Die Europäische Kommission hat ein französisches Subventionsprogramm genehmigt, das den Aufbau von 1 GW Wasserstoffproduktionskapazität unterstützt, die durch erneuerbare Energien und Kernkraft angetrieben wird. Das Programm wird Herstellern von grünem und kohlenstoffarmem Wasserstoff über einen Zeitraum von 15 Jahren eine Subvention pro Kilogramm gewähren. Diese Hersteller konzentrieren sich auf die Versorgung von industriellen Anwendungsbereichen, für die derzeit keine praktikable Elektrifizierungsmöglichkeit besteht.
Frankreich wird die Mittel über drei wettbewerbliche Ausschreibungsrunden verteilen. Die erste Runde umfasst 787 Millionen Euro (etwa 908 Millionen US-Dollar) und zielt darauf ab, 200 MW Kapazität zu unterstützen. Die Subventionen werden Wasserstoff abdecken, der mit rein erneuerbarer Energie (gemäß den EU-Regeln für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs) sowie mit kohlenstoffarmer Elektrizität wie Kernkraft produziert wird.
Margrethe Vestager, EU-Wettbewerbskommissarin, erklärte, dass das Programm dazu beitragen werde, die Abhängigkeit der EU von fossilen Brennstoffen zu verringern. Sie fügte hinzu: „Die Beihilfe wird die kosteneffizientesten Projekte unterstützen und gleichzeitig Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt und im Handel minimieren.“ Die französische Regierung hat noch keinen konkreten Zeitpunkt für den Start der ersten Ausschreibungsrunde bekannt gegeben.
Frankreich hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 eine Elektrolyseurkapazität von 4,5 GW und bis 2035 von 8 GW aufzubauen. Allerdings gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen Frankreich und der EU bezüglich der Regeln für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs, da diese Kernkraft von der Eignung ausschließen.
Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte auf dem EU-Gipfeltreffen Bedauern über den europäischen Wasserstoffrahmen. Er ist der Ansicht, dass die Regeln für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs unnötige Komplexität schaffen und die Marktentwicklung verzögern. Er forderte eine Wasserstoffregulierung, die auf Kohlenstoffintensität, Wettbewerbsfähigkeit und heimischer EU-Produktion basiert.









