de.wedoany.com-Bericht: Das dritte Cleveland Discovery and Innovation Forum, gemeinsam ausgerichtet von der Cleveland Clinic und IBM, fand heute auf dem Hauptcampus der Cleveland Clinic statt und konzentrierte sich auf die neuesten Fortschritte im Quantencomputing und der Künstlichen Intelligenz in der medizinischen und biowissenschaftlichen Forschung.
Die eintägige Veranstaltung versammelte über 30 Redner aus Wissenschaft, Industrie, Stiftungen, Risikokapital und Regierung, um zu erörtern, wie Quantencomputing und Künstliche Intelligenz die komplexesten Herausforderungen in der Medizin und den Biowissenschaften bewältigen können.
„Das Cleveland Discovery and Innovation Forum zeigt, wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputing die Forschung in allen Phasen von Krankheiten vorantreiben – von der Prävention und Früherkennung bis zur Behandlung", sagte Dr. med. Lara Jehi, Chief Research Information Officer der Cleveland Clinic. „Die Cleveland Clinic steht an der Spitze der Anwendung von Quantencomputing in der biowissenschaftlichen Forschung. Durch dieses Forum und unsere breiteren Forschungsbemühungen helfen wir dabei zu definieren, wie fortschrittliches Rechnen neue wissenschaftliche Erkenntnisse erschließen und letztlich die Patientenversorgung weltweit verbessern kann."
Das Forum blickte insbesondere auf das fünfjährige Bestehen der Zusammenarbeit zwischen der Cleveland Clinic und IBM im Rahmen des „Discovery Accelerator" zurück. Diese Partnerschaft zielt darauf ab, das Tempo der biomedizinischen Forschung durch Hochleistungsrechnen, Künstliche Intelligenz und Quantencomputing zu beschleunigen. Seit ihrem Start hat sie über 50 Projekte unterstützt, mehrere von Experten begutachtete Publikationen hervorgebracht und ein Bildungsprogramm entwickelt, das die für die Zukunft erforderlichen Fähigkeiten vermitteln soll.
„Während wir den fünften Jahrestag unserer Zusammenarbeit mit der Cleveland Clinic begehen, sehen wir, wie Quantencomputing und Künstliche Intelligenz gemeinsam die biomedizinische Forschung verändern – indem sie molekulare Wechselwirkungen simulieren, maschinelles Lernen für personalisierte Medizin optimieren und die Grenzen in der Medizin und den Biowissenschaften erweitern", sagte Dr. Alessandro Curioni, IBM Fellow und Vizepräsident für Algorithmen und Anwendungen bei IBM Research.
Die Tagesordnung umfasste Keynotes, Podiumsdiskussionen und Kamingespräche mit Rednern wie Dr. Eric Isaacs von der Research Corporation for Science Advancement; Curtis Priem von der Rensselaer Polytechnic Institute und NVIDIA-Mitbegründer; Dr. Alex Shalek vom Massachusetts Institute of Technology (MIT); Sergii Strelchuk von der University of Oxford; Dr. med. Serpil Erzurum von der Cleveland Clinic; Dr. Alessandro Curioni von IBM; und Percy Carter von Pfizer.
Zu den Sitzungen gehörten eine Podiumsdiskussion über angewandtes Quantencomputing und seine Rolle beim Aufbau eines weltweit führenden Forschungs- und Gesundheitsökosystems, eine Diskussion darüber, wie Künstliche Intelligenz und Quantencomputing das Potenzial für personalisierte Behandlungen freisetzen können, sowie ein Kamingespräch über visionäre Führung im Gesundheitswesen und fortschrittliche Rechenmethoden.
Das Forum präsentierte auch Projekte von Forschern der Cleveland Clinic und IBM, darunter die jüngste Arbeit zur Modellierung eines Proteins mit über 12.000 Atomen – die größte bekannte Proteinstruktur, die auf einem Quantencomputer simuliert wurde. Diese Erkenntnisse unterstreichen das wachsende Potenzial von Quantencomputern als wissenschaftliches Werkzeug zur Lösung grundlegender Fragen in Biologie, Chemie und Biowissenschaften.
Im Rahmen der Veranstaltung wurden mehrere Forschungsankündigungen und -aktualisierungen veröffentlicht, die die stetigen Fortschritte der Cleveland Clinic bei der Gestaltung der Anwendung von Quantencomputing in der Medizin und beim Aufbau des Ohio Discovery Corridor durch ihren Cleveland Innovation District hervorheben. Dazu gehören:
Global Quantum + AI Challenge 2026: Details zu dem von Quantum Insider und der Cleveland Clinic ins Leben gerufenen internationalen Wettbewerb wurden bekannt gegeben. Dieses einjährige Projekt zielt darauf ab, die Lücke zwischen Quantentheorie und realen Auswirkungen zu schließen und Unternehmen, Start-ups und Forschungsteams zusammenzubringen, um die Einführung fortschrittlicher Rechentechnologien in Branchen zu beschleunigen, in denen Innovation Wettbewerbsvorteile schafft. Die Herausforderung der Cleveland Clinic lautet: Erschließung nicht-medikamentöser Zielstrukturen – Quantensimulation der allosterischen Signalausbreitung. Bei der Challenge werden insgesamt 200.000 US-Dollar für fünf Unternehmensherausforderungen vergeben, wobei jede Herausforderung mit 40.000 US-Dollar dotiert ist. Bewerbungen sind möglich.
Cleveland Clinic Quantum Catalyzer Program: Aktualisierung des diesjährigen Programmfortschritts, das Start-ups Zugang zu Quantencomputing bietet. Das Projekt Kipu wird sich auf einen bahnbrechenden Quantenalgorithmus zur Simulation der Proteinfaltung konzentrieren, der Forschern hilft, Krankheiten besser zu verstehen und neue Therapien zu entwickeln. Anfang dieses Jahres wurden im Rahmen des wettbewerbsorientierten Programms EntangleBio, Polaris Quantum Biotech und Singularity Quantum ausgewählt. Die ausgewählten Unternehmen erhalten außerdem bis zu 250.000 US-Dollar vom K5 Tokyo Black Fund, ergänzt durch einen entsprechenden Sachbeitrag der Cleveland Clinic.
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