Stanford University entwickelt Vulkanstein-Zementrezeptur Phlego – CO2-Emissionen um 67 % gesenkt
2026-04-10 16:25
Quelle:Stanford University
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Forscher der Stanford University haben eine neue Zementrezeptur entwickelt, die Vulkanstein nutzt und den Namen Phlego trägt. Diese Rezeptur kann die CO2-Emissionen im Produktionsprozess um etwa 67 % reduzieren und bietet der Branche, die nach umweltfreundlicheren Baumaterialien sucht, einen potenziellen Weg. Zement, das zentrale Bindemittel für Beton, wird traditionell hergestellt, indem Kalkstein in Drehrohröfen bei hohen Temperaturen erhitzt wird – ein Prozess, der große Mengen Kohlendioxid freisetzt. Die globale Zementproduktion trägt etwa 8 % zu den Treibhausgasemissionen bei.

Stuart Williams, ein Mitglied des Forschungsteams der Geophysikerin Tiziana Vanorio von der Stanford University, bedient einen Drehrohrofen im John A. Blume Earthquake Engineering Center der Universität, um eine emissionsarme Zementrezeptur namens Phlego herzustellen, die Vulkanstein verwendet.

Die Geophysikerin Tiziana Vanorio und ihr Team fanden in ihrer Forschung heraus, dass bestimmte magmatische Gesteine fast keinen Kohlenstoff enthalten und beim Erhitzen im Ofen kaum Kohlendioxid erzeugen. Vanorio erklärt, dass diese neue Zementrezeptur mit den bestehenden Herstellungsprozessen kompatibel ist, sodass Fabriken keine umfangreichen Ersetzungen ihrer Kernausrüstung vornehmen müssen. Sie sagte: „In schwer zu dekarbonisierenden Branchen wie der Zementindustrie ist der schnellste Weg zu einer revolutionären Wirkung Kompatibilität, nicht radikaler Wandel. Plug-and-Play-Lösungen können das Einsatzrisiko erheblich verringern.“

Das Herstellungsverfahren für Phlego ist mit bestehenden Methoden der Zementproduktion kompatibel. Die Abbildung zeigt die verschiedenen Stufen des Prozesses, von den Rohmaterialien (in den Säcken links) bis hin zu zylindrischen Phlego-Mörtelproben, die Industriestandards entsprechen.

Die Rezeptur kann auch als ergänzendes zementartiges Material eingesetzt werden. Da die Verringerung von Kohlekraftwerken zu einem Rückgang des Angebots an Flugasche führt, steht die Zementindustrie unter Druck durch einen Mangel an Zusatzstoffen. Vanorio wies darauf hin: „Die Lösung von Fragen der Verfügbarkeit und Konsistenz ergänzender zementartiger Materialien ist entscheidend, um die mit der Produktion von kohlenstoffarmem Zement verbundenen Lieferkettenrisiken zu minimieren.“ Die Einführung von Phlego bietet eine neue Option zur Entspannung dieses Spannungsverhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage bei solchen Zusatzstoffen. Das Forschungsteam optimiert die Rezeptur derzeit mit Unterstützung des Stanford Sustainability Accelerator weiter und erkundet Machbarkeitslösungen für ihre kommerzielle Umsetzung.

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