de.wedoany.com-Bericht: Siemens Healthineers hat einen Zuschuss von fast 7 Millionen US-Dollar erhalten, um die Cyberresilienz von medizinischen Geräten und anderen Gesundheitsprodukten zu verbessern. Der Hersteller arbeitet mit der Advanced Research Projects Agency for Health (APRA-H, eine Behörde des US-Gesundheitsministeriums) zusammen, um Cybersicherheitspraktiken zu entwickeln und umzusetzen, die die Informations- und Unternehmenssysteme von Gesundheitseinrichtungen besser schützen.
Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, das APRA-H-Programm „Unified Patch & Repair for Autonomous Defense (UPGRADE)" voranzutreiben. Dieses Programm führt ein laufendes Projekt namens „Secure Medical Infrastructure Hardening and Defense (SHIELD)" durch. Das SHIELD-Projekt setzt ein E-Klasse-Simulationssystem ein – das laut Siemens über 100 Exaflops pro Sekunde ausführt – um optimale Lösungen für die Cyberresilienz in Medizintechnikprodukten zu identifizieren, insbesondere bei Produkten, die die Kontinuität der Patientenversorgung betreffen, einschließlich bildgebender Geräte. Diese Geräte müssen bei einem Cyberangriff auf die Einrichtung in der Regel vom Netz genommen werden, was sowohl wirtschaftlich als auch für die Patientenversorgung kostspielig ist.
Das SHIELD-Projekt zielt darauf ab, Methoden zu entwickeln, die Ausfallzeiten vermeiden und die Auswirkungen von Cyberangriffen minimieren, während gleichzeitig die Art und Weise der routinemäßigen Sicherheitsupdates verbessert wird. Aktuelle Updates werden in der Regel manuell und in unregelmäßigen Abständen durchgeführt, was zeitaufwändig und mühsam ist. SHIELD sucht nach der Entwicklung autonomer Lösungen, die sich auf die Interaktion von Geräten innerhalb von Krankenhäusern konzentrieren, einschließlich spezialisierter Bereiche wie der Bildgebung. Siemens Healthineers wird als Hauptforschungseinrichtung für dieses Projekt fungieren, wobei seine intelligente Fabrik in Princeton, New Jersey, als zentrales Forschungszentrum dienen wird.
Dorin Comaniciu, Senior Vice President für Künstliche Intelligenz und digitale Innovation bei Siemens Healthineers, erklärte in einer Stellungnahme vom 10. Juni, dass mit der fortschreitenden Entwicklung von KI und Automatisierung ein sorgfältiger Umgang mit Cybersicherheitsrisiken von entscheidender Bedeutung sei. Durch die Identifizierung wirksamer Reparaturstrategien könne man dazu beitragen, Patientendaten zu schützen und den kontinuierlichen Betrieb wichtiger bildgebender Geräte sicherzustellen. Carlos Arglebe, Leiter der Cybersicherheit bei Siemens Healthineers, ergänzte, dass man durch die Zusammenarbeit mit Experten und die Nutzung von Daten und Technologien dort, wo es am wichtigsten sei, schnelleren und effektiveren Schutz bieten könne. Dieses von APRA-H finanzierte Projekt stelle eine einzigartige Gelegenheit dar, die Cybersicherheit im gesamten Gesundheitsökosystem gemeinsam voranzutreiben.
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