Astronomen entdecken stabförmige Eisenatomwolke im Ringnebel
2026-01-19 14:55
Quelle:Royal Astronomical Society(RAS)
Merken

Kürzlich hat ein europäisches Forschungsteam unter der Leitung von Astronomen des University College London und der Cardiff University eine eigenartig geformte, stabförmige Wolke aus Eisenatomen im berühmten Ringnebel entdeckt. Diese Entdeckung gelang während Beobachtungen mit dem neuen Instrument WEAVE (WHT Enhanced Area Velocity Explorer), das am William Herschel Telescope installiert ist.Dies ist ein RGB-Bild des Ringnebels (auch bekannt als M57 oder NGC 6720), zusammengesetzt aus vier WEAVE/LIFU-Emissionslinienbildern. Der helle äußere Ring besteht aus Licht, das von drei verschiedenen Sauerstoffionen emittiert wird, während die mittlere „stabförmige“ Struktur durch Licht entsteht, das von Plasma aus vierfach ionisierten Eisenatomen emittiert wird. Im Bild ist Norden oben und Osten links.

Das Forschungsteam nutzte den integralen Feldeinheitsmodus des WEAVE-Instruments, um erstmals spektrale Daten des Ringnebels im sichtbaren Lichtbereich für jede Position zu erfassen. Der Hauptautor Dr. Roger Wesson sagte: „WEAVE ermöglicht es uns, ihn auf eine völlig neue Weise zu betrachten und liefert viel mehr Details als zuvor.“ Gerade bei der Verarbeitung dieser Daten trat diese stabförmige Struktur im Inneren des Nebels, bestehend aus ionisierten Eisenatomen, deutlich hervor. Der Eisenstab ist von enormer Länge, und seine Gesamtmasse an Eisenatomen wird auf die Masse des Mars geschätzt.

Die Ursache für die Entstehung dieser stabförmigen Eisenatomwolke ist derzeit noch unklar. Die Forscher schlagen zwei mögliche Erklärungen vor: Sie könnte neue physikalische Details über den Prozess der Gasausstoßung durch den Mutterstern enthüllen; oder es könnte sich um das Plasmaüberbleibsel eines felsigen Planeten handeln, der in einem frühen Stadium der Sternentwicklung verdampft wurde. Die Mitautorin Professorin Janet Drew sagte: „Wir müssen auf jeden Fall mehr erfahren … Im Moment fehlt uns diese entscheidende Information.“

Das Forschungsteam plant Folgebeobachtungen, um diese Struktur mit höherer spektraler Auflösung zu analysieren und andere ähnliche Nebel in der Milchstraße zu untersuchen, um festzustellen, ob dieses Phänomen häufig auftritt. Diese neue Entdeckung wurde in den „Monthly Notices of the Royal Astronomical Society“ veröffentlicht und zeigt das Potenzial neuer Beobachtungsinstrumente, das Verständnis der Astrophysik zu vertiefen.

Veröffentlichungsdetails: Autoren: R. Wesson et al., Titel: „WEAVE integral field unit spectroscopy of NGC 6720: an iron bar in the Ring“, erschienen in: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society (2025). Zeitschrifteninformation: Monthly Notices of the Royal Astronomical Society

Diese Kurznachricht stammt aus der Übersetzung und Weiterverbreitung von Informationen aus dem globalen Internet und von strategischen Partnern. Sie dient lediglich dem Austausch mit den Lesern. Bei Urheberrechtsverletzungen oder anderen Problemen bitten wir um rechtzeitige Mitteilung, und wir werden die notwendigen Änderungen oder Löschungen vornehmen. Die Weitergabe dieses Artikels ist ausdrücklich ohne formelle Genehmigung verboten.E-Mail: news@wedoany.com