Mehrere große Rechenzentrumsprojekte in Patagonien, Argentinien, werden vorangetrieben

2026-09-08 11:41
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de.wedoany.com-Bericht: Am 7. September werden in der argentinischen Region Patagonien mehrere große Rechenzentrumsprojekte entwickelt, die sich über Neuquén, Chubut und den Süden der Provinz Buenos Aires erstrecken. Zu den Entwicklern gehören Unternehmen wie Pampa Energía, FlexDomes, Green Capital und Sur Energy. Die geplanten Kapazitäten der Projekte reichen von einigen zehn Megawatt bis zu mehreren Gigawatt. Die derzeitigen Arbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf die Energieversorgung, Grundstücke, Kommunikationsinfrastruktur und die Umsetzung von Investitionsplänen.

Pampa Energía prüft den Bau eines Rechenzentrums mit einer Kapazität von bis zu 500 Megawatt in der Nähe des Wärmekraftwerks Loma de la Lata in der Provinz Neuquén. Das Projekt sieht zunächst den Bau einer Anlage mit einer Größe von etwa 20–40 Megawatt vor, die später je nach Bedarf erweitert werden soll. Das Unternehmen schätzt, dass zur Unterstützung der endgültigen Rechenzentrumslast von 500 Megawatt Investitionen von etwa 900 Millionen US-Dollar für die begleitende Strominfrastruktur erforderlich sind, wobei die Erdgasressourcen der Region Vaca Muerta zur Stromerzeugung genutzt werden sollen. Pampa bietet derzeit potenziellen Projektinvestoren Energiepreismodelle an.

Auch das US-amerikanische Unternehmen FlexDomes treibt ein Rechenzentrumsprojekt in Neuquén voran. Die erste Ausbaustufe sieht eine Kapazität von 120 Megawatt vor, mit geschätzten Investitionen von etwa 1,4 Milliarden US-Dollar. Das Projekt befindet sich derzeit in der Phase der Investorenakquise und der Vorbereitung der Entwicklung; die Stromversorgung des Rechenzentrums soll über lokale Energieressourcen sichergestellt werden.

Südlich von Trelew in der Provinz Chubut ist ein noch größeres Rechenzentrumsprojekt geplant. Das polnische Unternehmen Green Capital treibt dort die Entwicklung eines Rechenzentrums mit bis zu 3000 Megawatt voran; die erste Ausbaustufe soll voraussichtlich etwa 3 Milliarden US-Dollar kosten. Das Unternehmen hat bereits eine Fläche von etwa 1298 Quadratkilometern gepachtet und plant den gleichzeitigen Bau von Wind- und Photovoltaikanlagen, um das Rechenzentrum mit eigener Energie zu versorgen. Das Projekt soll 2027 im Rahmen des argentinischen Großinvestitionsförderungssystems beantragt werden.

In Bahía Blanca in der Provinz Buenos Aires wird parallel die Infrastruktur für Rechenzentren ausgebaut. Pampa Energía hat zugestimmt, für die erste Phase des lokalen Projekts 30 Megawatt Strom bereitzustellen. Der Betreiber der örtlichen Freihandelszone baut derzeit einen IT-Park und plant, bis Ende 2026 eine endgültige Investitionsvereinbarung abzuschließen.

Zuvor wurde in Argentinien auch das von Sur Energy vorangetriebene Projekt Stargate Argentina bekannt gegeben. Sur Energy und OpenAI haben im Oktober 2025 eine Absichtserklärung unterzeichnet, um den Bau eines KI-Rechenzentrums mit bis zu 500 Megawatt zu prüfen, mit potenziellen Investitionen von bis zu 25 Milliarden US-Dollar. Die argentinische Regierung hat das Projekt in den Förderrahmen des Großinvestitionsförderungssystems aufgenommen. Derzeit werden noch der Standort sowie die weiteren Investitions- und Vertragsvereinbarungen evaluiert.

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