Chinas Shougang Jingtang und Rio Tinto nehmen CO₂-Abscheideanlage für Gichtgas im 10.000-Tonnen-Maßstab in Betrieb

2026-09-28 11:54
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de.wedoany.com-Bericht: Am 28. September gab Rio Tinto bekannt, dass die gemeinsam mit der Shougang-Gruppe errichtete industrielle Versuchsanlage zur CO₂-Abscheidung aus Gichtgas auf dem Stahlproduktionsstandort Shougang Jingtang in Betrieb genommen wurde. Die Anlage ist an das Eisenproduktionssystem des Standorts Jingtang angeschlossen und kann bis zu 3.000 Kubikmeter Gichtgas pro Stunde verarbeiten, wobei die ausgelegte jährliche CO₂-Abscheidekapazität bis zu etwa 10.000 Tonnen beträgt. Shougang hatte zuvor mitgeteilt, dass das Projekt am 15. September offiziell in Betrieb gegangen sei; derzeit laufe das System stabil, die CO₂-Abscheiderate liege über 95 %, und alle Dekarbonisierungskennzahlen erreichten die Auslegungsstandards.

Das Projekt nutzt einen von Shougang selbst entwickelten hocheffizienten chemischen Absorber für die CO₂-Abscheidung sowie den zugehörigen Verfahrensprozess; Behandlungsgegenstand ist das bei der Eisenherstellung anfallende Gichtgas. Das Projekt wurde im November 2024 genehmigt und im Juli 2025 im Bereich des Hochofens Nr. 3 von Shougang Jingtang mit dem Bau begonnen; anschließend wurden Anlagenerrichtung, Systemanbindung und Inbetriebnahmetests abgeschlossen. Nach der Inbetriebnahme soll die Anlage langfristig für industrielle Versuche und technische Forschung genutzt und die Betriebsoptimierung des Abscheidesystems weiter vorangetrieben werden.

Die Anlage im 10.000-Tonnen-Maßstab ist der neueste Meilenstein bei der schrittweisen Skalierung der CO₂-Abscheidungstechnologie durch Shougang und Rio Tinto. Beide Seiten hatten bereits eine kleine Versuchsanlage mit einer Verarbeitungskapazität von 100 Kubikmetern Gichtgas pro Stunde errichtet und im Oktober 2024 in Betrieb genommen; anschließend wurde die Verarbeitungskapazität auf 3.000 Kubikmeter pro Stunde erweitert. Rio Tinto hatte zuvor mitgeteilt, zwischen 2023 und 2025 3,5 Millionen US-Dollar für die Forschung und Entwicklung sowie industrielle Erprobung der CO₂-Abscheidungs- und -Nutzungstechnologie von Shougang zugesagt und die technische Entwicklung großer Anlagen unterstützt zu haben.

Shougang und Rio Tinto unterzeichneten im September 2022 eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit bei kohlenstoffarmen Stahltechnologien; der Kooperationsumfang umfasst kohlenstoffarme Sinterverfahren, die Optimierung von Hochofen- und Konverterprozessen, die Abwärmenutzung von Hochofenschlacke, die Verwertung von Konverterschlacke sowie CO₂-Abscheidung und -Nutzung. Das CO₂-Abscheidungsprojekt wird dabei entlang des Pfades kleine Versuchsanlage, Errichtung einer industriellen Anlage und langfristige Betriebsforschung vorangetrieben. Aus dem Klimaoffenlegungsdokument von Rio Tinto für das Jahr 2025 geht hervor, dass diese Anlage mit einer Verarbeitungskapazität von 3.000 Kubikmetern Gichtgas pro Stunde fertiggestellt und in den Inbetriebnahmeplan für 2026 aufgenommen wurde.

Nach der Inbetriebnahme der Anlage werden beide Seiten weiterhin die stoffliche Verwertung des abgeschiedenen CO₂ untersuchen, darunter die Umwandlung von CO₂ in Synthesegas und dessen Rückführung in den Stahlproduktionsprozess. Auch die in bestehenden Produktionsprozessen anfallende Abwärme wird in die Betriebsforschung des Abscheidesystems einbezogen, um den Energieverbrauch und die Betriebskosten des CO₂-Abscheideprozesses zu senken.

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