Indosol aus Indien und die Australian National University entwickeln gemeinsam hocheffiziente TOPCon-Batterien

2026-09-17 16:17
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de.wedoany.com-Bericht: Am 16. September unterzeichneten Indosol Solar aus Indien und die Australian National University eine Absichtserklärung sowie eine Kooperationsvereinbarung. Beide Parteien werden gemeinsam die nächste Generation der N-Typ-TOPCon-Photovoltaikzellenarchitektur entwickeln. Die Forschungsschwerpunkte umfassen die Steigerung des Zellwirkungsgrads, die Verbesserung der Langzeitdegradationsleistung sowie die Überführung der betreffenden Technologie von der Laborforschung in die Validierung im indischen Fertigungsumfeld. Die Kooperation wird durch das indisch-australische Technologiekommerzialisierungsprogramm (TCC) vorangetrieben und befindet sich derzeit in der Phase der gemeinsamen Forschung und Prozessoptimierung; eine kommerzielle Serienproduktion wurde noch nicht erreicht.

Diese Kooperation entspricht dem ersten Pilotprojekt des TCC. Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) Australiens gab bekannt, dass TCC 1.0 insgesamt sechs Kooperationen zwischen australischen Forschungseinrichtungen und indischen Herstellern erneuerbarer Energien unterstützt. Die Laufzeit beträgt sechs Monate; jedes australische Forschungsteam kann eine Förderung von bis zu 50.000 Australischen Dollar sowie Reisekostenunterstützung erhalten. Das Indosol Solar zugeordnete Kooperationsteam stammt von der Australian National University und wird von Dr. Rabin Basnet und Dr. Marco Ernst geleitet. Die Projektaufgabe lautet ausdrücklich „Optimierung und Entwicklung von Fertigungsprozessen für Solarzellen zur Steigerung der Produktionsleistung der Zellen".

Die Zusammenarbeit beschränkt sich nicht auf den technischen Austausch. Der TCC-Projektmechanismus verlangt, dass beide Seiten durch intensiven technischen Austausch, Vor-Ort-Besuche in indischen Fabriken, Erstellung von Forschungs- und Entwicklungsplänen sowie frühe Validierung gemeinsam arbeiten. Das Team der Australian National University wird die TOPCon-Zellenstruktur und die Fertigungsparameter auf die tatsächlichen Produktionsbedingungen von Indosol Solar abstimmen und die Forschungs- und Entwicklungslösung anschließend in dessen indisches Produktionssystem zur Prozessvalidierung überführen. Dadurch entsteht ein Technologiepfad von „Labordesign – Anpassung des Fertigungsprozesses – Validierung in der Produktionslinie – kommerzielle Skalierung".

Indosol Solar errichtet derzeit in Ramayapatnam im Bundesstaat Andhra Pradesh eine vertikal integrierte Photovoltaik-Fertigungsbasis. Das Unternehmen gab bekannt, dass seine 500-MW-Modulproduktionslinie bereits 2024 in Betrieb gegangen ist. Die geplante integrierte 1-GW-Produktionslinie für Ingots, Wafer, Zellen und Module soll 2026 den Betrieb aufnehmen; bis 2027 soll die integrierte Fertigungskapazität auf 5 GW erweitert werden. Bis 2028 plant das Unternehmen, eine Kapazität von 10 GW für Ingots, Wafer, Zellen und Module aufzubauen und zugleich in vorgelagerte Bereiche wie Polysilizium zu expandieren. Für diese Basis wurde TOPCon ausdrücklich als zentrale Zelltechnologie festgelegt. Daher kann diese gemeinsame Forschung und Entwicklung unmittelbar auf den derzeit expandierenden Zellfertigungsbereich des Unternehmens ausgerichtet werden.

Der derzeitige Technologiepfad von Indosol verwendet eine Tunneloxid-Passivierungskontaktstruktur; das Fertigungssystem umfasst die Bereiche Ingots, Wafer, Zellen und Module. In den öffentlich zugänglichen technischen Unterlagen des Unternehmens wird TOPCon als wichtigster Hocheffizienz-Zellpfad seines integrierten Fertigungsprojekts aufgeführt. Auf dieser Grundlage wird die Kooperation die Zellenstruktur und die Fertigungsabläufe weiter optimieren und sich insbesondere mit der Effizienzsteigerung sowie der Leistungsdegradation unter Bedingungen wie Beleuchtung und UV-Einstrahlung befassen.

Das TCC-Programm übernimmt zugleich eine Funktion für die kommerzielle Umsetzung. Es wird vom australischen Ministerium für Klimawandel, Energie, Umwelt und Wasser finanziert und von CSIRO umgesetzt. Ziel ist es, neue Energietechnologien australischer Forschungseinrichtungen direkt mit der Serienfertigungskapazität indischer Hersteller zu verbinden. Neben der technischen Forschung und Entwicklung umfasst die erste Pilotrunde auch Schulungen zu Markt, Regulierung und Kommerzialisierungspfaden, um die Fortführung der industriellen Zusammenarbeit mit den Forschungsergebnissen nach Projektende zu fördern.

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