Hafnium-153 liegt im Bereich neutronenarmer schwerer Kerne und ist ein wichtiges Objekt für die Untersuchung der Strukturentwicklung von Atomkernen und der Stabilitätsgrenze. Vor diesem Experiment wurde es noch nicht berichtet. Die Entdeckung und präzise Messung dieses Nuklids trägt dazu bei, kernphysikalische theoretische Modelle zu überprüfen und das Verständnis der Strukturgesetze von Atomkernen zu vertiefen.
Im Experiment nutzte das Forschungsteam den von HIAF-Verstärker bereitgestellten Wismut-209-Strahl, um ein Graphit-Target zu beschießen und durch Projektilfragmentierungsreaktionen radioaktive Nuklide zu erzeugen. Die Reaktionsprodukte wurden nach der Selektion durch eine hochenergetische Radioaktivstrahl-Linie in ein hochpräzises Ring-Spektrometer injiziert. Das Team verwendete die isochrone Massenspektrometrie-Technik zur Messung und beobachtete insgesamt 10 Hafnium-153-Ionen.

Die Messergebnisse zeigen, dass Hafnium-153 ein gebundenes oder schwach gebundenes Nuklid ist, was mit den Vorhersagen bestehender theoretischer Modelle übereinstimmt. Zeitgleich berichtete auch das japanische RIKEN unabhängig über die Beobachtung von Hafnium-153. Die beiden Studien bestätigen sich gegenseitig und unterstreichen den bedeutenden Forschungswert dieses Nuklids.
