Die türkische Containerreederei Turkon Line hat das 4.000 TEU große, mit Flüssigerdgas (LNG) betriebene Containerschiff „Kaşif Kalkavan“ auf seine Jungfernfahrt nach Indien geschickt. Das Schiff ist das erste und größte LNG-betriebene Containerschiff, das in der Türkei gebaut wurde, und legte nach seinem ersten Anlauf im Hafen Marport in Istanbul ab.

Das Schiff wurde am 17. Juli in Dienst gestellt und verkehrt auf Turkon's TRI-Dienst. Diese Route verbindet die Türkei, das Rote Meer und Westindien und bietet Anschluss an das breitere Netzwerk des Betreibers in Europa und den USA.
Die „Kaşif Kalkavan“ wurde von der Sedef-Werft (Sedef Shipyard) für Turkon Line gebaut und ist das erste von zwei bestellten 4.000-TEU-Containerschiffen. Diese beiden Schiffe sind das größte Neubauprojekt von Turkon Line und sollen die Servicekapazität um über 50 % steigern.
Das Schiff ist klassifiziert vom American Bureau of Shipping (ABS), hat eine Länge von 199,95 Metern, eine Breite von 37,5 Metern, eine Dienstgeschwindigkeit von 18 Knoten und kann 600 Kühlcontainer transportieren. Es kann mit LNG, Marine Gas Oil (MGO), Heavy Fuel Oil (HFO), Very Low Sulphur Fuel Oil (VLSFO) und Ultra Low Sulphur Fuel Oil (ULSFO) betrieben werden. An Bord sind zudem ein Selective Catalytic Reduction (SCR)-System und Wäscher zur Behandlung von Stickoxid- und Schwefeloxidemissionen installiert.
Das Schiff ist nach dem verstorbenen türkischen Reeder Kaşif Kalkavan benannt, dessen Familie das Schifffahrtsgeschäft gründete, das später in die Turkon Holding einging. Turkon Line wurde 1997 von der türkischen Familie Kalkavan gegründet, hat seinen Hauptsitz in Istanbul und operiert über 35 Büros in 26 Ländern, wobei es 40 Häfen auf vier Kontinenten anläuft. Die Sedef-Werft gehört seit dem Jahr 2000 zur Turkon Holding, der Muttergesellschaft der Schifffahrts- und Werftaktivitäten der Gruppe.
