de.wedoany.com-Bericht: Der CEO von Poste Italiane, Matteo Del Fante, erklärte bei der Kommentierung der Ergebnisse des zweiten Quartals 2026, dass das Unternehmen die Entwicklung zur Plattformgesellschaft beschleunige und das öffentliche Übernahmeangebot (Opas) für Tim vorantreibe.

Del Fante wies darauf hin, dass die Ergebnisse nicht nur die Stabilität des Geschäfts bestätigten, sondern auch den Beginn eines neuen Kapitels in der Unternehmensentwicklung markierten, wobei die Wege für die wichtigsten strategischen Projekte klar seien. Er erläuterte, dass Poste Italiane ihre einzigartigen Eigenschaften nutze und mit Künstlicher Intelligenz-Infrastruktur ausgestattet sei, um die Entwicklung zur Plattformgesellschaft zu beschleunigen, und dass Tim die ideale Ergänzung zur Stärkung dieser Plattform sei. Am 18. Juli befand der Vorstand von Tim einstimmig, dass die Gegenleistung des Angebots von Poste Italiane aus finanzieller Sicht angemessen sei, und bewertete die strategische Vernünftigkeit und die industriellen Perspektiven der Transaktion positiv. Die Angebotsfrist begann am 20. Juli, endet am 11. September und kann möglicherweise zwischen dem 21. und 25. September wiedereröffnet werden. Die Vorlage des Industrieplans für die neue integrierte Einheit wird im ersten Quartal 2027 erwartet.
Im zweiten Quartal 2026 erzielte Poste Italiane einen Umsatz von 6,8 Milliarden Euro, ein Anstieg von 6 % im Vergleich zum Vorjahr; das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) betrug 1,8 Milliarden Euro, ein Plus von 7 %; der Nettogewinn erreichte mit 1,2 Milliarden Euro ein Rekordhoch. Die Nettozuflüsse bei Anlageprodukten beliefen sich im Quartal auf 2,7 Milliarden Euro, die Geschäftsdynamik bei Postsparbriefen verbesserte sich, die Retail-Einlagen blieben stabil, und das gesamte Finanzanlagevermögen erreichte 613 Milliarden Euro.
Im Bereich Briefe, Pakete und Zustellung wurde das Wachstum durch Pakete und Logistik getrieben, während die Briefumsätze von den Neupreisierungsmaßnahmen profitierten. Die Einnahmen aus Finanzdienstleistungen stiegen im ersten Halbjahr auf 3 Milliarden Euro, die Einnahmen aus Versicherungsdienstleistungen in den Bereichen Leben, Altersvorsorge und Schutz wuchsen um 9 % auf 983 Millionen Euro. Der Postepay-Dienst behielt seinen Wachstumspfad in den Bereichen Zahlungen, Telekommunikation und Energie bei. Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete der Konzern 894 Millionen Euro an Barmitteln und bestätigte die eigenständige Prognose sowie die Dividendenpolitik für das gesamte Geschäftsjahr 2026.
Del Fante erklärte, dass das Unternehmen das physische Netzwerk durch ein nach Regionen aufgeteiltes Vertriebsmodell neu gestalte, um es flexibler und effizienter zu machen. Diese Maßnahme, die über Jahre hinweg geplant und im konstruktiven Dialog mit den Gewerkschaftsorganisationen entwickelt wurde, habe gestern zur Unterzeichnung eines historischen Abkommens mit den Gewerkschaften geführt.
Analysten der Investmentbank Intermonte kommentierten, dass die Zahlen die hervorragende Leistung des eigenständigen Geschäfts bestätigten, wobei das Versicherungsgeschäft die über den Erwartungen liegenden Ergebnisse antreibe und die Konzerndynamik mit der Prognose für das Geschäftsjahr 2026 übereinstimme. Die Analysten halten strategischere Inhalte wie das Finanzzentrum, die organisatorische Vereinfachung und das KI-gesteuerte Geschäftsmodell für wichtiger, da sie den Wandel von Poste Italiane zu einer integrierten Plattform verstärkten. Intermonte fasste zusammen, dass die Prognose für 2026 erreichbar sei und potenzielles Aufwärtspotenzial bestehe, wobei die Aktiengeschichte zunehmend mit der Umsetzung des Tim-Projekts und der Veröffentlichung des Plans für die fusionierte Einheit im ersten Quartal 2027 verbunden sei.










