezeichneten die Ergebnisse als „zutiefst besorgniserregend“ und forderten weitere Untersuchungen, einschließlich Bluttests.

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