Die Boyne-Aluminiumhütte des australischen Konzerns Rio Tinto in Gladstone erhält eine Finanzhilfe von insgesamt 2 Milliarden US-Dollar von der Bundesregierung und der Regierung von Queensland. Laut Vereinbarung wird die Regierung die Mittel in Phasen bereitstellen, um sicherzustellen, dass der Bauxitabbau und die Schmelzbetriebe mindestens bis 2040 weiterlaufen. Im Gegenzug verpflichtet sich Rio Tinto, 7,5 Milliarden US-Dollar in erneuerbare Energieerzeugung und Speicherinfrastruktur zu investieren, um den Übergang zu grüner Energie zu beschleunigen.
Dieses Unterstützungsprogramm ergibt sich aus der geplanten Schließung des 1680-MW-Kohlekraftwerks, von dem die Hütte abhängt, im Jahr 2029, was zuvor den Betrieb der Anlage bedroht hatte. Durch staatliches Eingreifen und Rio Tintos grüne Investitionen wird die Stromversorgung der Hütte schrittweise auf erneuerbare Energien umgestellt. Der Bundesminister für Industrie und Innovation, Tim Ayres, erklärte: „Diese Investition kommt der Produktivität, der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit und der Senkung der Energiekosten zugute und wird Australien stärker machen.“
Rio Tinto hat mehrere Abnahmevereinbarungen für erneuerbare Energien unterzeichnet, darunter den Kauf von 40 % der Leistung aus dem Solar- und Batterieprojekt Lower Wonga von Lightsource bp, was 112 MW Solarleistung und 3 Stunden Speicher entspricht. Darüber hinaus hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit Edify Energy getroffen, die 600 MW Solarleistung und 2400 MWh Batteriespeicher umfasst, sowie Stromabnahmeverträge mit dem Bungaban-Windpark und dem Upper-Calliope-Solarprojekt unterzeichnet.
Diese Maßnahmen bringen Rio Tintos Gesamtvertragsvolumen für erneuerbare Energien in Queensland auf 2,8 GW mit einer Speicherkapazität von 600 MW. Die Region Gladstone ist traditionell kohlelastig, und dieser Wandel wird voraussichtlich den lokalen Übergang zu sauberer Energie beschleunigen und gleichzeitig etwa 1000 Arbeitsplätze sichern. Die Hütte ist der größte einzelne Energieverbraucher in Queensland, und die grüne Energiewende wird dazu beitragen, Betriebskosten und Umweltauswirkungen zu reduzieren.









