Ein Forschungsteam der Kennesaw State University in den USA hat ein Drohnensystem entwickelt, das künstliche Intelligenz mit multispektraler Bildgebungstechnologie kombiniert, um die Effizienz von Rettungseinsätzen in der Wildnis zu steigern. Das System führt mithilfe von Autonomflug rasterförmige Suchmuster aus und kann Bilder in Echtzeit zur Bodenstation übertragen, um Rettungskräfte mit entscheidenden Informationen zu versorgen.
Das KI-Drohnensystem integriert Infrarot-, Wärmebild- und Farbkameras und nutzt KI-Algorithmen zur Datenanalyse, um vermisste Personen präzise zu lokalisieren. Nach der Zielerfassung kann das System die Körperhaltung erkennen, beispielsweise ob die Person steht oder liegt, und durch Analyse der Stirntemperatur den Bewusstseinszustand und Gesundheitsstatus beurteilen, einschließlich der Erkennung von Anomalien wie Hitzestress oder Unterkühlung. Die zugehörigen Forschungsergebnisse wurden für die Teilnahme am AIAA Aviation Forum 2026 angenommen.
Feldtests zeigen, dass das System unter verschiedenen Umweltbedingungen stabile Messwerte der Kopftemperatur liefern kann, was Rettungsteams hilft, schnell zu beurteilen, ob eine vermisste Person verletzt oder am Leben ist. Das KI-Drohnensystem steigert nicht nur die Suchleistung, insbesondere bei widrigem Wetter oder in dicht bewachsenem Gelände, sondern reduziert auch das Risiko für Rettungskräfte und gewinnt wertvolle Zeit für eine zeitnahe Hilfeleistung.
Die Forscher optimieren das System weiter und planen die Einführung von koordiniertem Schwarmflug mehrerer Drohnen, um den Suchradius auf Hunderte von Quadratmeilen auszuweiten. Gleichzeitig wird eine größere Drohne entwickelt, die Nutzlasten von bis zu 110 Pfund (50 Kilogramm) tragen kann, um die Flexibilität und Ausdauer von Rettungseinsätzen zu erhöhen.













