Namibia hat sein erstes netzgekoppeltes BatterieEnergiespeichersystem (BESS) in der Größenordnung eines Energieversorgers im Umspannwerk Omburu in der Nähe von Otjiwarongo fertiggestellt. Es soll die Abhängigkeit von Stromimporten verringern. Das vom staatlichen Energieversorger NamPower geleitete Projekt wird als entscheidender Schritt zur Verbesserung der Energiesicherheit und Stärkung des Stromnetzes angesehen.
Das Omburu-Batteriespeichersystem hat eine Kapazität von 54 Megawatt (MW) und 54 Megawattstunden (MWh). Als große Speichereinheit kann es Energie speichern, wenn das Stromangebot hoch ist, und sie in Zeiten hoher Nachfrage wieder abgeben. Das System speichert überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien wie Sonnen- und Windkraft sowie kostengünstigen importierten Strom in Schwachlastzeiten, um die Netzbelastung zu verringern und Notstromkäufe zu reduzieren.
Das Projekt erhielt internationale Finanzierungs- und Technologiekooperationsunterstützung. Die deutsche Regierung stellte über die KfW-Entwicklungsbank einen Zuschuss von etwa 20 Millionen Euro bereit, der die Hauptbaukosten deckt; NamPower trug den Rest, einschließlich Infrastruktur und Netzintegration. Die Bauarbeiten wurden von einem Joint Venture der Shandong Electric Power Engineering & Equipment Group und der Zhejiang Narada Power Source Co., Ltd. im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens durchgeführt.
Das System bietet auch netzstützende Dienstleistungen wie Spannungsregelung und schnelle Reaktion auf Veränderungen in Stromangebot und -nachfrage. Da Namibia den Einsatz erneuerbarer Energien erhöht, hilft die Batteriespeicherung, die Stromversorgung bei wechselnden Wetterbedingungen stabil zu halten.
Der Standort Omburu befindet sich in der Region Erongo in der Nähe wichtiger Nachfragezentren und bestehender Anlagen für erneuerbare Energien. Das Projekt soll als Referenz für künftige ähnliche Entwicklungen dienen, einschließlich des geplanten 90-MWh-Lithops-Batterieprojekts. Namibia verfolgt das Ziel, bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien auf 70 % zu erhöhen. Dieses Projekt unterstützt die Stärkung des Stromsystems und ein nachhaltiges langfristiges Wachstum.









