Ein deutsches Joint Venture für erneuerbare Energien namens Mantasia hat von der griechischen Regierung die Genehmigung für den Bau einer 100-Megawatt-Anlage für grünen Wasserstoff in Zentralgriechenland erhalten. Das Projekt, das von den deutschen Unternehmen Yamko Energy und Ilos Energy gemeinsam finanziert wird, ist eines der ersten in Griechenland, das die komplexe Wasserstoffregulierung erfolgreich bewältigt hat.
Die Anlage hat bereits eine Umweltgenehmigung erhalten und wurde von der griechischen Regierung als Produktionsstätte zertifiziert. Sie soll die Schwerindustrie und den Transportsektor mit kohlenstoffarmem Wasserstoff versorgen. Obwohl die genauen Details noch nicht vollständig bekannt gegeben wurden, befindet sich das Projekt bereits in einer frühen Phase der finanziellen und technischen Entwicklung.
Im Juli 2025 verabschiedete die griechische Regierung das erste spezielle Wasserstoffgesetz, das einen Rahmen für Genehmigungen, Zertifizierungen und Produktionsunterstützung schafft. Das Gesetz führte das Wasserstoffproduzentenzertifikat (HPC) ein. Es verlangt von Projekten, innerhalb von sechs Monaten eine Umweltgenehmigung zu erhalten, innerhalb von 36 Monaten eine Netzanschlussvereinbarung (falls eine Wasserstoffeinspeisung vorgesehen ist) abzuschließen, für Nicht-Einspeiseeinheiten ein Überwachungsprotokoll vorzulegen und innerhalb von 24 bis 36 Monaten die Installationsgenehmigung, Inbetriebnahme und Betriebsgenehmigung zu erlangen.
Griechenlands saubere Wasserstoffindustrie befindet sich derzeit noch in den Anfängen. Ein weiteres Großprojekt ist die 50-MW-Wasserstoffanlage der Motor Oil-Raffinerie, die mit 111,7 Millionen Euro (etwa 117 Millionen US-Dollar) an EU-Mitteln unterstützt wird.









