Neuralink aus den USA entwickelt universellen chirurgischen Ganzhirn-Roboter mit dem Ziel, alle Hirnerkrankungen über eine universelle neuronale Schnittstelle zu behandeln
2026-05-08 09:15
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de.wedoany.com-Bericht: Am 6. Mai 2026 veröffentlichte das von Elon Musk gegründete Brain-Computer-Interface-Unternehmen Neuralink einen bedeutenden Forschungs- und Entwicklungsplan. Demnach wird ein chirurgischer Roboter entwickelt, der jede Region des Gehirns erreichen kann. Das ultimative Ziel ist der Aufbau einer universellen neuronalen Schnittstelle, um bei der Lösung aller vom Gehirn ausgehenden Erkrankungen zu helfen. Das Unternehmen erklärte gleichzeitig, dass sich das Gerät derzeit noch in der Forschungsphase befinde und noch keine Zulassung der US-amerikanischen Food and Drug Administration erhalten habe.

„Wir bauen einen chirurgischen Roboter, der jede Region des Gehirns erreichen kann", erklärte das Neuralink-Forschungsteam in einem internen Video unmissverständlich. „Das ultimative Ziel ist die Schaffung einer universellen neuronalen Schnittstelle, die dazu beiträgt, jede vom Gehirn ausgehende Krankheit zu behandeln." Dies markiert eine grundlegende Weiterentwicklung der technologischen Ausrichtung des Unternehmens – von der anfänglichen Fokussierung auf die Wiederherstellung motorischer Funktionen bei gelähmten Patienten hin zu einer revolutionären medizinischen Plattform, die nun auf eine „vollständige Gehirnabdeckung" abzielt.

Die zentrale Hardware zur Verwirklichung dieses großen Plans ist ein chirurgischer Roboter der nächsten Generation mit dem Codenamen „Merlin". Wie bekannt wurde, liegt der Roboter bereits in der zweiten Generation vor. Er arbeitet mit acht hochauflösenden Kameras und einem optischen Kohärenztomographie-System zusammen, um während der Operation in Echtzeit eine dreidimensionale Karte der Blutgefäße im Gehirn zu erstellen und Kapillaren präzise zu identifizieren und zu umgehen. Im Vergleich zur Vorgängergeneration integriert der R2-Roboter ein Fünf-Achs-Simultansystem, dessen Roboterarme nahezu jede Region des Gehirns in jedem beliebigen Winkel und jeder Tiefe erreichen können. Bei der Geschwindigkeit wurde ein sprunghafter Fortschritt erzielt: Benötigte der Roboter der ersten Generation noch 17 Sekunden für die Implantation einer Elektrode, sind es heute nur noch 1,5 Sekunden. In einem einzigen Eingriff kann er selbstständig 1024 Elektroden präzise implantieren, wobei die Genauigkeit jeder einzelnen Elektrode im Mikrometerbereich kontrolliert wird.

Beim Implantatmaterial beschreitet Neuralink einen technologischen Weg, der sich grundlegend vom traditionellen unterscheidet. Das Unternehmen verzichtet auf starre Elektroden und setzt stattdessen auf ultradünne, flexible Elektroden, deren Durchmesser nur ein Zehntel eines menschlichen Haares beträgt. Das Entwicklungsteam erklärt, dass das Gehirn mit jedem Herzschlag kontinuierlich pulsiert und sich minimal verschiebt. Langfristig implantierte starre Elektroden seien wie Stahlnadeln, die in einer Schüssel mit zartem Tofu stecken – bei jeder Pulsation würden sie das umliegende Nervengewebe zerschneiden. Flexible Elektroden hingegen seien wie extrem feine Fäden, die sich mit der Bewegung des Hirngewebes biegen und so jegliche Verletzung vermeiden. Diese flexiblen Elektrodenfäden müssen vom Roboter in einem nähmaschinenartigen Rhythmus extrem schnell und präzise in die Großhirnrinde „eingenäht" werden.

Diese strategische Neuausrichtung von Neuralink zielt darauf ab, die Brain-Computer-Interface-Technologie von einer „Funktionskompensation" für spezifische Symptome zu einer „Krankheitsbehandlung" weiterzuentwickeln, die direkt an der physischen Läsion ansetzt. Intern führt das Team aus: „Jedes Problem im Gehirn hat seinen physischen Ort. Bewegungsstörungen und die Wiederherstellung des Sehvermögens betreffen völlig unterschiedliche Areale, daher ist die präzise Intervention der Schlüssel." Das bedeutet, dass das zukünftige Brain-Computer-Interface möglicherweise nicht mehr nur ein Hilfsmittel zur Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit gelähmter Patienten sein wird, sondern – ähnlich einem chirurgischen Eingriff – in der Lage sein könnte, jegliche abnormalen neuronalen Schaltkreise im Gehirn, die mit Depressionen, Sucht, Parkinson oder sogar Epilepsie in Verbindung stehen, präzise zu reparieren und möglicherweise sogar Blinden das Augenlicht zurückzugeben. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass es künftige Generationen unvorstellbar finden werden, dass jemand, der durch einen Autounfall gelähmt wurde, nie wieder gehen konnte.

Untermauert wird diese medizinische Vision durch Neuralinks Bestreben, das gesamte medizinische Erlebnis rund um Brain-Computer-Interfaces neu zu gestalten. Das Unternehmen strebt eine „zehnfache Optimierung" an und arbeitet daran, die komplexe Gehirnimplantation in einen standardisierten, hochautomatisierten und reibungslosen Ablauf zu vereinfachen – von der präoperativen Vorbereitung bis zur postoperativen Genesung wird die gesamte Kette optimiert. Das Endziel ist, dass der Eingriff so sicher, schnell und verbreitet wird wie die heutige Laser-Augenoperation zur Korrektur von Kurzsichtigkeit.

In Bezug auf Kommerzialisierung und klinische Anwendung macht Neuralink große Schritte von der Erprobung hin zur Massenproduktion. Nachdem Anfang 2024 erstmals der Brain-Computer-Chip N1 erfolgreich einem Patienten mit hoher Querschnittlähmung implantiert worden war, trugen bis Mai 2026 bereits über 20 Probanden das Implantat. Musk hatte zuvor angekündigt, dass das Unternehmen plant, im Jahr 2026 die Massenproduktion der Brain-Computer-Interface-Geräte zu starten und ein stark vereinfachtes, nahezu vollständig automatisiertes Operationsverfahren voranzutreiben.

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