de.wedoany.com-Bericht: Am 12. August haben die algerische staatliche Öl- und Gasgesellschaft Sonatrach und die algerische Düngemittelgesellschaft (AFC) jeweils zwei EPC-Verträge mit dem italienischen Unternehmen Saipem und der China Harbour Engineering Company unterzeichnet, um den Bau der ersten Phase des integrierten Phosphatprojekts voranzutreiben. Die Verträge umfassen den Abbau und die Aufbereitung von Phosphaterz, Produktionsanlagen für Düngemittel sowie die Exportinfrastruktur im Hafen von Annaba. Die genauen Beträge und die Vertragslaufzeiten wurden nicht bekannt gegeben.

Der von Saipem erhaltene EPC-Vertrag betrifft das Bergbaugebiet Bled El Hadba in der Provinz Tébessa sowie das Industriegebiet Oued El Keberit in der Provinz Souk Ahras. Der Leistungsumfang umfasst Anlagen für den Abbau und die Aufbereitung von Phosphaterz, Produktionsanlagen für Phosphat- und Stickstoffdünger sowie die für den Betrieb des Industriekomplexes erforderlichen Versorgungseinrichtungen und Hilfsanlagen.
In der ersten Phase wird in Bled El Hadba ein Komplex für den Abbau und die Aufbereitung von Rohphosphat errichtet, mit einer geplanten jährlichen Abbaumenge von 5,5 Millionen Tonnen Rohphosphat und einer jährlichen Kapazität von 3,2 Millionen Tonnen Phosphatkonzentrat. Nach der Anreicherung wird das Erz dem chemischen Verarbeitungsprozess zugeführt und dient als Rohstoff für die nachgelagerte Produktion von Phosphorsäure und Phosphatdünger.
Der Industriekomplex Oued El Keberit wird mit Anlagen für Zwischenprodukte wie Schwefelsäure, Phosphorsäure und Ammoniak ausgestattet, wodurch eine jährliche Produktionskapazität von 2,4 Millionen Tonnen Phosphatdünger und 570.000 Tonnen Harnstoff entsteht. Das Projekt nutzt zudem Erdgas zur Herstellung der für Stickstoffdünger erforderlichen Rohstoffe, sodass Phosphatabbau, Aufbereitung, Zwischenchemikalien und die Produktion von Fertigdünger eine integrierte Wertschöpfungskette bilden.
Die China Harbour Engineering Company hat den zweiten EPC-Vertrag erhalten und ist für den Bau der Begleitanlagen im Hafen von Annaba verantwortlich. Diese Anlagen übernehmen die Lagerung und den Export der restlichen Düngemittelprodukte des Projekts und verbinden so den Binnenbergbau und die Düngemittelproduktion mit dem externen Verschiffungssystem. Die Bekanntmachung enthält keine Angaben zu Liegeplatzgrößen, Lagerkapazitäten und Umschlagssystemen der Hafenanlagen.
Das Projekt trat 2025 in die wettbewerbliche Doppel-Front-End-Engineering-Design-Phase ein. Saipem erhielt in diesem Jahr den von Sonatrach vergebenen FEED-Vertrag, dessen Leistungsumfang die Bergbauanlagen in Bled El Hadba, die Verarbeitungsanlagen in Oued El Keberit, die Modernisierung des Hafens von Annaba sowie die Zubringerinfrastruktur zur Anbindung des Bergbaugebiets und des Industriegebiets an die Hauptbahnstrecke umfasst. Nach dem Vergleich zweier technischer und wirtschaftlicher Konzepte hat Sonatrach den EPC-Vertrag für die Bergbau- und Düngemittelanlagen nun an Saipem vergeben.
Das zuvor veröffentlichte langfristige Gesamtkonzept des Projekts sieht einen jährlichen Abbau von etwa 10 Millionen Tonnen Phosphaterz und eine Produktion von etwa 6 Millionen Tonnen Düngemittel vor; die nun unterzeichneten Verträge entsprechen der ersten Phase mit einer festgelegten Kapazität von 3,2 Millionen Tonnen Phosphatkonzentrat, 2,4 Millionen Tonnen Phosphatdünger und 570.000 Tonnen Harnstoff pro Jahr. Mit der Unterzeichnung der beiden EPC-Verträge geht die erste Phase von der technischen Planung und Konzeptauswahl in die Vorbereitungsphase für die Baudurchführung über.





















