Das Erweiterungsprojekt des Abschnitts Guangyuan bis Mianyang der chinesischen Autobahn G5 (Peking–Kunming) setzt bei den Straßenbauarbeiten kürzlich ein 3D-Scan-Intelligentpflastersystem und eine autonome Walzflotte ein, um den Baufortschritt zu beschleunigen. Das Projekt erstreckt sich über 123,9 Kilometer, beginnt in Zhoujiahe, Stadt Guangyuan, Provinz Sichuan, knüpft an das im Bau befindliche Erweiterungsprojekt Hanzhong-Guangyuan und den entsprechenden Abschnitt der bestehenden Autobahn Lanzhou-Haikou an, endet südöstlich des Ortes Weicheng, Stadt Mianyang, Provinz Sichuan, und verbindet sich mit dem Erweiterungsprojekt des Abschnitts Mianyang-Chengdu der G5. Die Strecke wird nach dem Standard einer sechsspurigen Autobahn gebaut, mit einer geplanten Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme wird für 2026 erwartet.

Ein Vertreter der Mechanisierungsfirma des China Railway Fifth Bureau erläuterte, dass vor Baubeginn die Trassierungsdaten wie horizontale und vertikale Kurven sowie Querschnitte in das System importiert würden, um ein millimeter-genaues 3D-Digitalmodell zu erstellen. Während des Betriebs erfasse eine an der Maschine montierte hochpräzise Totalstation in Echtzeit die Maschinenhaltung, mit einer Winkelmessgenauigkeit von 1 Bogensekunde und einer Distanzmessgenauigkeit von 2 mm, wobei die Positionierung auf unter 3 mm stabil bleibe. Eine digitale Cloud-Plattform sende 30 Mal pro Sekunde Korrekturbefehle, um die Hubbewegung der Glattelrichtung präzise zu steuern. Im Vergleich zum herkömmlichen Verfahren könne dieses intelligente Pflastersystem etwa 40% des Mess- und Hilfspersonals einsparen.

Nach dem intelligenten Pflastern übernähmen mehrere autonome Walzen die Arbeit automatisch nach vorgegebenen Parametern. Sie seien mit hochpräzisem Beidou-Satellitennavigationssystem, Millimeterwellenradar und Lasersensoren ausgestattet. Die ebene Positionierungsgenauigkeit betrage 2 cm, sodass sie Hindernisse in einem Umkreis von 10 Metern in Echtzeit erkennen, bei 10 Metern abbremsen und bei 5 Metern eine Notbremsung einleiten könnten. Das System verfüge über einen dreistufigen Schutz: Fern-Not-Stopp, automatische Hindernisvermeidung und physischen Not-Stopp. Verglichen mit herkömmlicher Verdichtung steigere die intelligente Technik die Effizienz um 25 % und senke den Kraftstoffverbrauch der Maschinen um rund 15 %.

Eine durchgängige digitale Bau-Managementplattform bilde ein digitales Zwillingssystem. Der Materialtransport nutze RFID-Elektroniketiketten, um Fahrzeugrouten und Ankunftszeiten automatisch zu erfassen, während das Qualitätsprüfungsverfahren automatisch Farbkarten erstelle und Schwachstellenbereiche warne, wodurch die Prüfeffizienz im Vergleich zu manuellen Methoden um das Achtfache steige. Während der Bauarbeiten überwache die Plattform in Echtzeit Indikatoren wie Pflastergeschwindigkeit und Walzanzahl, leite bei Anomalien automatische Warnungen ein und führe Korrekturen innerhalb von 30 Minuten durch. Das Projekt führe zudem fest installierte Asphaltmischanlagen ein, die mit Abwasserbehandlungs- und Sprühnebel-Entstaubungsanlagen umweltfreundlich ausgestattet seien.
