de.wedoany.com-Bericht: Der US-amerikanische Satellitenbetreiber Starlink, eine Tochtergesellschaft von SpaceX, wurde empfohlen, einen Mobilfunknetzbetreiber zu übernehmen, um Engpässe beim Netzzugang für seinen mobilen Satellitendienst zu bewältigen. Der leitende Analyst Peter Supino von Wolfe Research wies im Juni 2026 darauf hin, dass nach der Ablehnung des Zugangs zu einem mobilen virtuellen Netzwerkbetreiber (MVNO) durch die drei großen US-Betreiber die Übernahme von T-Mobile, AT&T oder Verizon die beste Option für die Entwicklung des Telekommunikationsgeschäfts sei.
Supino erklärte, diese Empfehlung basiere auf zwei Prämissen. Erstens würde die Zahl der Marktteilnehmer in den USA auf vier steigen, falls Starlink Mobile selbst zum Telekommunikationsbetreiber werde, was zu verstärktem Wettbewerb und sinkender Rentabilität der Branche führen könnte. Zweitens müsse SpaceX ein eigenes Netz aufbauen, falls die drei großen Betreiber weiterhin eine Zusammenarbeit verweigerten. Der Analyst betonte im Juni 2026, der Weg, diese Situation zu vermeiden, sei der direkte Kauf eines bestehenden Netzes, was für alle Beteiligten vorteilhafter sei.

Die Institution wies darauf hin, dass T-Mobile das bessere Übernahmeziel sei, da es kein für Starlink nutzloses Kabelnetz besitze und die Übernahme seiner Muttergesellschaft Deutsche Telekom SpaceX zudem den Markteintritt in Deutschland und Österreich ermöglichen könnte. Obwohl SpaceX sich noch nicht offiziell geäußert hat, schloss Elon Musk Ende 2025 eine Übernahme von Verizon nicht aus, betonte jedoch gleichzeitig, dass Starlink das Geschäft anderer Betreiber nicht untergraben werde, da diese über umfangreiche Spektrumsressourcen verfügten.
Im Bereich der Spektrumsstrategie hat SpaceX bereits 65 MHz Mittelbandspektrum von EchoStar erworben, jedoch sind die Frequenzbänder verstreut. Das Unternehmen könnte künftig durch die Versteigerung von AWS-3-Spektrum oder den Kauf von EchoStars zum Verkauf stehenden 700-MHz-, AWS-3-, CBRS-, C-Band-, MVDDS- und Millimeterwellen-Lizenzen seine Ressourcen erweitern. Wolfe Research ist der Ansicht, dass SpaceX sein vorhandenes Spektrum auch als Verhandlungsmasse nutzen könnte, um mit einem der drei großen Betreiber eine MVNO-Vereinbarung zu erzielen. Alex Besen, Gründer der Besen Group, prognostizierte im Mai 2026, dass Starlink Mobile innerhalb der ersten fünf Jahre 20 Millionen Nutzer in den USA gewinnen könne, und sein Ziel sei keineswegs nur ein Nischenmarkt, sondern der erste globale mobile Satellitenbetreiber zu werden.
Supino ergänzte im Juni 2026, dass, sobald SpaceX die Gründung eines eigenen Mobilfunknetzbetreibers (MNO) ankündige, ein bestehender Betreiber wahrscheinlich nachgeben werde, um einen vierten Wettbewerber zu vermeiden, indem er MVNO-Zugang gewähre und Einnahmen erziele. Die Weigerung der drei großen Betreiber, eine MVNO-Zusammenarbeit einzugehen, zeige bereits, dass sie Starlink als Bedrohung betrachteten, und sie hätten sogar Satellitenpartnerschaften mit Konkurrenten von SpaceX geschlossen.
Roger Entner, Gründer von Recon Analytics, erklärte im Juni 2026, dass Musk eher dazu neige, ein Telekommunikationsunternehmen von Grund auf aufzubauen, anstatt einen bestehenden Betreiber zu übernehmen. Er räumte jedoch ein, dass das Verhalten des reichsten Mannes der Welt äußerst unberechenbar sei. Der Bericht wies darauf hin, dass Musk mit den Einnahmen aus der bestehenden Satellitenpartnerschaft zwischen SpaceX und T-Mobile unzufrieden sei und SpaceX T-Mobile und Verizon öffentlich kritisiert habe, Kunden zu Geiseln zu nehmen. Der Artikel schloss mit der Feststellung, dass AT&T, T-Mobile und Verizon sich im Wesentlichen nicht unterschieden, falls Musk, ähnlich wie bei der Übernahme des angeschlagenen Twitter, sein Augenmerk auf die Vorherrschaft im Mobilfunkbereich richten sollte.
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