OpenAI plant zweites Deutschland-Büro in Berlin

2026-08-15 14:09
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de.wedoany.com-Bericht: OpenAI-Chef Sam Altman hat angekündigt, dass das Unternehmen ein zweites Deutschland-Büro in Berlin eröffnen will. Wie er in einem Interview mit dem „Handelsblatt" verriet, verfügt der Entwickler des Chatbots ChatGPT in Deutschland bisher lediglich über ein Büro in München. Altman sprach sich zugleich für den Bau lokaler Rechenzentren in Deutschland aus, um dem anhaltend wachsenden Bedarf an KI-Infrastruktur gerecht zu werden.

Kaunas, Litauen – 19. November 2023: Auf dem Bildschirm sind das OpenAI-Logo und Sam Altman im Hintergrund zu sehen. OpenAI hat seinen CEO Sam Altman entlassen.

Deutschland nimmt in der globalen Marktlandschaft von OpenAI eine wichtige Position ein. Gemessen an der Zahl der zahlenden Abonnenten ist Deutschland der größte ChatGPT-Markt in Europa und gehört zugleich zu den drei größten weltweit. „Deutschland war schon immer einer unserer größten und am schnellsten wachsenden Märkte", sagte Altman. Er bezeichnete die deutsche Wirtschaft als einen zentralen Partner des Unternehmens, der stark auf Künstliche Intelligenz setze, und verwies dabei exemplarisch auf die Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom. Ein konkreter Eröffnungstermin für das neue Berliner Büro steht noch nicht fest, es soll jedoch „bald" seinen Betrieb aufnehmen.

Neben der Erweiterung der Büropräsenz prüft OpenAI auch die Möglichkeit, lokale Infrastruktur in Deutschland aufzubauen. Der aktuell stark gestiegene Bedarf an Rechenleistung für den Betrieb und das Training moderner KI-Modelle macht die Standortwahl für Rechenzentren zu einem zentralen Thema für KI-Unternehmen. Wie Altman mitteilte, hat er bereits erste Gespräche mit Regierungsvertretern in Berlin über mögliche Rechenzentrumsprojekte geführt, jedoch noch keine konkreten Ergebnisse erzielt. „Letztlich muss jedes Land die Frage beantworten: Will man Rechenzentren im eigenen Land bauen oder Kapazitäten in anderen Ländern anmieten", sagte Altman. Persönlich hoffe er weiterhin, dass Deutschland den Bau eigener Rechenzentren vorantreibt und dafür die notwendigen Rahmenbedingungen und Ressourcen bereitstellt.

Mit Blick auf die Sorgen der Wirtschaft über den Abfluss vertraulicher Geschäftsdaten und technologischen Wissens betonte Altman das Engagement des Unternehmens zum Schutz von Geschäftsdaten und wies die Behauptung zurück, OpenAI nutze Unternehmenseingaben zum Training künftiger KI-Modelle. OpenAI bietet Unternehmenskunden einen verbindlichen Null-Datenspeicher-Service an, das heißt, übertragene Daten werden nicht für spätere Auswertungen gespeichert. „Ich glaube fest an den Datenschutz für Unternehmenskunden", betonte Altman. Sein Ziel sei es, als Plattformanbieter für die Gesamtwirtschaft zu dienen und nicht mit den eigenen Kunden in Konkurrenz zu treten.

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