James-Webb-Weltraumteleskop entdeckt „rote Punkte“ und enthüllt Schwarze Löcher im frühen Universum
2026-01-15 16:37
Quelle:Universität Kopenhagen
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Forscher der Universität Kopenhagen haben kürzlich Ergebnisse zu mysteriösen „roten Punkten“ auf Bildern des James-Webb-Weltraumteleskops veröffentlicht. Bei diesen roten Punkten handelt es sich vermutlich um junge Schwarze Löcher, die von ionisiertem Gas umhüllt sind. Die Entdeckung trägt zum Verständnis der Entstehung und Entwicklung Schwarzer Löcher im frühen Universum bei.

Seit Beginn der Beobachtungen des James-Webb-Weltraumteleskops im Dezember 2021 haben die unerklärlichen roten Objekte auf den übertragenen Bildern die Aufmerksamkeit der Forscher auf sich gezogen. Diese roten Punkte erschienen Hunderte von Millionen Jahren nach der Entstehung des Universums und verschwanden etwa eine Milliarde Jahre später wieder. Frühere Theorien vermuteten, es handele sich um massereiche frühe Galaxien, doch ihr zeitliches Auftreten widerspricht den gängigen Theorien zur Galaxienentwicklung.

Nach zweijähriger Analyse hat ein Forschungsteam des Center for Cosmic Dawn am Niels-Bohr-Institut eine neue Erklärung vorgeschlagen: Die vermeintlichen roten Punkte könnten in Wirklichkeit schnell wachsende Schwarze Löcher sein. Professorin Darrah Watson, die Leiterin der Studie, erklärte: „Diese kleinen roten Punkte sind junge Schwarze Löcher, hundertmal kleiner als bisher angenommen. Sie sind von einer Gasschicht umhüllt, die sie verschlingen, um ihr Volumen zu vergrößern. Dieser Prozess erzeugt enorme Hitzemengen, die in den Gaskokon eindringen. Diese Strahlung verleiht den kleinen roten Punkten ihre charakteristische rote Farbe.“ Hunderte solcher roter Punkte sind bereits bekannt, ihre Masse beträgt etwa zehn Millionen Sonnenmassen. Die Studie ergab, dass Schwarze Löcher beim Akkretieren von umgebendem Gas nur einen geringen Teil der Materie verschlingen; der größte Teil wird mit extrem hoher Geschwindigkeit ausgestoßen. Watson erklärte: „Wenn Gas auf ein Schwarzes Loch zustürzt, spiralt es nach unten … aber nur eine sehr geringe Menge Gas wird vom Schwarzen Loch verschluckt. Der größte Teil des Gases wird durch die Rotation des Schwarzen Lochs von den Polen weggeschleudert. Deshalb bezeichnen wir Schwarze Löcher als ‚chaotische Verschlinger‘.“

Diese Erkenntnis eröffnet eine neue Perspektive auf das Verständnis des schnellen Entstehungsmechanismus supermassereicher Schwarzer Löcher im frühen Universum. Die Forschung deutet darauf hin, dass die dichte Gasumgebung dieser Schwarzen Löcher die notwendigen Bedingungen für ihr rasantes Wachstum schuf. Die zugehörige Studie wurde in der Fachzeitschrift *Nature* veröffentlicht.

Publikationsdetails: Vadim Rusakov et al., Autoren, „Junge supermassereiche Schwarze Löcher in dichten ionisierten Kokons: Winzige rote Punkte“, erschienen in *Nature* (2026). Zeitschrifteninformationen: *Nature*

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