US-Universität Clemson entwickelt Solar-Elektroauto-Prototyp mit über 1700 integrierten Photovoltaikzellen – Premiere auf der CES 2027
2026-08-14 14:24
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de.wedoany.com-Bericht: Ein Studententeam der Clemson University in den USA hat einen Elektrofahrzeug-Prototyp namens Deep Orange 17 (auch Luminetta genannt) entwickelt. Das Fahrzeug kombiniert Photovoltaik-Stromerzeugung mit einer optimierten Gesamtenergiesteuerung und verfolgt das Ziel, dass die Solarstromerzeugung im täglichen Stadtpendelverkehr den tatsächlichen Fahrbedarf übersteigt.

Der Deep Orange 17 ist ein zweitüriges Coupé mit zwei Sitzplätzen, das von 16 Studierenden entwickelt wurde, die kürzlich ihren Masterabschluss in Automobiltechnik an der Clemson University abgeschlossen haben. Das Projekt wurde vom Forschungs- und Entwicklungsteam von BMW sowie vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE unterstützt. In die Fahrzeugkarosserie sind über 1700 Photovoltaikzellen integriert; das Gesamtgewicht des Fahrzeugs beträgt etwa 550 Kilogramm. Das Karosseriedesign minimiert den Luftwiderstand, um jede erzeugte Energieeinheit optimal zu nutzen.

Diese Photovoltaikzellen sind kein einfaches Zusatzladesystem, sondern in die äußere Fahrzeugoberfläche integriert und erzeugen sowohl beim Parken als auch während der Fahrt Strom. Die Photovoltaik-Technologie wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme entwickelt. Die Zellen sind durch eine äußere Schutzfolie geschützt und können auch dann weiterhin Energie einfangen, wenn sich Teile der Fläche im Schatten befinden – ein besonders wichtiger Aspekt bei Fahrzeugen, da sich deren Ausrichtung zur Sonne ständig ändert.

Das Forschungsteam untersuchte die Sonneneinstrahlungsbedingungen an vier Standorten: Greenville (South Carolina), Frankfurt, Madrid und Mumbai. Die Simulationsergebnisse zeigen, dass das Fahrzeug bei einer täglichen Pendelstrecke von etwa 12 Meilen (ca. 20 km) an diesen vier Standorten im Durchschnitt eine zusätzliche Reichweite von etwa 31 Meilen (ca. 50 km) allein durch Solarenergie erzielen kann. Die tatsächliche Energieausbeute hängt weiterhin von der verfügbaren Sonneneinstrahlung, den Wetterbedingungen, der Temperatur, dem Abstellort des Fahrzeugs sowie der Dauer der Sonneneinstrahlung ab.

Neben der Solarenergie ist die Reduzierung des Fahrenergieverbrauchs ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts. Die Leichtbaustruktur verringert die für die Fahrt benötigte Energie und macht die Wirkung der Photovoltaik-Stromerzeugung deutlicher. Das äußere Design ist vom Kugelfisch inspiriert, um den Vorwärtswiderstand zu verringern. Das Fahrzeug ist außerdem mit regenerativem Bremsen, intelligentem Drehmomentmanagement und optimierter Leistungselektronik ausgestattet.

Die Kernlogik dieses Konzepts lautet: Je weniger Energie ein Fahrzeug für eine bestimmte Strecke benötigt, desto bedeutender ist der Beitrag der Solarenergieerzeugung. Der Deep Orange 17 ist nicht für die Serienproduktion gedacht, sondern ein im Rahmen des Deep-Orange-Projekts entwickelter Prototyp. In diesem Projekt entwerfen und bauen Studierende der Automobiltechnik der Clemson University funktionsfähige Fahrzeuge, um neue Mobilitätslösungen zu erforschen. Das Projekt startete im Herbst 2024 und umfasst Forschungsbereiche wie Solarenergie, Fahrzeugeffizienz, Leichtbaumaterialien und intelligente Steuerungssysteme.

Die Zusammenarbeit mit BMW setzt die langjährige Partnerschaft zwischen dem deutschen Hersteller und Universitätsprojekten fort. Ziel ist es, Studierende mit Fragestellungen und Technologien vertraut zu machen, die die Zukunft der Automobilindustrie prägen könnten. Der Prototyp verbleibt am International Center for Automotive Research der Clemson University und wird dort weiterhin für die Forschung an nachhaltigen Mobilitätstechnologien genutzt.

Der Deep Orange 17 wird außerdem auf der CES 2027 in Las Vegas ausgestellt, um der Öffentlichkeit sein solarelektrisches Mobilitätskonzept zu präsentieren.

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