de.wedoany.com-Bericht: Instagram hat angekündigt, dass Nutzer nun die Themenpräferenzen für empfohlene Inhalte im Haupt-Newsfeed präziser steuern können. Die App erweitert die algorithmischen Personalisierungsfunktionen auf die Hauptoberfläche des Newsfeeds, sodass Nutzer in den empfohlenen Inhalten auswählen können, zu welchen Themen sie mehr oder weniger sehen möchten.

Instagram-Chef Adam Mosseri erklärte, dass das Ziel dieses Updates darin bestehe, den Nutzern mehr „Kontrolle“ über die App-Erfahrung zu geben. Auf der Plattform Threads schrieb er, dass es im besten Interesse des Unternehmens sei, den Nutzern die Fähigkeit zu geben, Instagram zu einem für sie passenden Werkzeug zu formen. Allerdings funktioniert diese Funktion nur für interessenbasierte Themen wie „Rettungshunde“ oder „Erziehungshumor“. Wenn man versucht, über diese Funktion eine Anfrage zur Anzeige von „Beiträgen von Personen, denen ich folge“ zu stellen, wird die Fehlermeldung „Keine Ergebnisse gefunden“ zurückgegeben.
Diese Einschränkung stellt ein Problem für Kreative und Unternehmen auf der Plattform dar. Mosseri wird oft gefragt, warum Beiträge von Kreativen nicht kontinuierlich alle oder die meisten ihrer Follower erreichen. In seinem Beitrag über die neue Algorithmuskontrolle räumte er die Frustration einiger Nutzer ein. Er erklärte, dass Nutzer früher ihre Erfahrung durch die Liste der gefolgten Personen gestalteten, dieses Werkzeug jedoch mit der Dominanz empfohlener Inhalte im Newsfeed allmählich an Wirksamkeit verloren habe. Er ist der Meinung, dass der Branchenkonsens dahin geht, dass persönliche Feeds sich zu Stories und Direktnachrichten verlagert haben, sodass die Akzeptanz von Inhalten nicht gefolgter Konten unvermeidlich geworden sei. Im Newsfeed erscheine nur alle 50 Freunde ein sorgfältig bearbeiteter Beitrag, der inhaltlich wenig interessant sei, sodass algorithmische Empfehlungen diese Lücke füllten.
Obwohl Instagram offenbar nicht beabsichtigt, die empfohlenen Inhalte insgesamt zu reduzieren (die App verfügt weiterhin über einen speziellen „Gefolgte“-Newsfeed), untersucht das Unternehmen, wie es die Nutzerpräferenzen stärker berücksichtigen kann. Mosseri verriet, dass die neuen Personalisierungsfunktionen auf großen Sprachmodellen basieren, die dabei helfen, den zuvor schwer fassbaren Algorithmus zu entschlüsseln. In Zukunft könnten diese Werkzeuge eine tiefere Personalisierung oder die Erstellung vollständig angepasster App-Versionen ermöglichen. Derzeit unterstützt das Unternehmen aktiv Personalisierungsanfragen für verschiedene Nutzer, Stimmungen oder Atmosphären sowie unterschiedliche Inhaltstypen.
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