Das erste von China eigenständig entworfene und gebaute Tiefsee-taugliche, intelligente Seekabelverlegeschiff – die „Tianyi Navigator“ – wurde gestern (15.) in Shanghai offiziell in Dienst gestellt und führte umfassende Systemtests zur Seekabelverlegung durch, was eine solide Grundlage für Rechenleistung und die Entwicklung künstlicher Intelligenz legt.
Die „Tianyi Navigator“ ist 116 Meter lang und verfügt über die umfassende Fähigkeit, Seekabel in globalen Meeresgebieten zu verlegen, zu warten und zu reparieren. Mit einer Breite von 24 Metern, einer Seitenhöhe von 12 Metern und einer Volldrangverdrängung von 18.000 Tonnen kann ihr Kabelraum 8.000 Tonnen Unterseeglasfaserkabel aufnehmen – weltweit führend.
Dieses Seekabelverlegeschiff integriert die duale Positionierung von Beidou-Satelliten und GPS und ist mit einem intelligenten dynamischen Positionierungssystem ausgestattet. Durch fortschrittliche digitale Windgeschwindigkeitssensoren, Positionssensoren und andere Geräte kann es feinste Veränderungen von Meeresströmungen, Wind und Wellen in Echtzeit erfassen und auch bei Seegang der Stärke 5 stabil arbeiten.
Die „Tianyi Navigator“ ist mit einem speziellen 5,5 Meter langen Seekabel-Eingrabegerät ausgestattet, das Seekabel in 1.000 Metern Tiefe verlegen kann und damit den chinesischen Rekord für die Arbeitstiefe von Seekabeln bricht.
Kommunikationsseekabel sind die Hochgeschwindigkeits-Übertragungsadern auf dem Meeresboden, die globale Rechenzentren verbinden, und eine unverzichtbare Schlüsselinfastruktur für das KI-Rechenleistungssystem. Seekabel können KI nicht nur mit grüner, verzögerungsarmer Rechenleistung versorgen, sondern auch Einrichtungen wie Unterwasser-Rechenzentren offiziell in den nationalen Rechenleistungspool integrieren und so eine hybride Bereitstellung von „Training an Land + Inferenz unter Wasser“ ermöglichen.
