de.wedoany.com-Bericht: Nokia hat in seine Netzwerk-Service-Plattform (NSP) agentische Künstliche Intelligenz integriert, die es Netzbetreibern ermöglicht, KI-Agenten einzusetzen, die im realen Netzwerkkontext schlussfolgern und handeln können.

Mit dem Wachstum des KI-Datenverkehrs nehmen Umfang und Komplexität von IP-Netzen weiter zu. Die Betreiber stehen unter Druck, Effizienz und Zuverlässigkeit zu steigern, während sie die operative Kontrolle behalten. Nokia erklärt, dass viele Betreiber beim Einsatz von KI im Netzwerkbetrieb aufgrund von Bedenken hinsichtlich Erklärbarkeit, Vertrauen und Risiken weiterhin zurückhaltend sind. Durch die direkte Einbettung agentischer KI in die Plattform, die bereits als autoritative Steuerung für IP-Netze dient, positioniert Nokia seine NSP-Lösung als Antwort auf diese Bedenken.
Die NSP baut die KI-Agenten auf einer genauen und kontinuierlich aktualisierten Netzwerksicht auf, die Informationen wie Topologie, Protokollverhalten, Konfigurationsstatus, Service-Beziehungen und aktuelle Netzwerkänderungen umfasst. Dies ermöglicht es den KI-Agenten, auf Basis von Netzwerkfakten statt auf Schätzungen oder fragmentierten Daten zu schlussfolgern und innerhalb der vom Betreiber definierten Absichten, Richtlinien und Zugriffskontrollen zu agieren. Darüber hinaus unterstützt die Lösung die Kommunikation mit externen Agenten in den Multi-Vendor- und Multi-Domain-Netzen der Betreiber über KI-Protokolle wie das Model-Context-Protocol (MCP).
Nokia veranschaulicht die praktische Bedeutung dieser Initiative anhand eines Fehlerbehebungs-Anwendungsfalls. Der KI-gesteuerte Fehlerbehebungs-Agent ist der erste auf diesem Framework aufgebaute Anwendungsfall und soll Betreibern helfen, die Ursachen schneller zu identifizieren, Betriebsrauschen zu reduzieren und IP-Netzwerkprobleme zu lösen.
Sasa Nijemcevic, Vice President und General Manager der Abteilung für IP-Netzwerkautomatisierungssoftware bei Nokia, erklärte, dass die Branche sich schnell in Richtung KI-nativen Betriebs bewege, aber Vertrauen bleibe der entscheidende Faktor. Nokia erweitere die NSP durch KI-Agenten auf Basis eines Agenten-Frameworks auf eine Weise, die den tatsächlichen Netzwerkbetrieb respektiere. Dies werde die Art und Weise, wie Betreiber ihre Netze verwalten, tiefgreifend beeinflussen und ihnen ermöglichen, ihre Betriebsfähigkeiten erheblich zu steigern und den Weg zu autonomen Netzen zu beschleunigen – beginnend mit wirkungsvollen Anwendungsfällen wie der Fehlerbehebung. Dies sei ein schrittweiser, pragmatischer Schritt hin zu KI-nativen Netzen.
Grant Lenahan, Partner und Chefanalyst bei Appledore Research, kommentierte, dass effiziente und genaue KI-Schlussfolgerungen auf hochwertigen Daten und ontologischen Beziehungen beruhen, nicht auf bestimmten KI-Modellen. Nokias NSP habe auf Basis vertrauenswürdiger Daten und Betriebsstandards eine breite KI-native Infrastruktur aufgebaut, die eine solide, sichere Grundlage für zahlreiche KI-Anwendungsfälle biete. Bei der Entwicklung effektiver Automatisierung für komplexe Netze sei Domänenexpertise das entscheidende Qualitätsmerkmal.
Nokia erklärte, dass dies für Betreiber eine flexible Grundlage biete, um im Laufe der Zeit mehrere KI-Anwendungsfälle einzuführen, ohne isolierte Lösungen zu schaffen. Für Endnutzer bedeute dies schnellere Fehlerbehebung und höhere Servicezuverlässigkeit sowie eine geringere Wahrscheinlichkeit längerer oder kaskadierender Ausfälle. Die neuen KI-Funktionen der NSP werden Ende dieses Jahres kommerziell verfügbar sein.
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