de.wedoany.com-Bericht: Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat kürzlich die Ausweitung seiner Quantencomputing-Strategie bekannt gegeben und Kooperationsvereinbarungen mit acht Unternehmen aus dem Quantenbereich geschlossen. Ziel ist es, die hauseigene HPE-Cray-Hochleistungsrechnerplattform mit verschiedenen Quantentechnologien zu integrieren und sich so als zentraler Systemintegrator für hybrides klassisches Quantencomputing zu positionieren.

Die acht Partner decken die wichtigsten Technologie-Stacks der Branche ab. Im Bereich der Hardware-Technologie umfassen sie Intel (Silizium-Spin-Qubits), IQM und Rigetti Computing (supraleitend), Quantinuum (Ionenfallen) sowie QuEra Computing (neutrale Atome). Im Bereich Steuerungssysteme und Fehlerkorrektur sind Qblox und Quantum Machines (Quantensteuerungs-Infrastruktur) sowie Riverlane (Quantenfehlerkorrektur) vertreten.
Diese Zusammenarbeit von HPE stellt eine logische Konsequenz des Trends dar, dass HPC-Hersteller Quantenbeschleuniger in Supercomputer-Architekturen integrieren. Das Unternehmen setzt nicht auf eine einzige interne Hardware-Technologie, sondern nutzt das dicht gekoppelte Netzwerk seiner Cray-Supercomputer und die klassische Infrastruktur als Bindeglied zum Quanten-Ökosystem. Der Fokus liegt auf Co-Design, Software-Interoperabilität und systemweiten Leistungsbenchmarks – Schlüsselthemen, die Rechenzentren bei der Verwaltung hybrider Workloads adressieren müssen.
Durch die Abdeckung von vier Technologiepfaden – neutrale Atome, Ionenfallen, supraleitende und Silizium-Spin-Qubits – baut HPE eine anbieterneutrale Testplattform auf. Diese breite Strategie ermöglicht es dem Unternehmen, die Vor- und Nachteile verschiedener Architekturen zu bewerten, bevor sich die Branche auf eine fehlertolerante Technologie einigt, ohne sich auf eine einzige Lösung festlegen zu müssen. Die Einbeziehung von Riverlane zeigt zudem, dass HPE über NISQ-Maschinen hinausblickt und sich darauf konzentriert, wie ressourcenintensive Quantenfehlerkorrekturprotokolle in klassische Architekturen integriert werden können. Für die beteiligten Quanten-Hardware- und Software-Startups bietet die Zusammenarbeit mit HPE wichtige Unternehmenszugänge und Validierungsmöglichkeiten, die ihren Systemen helfen, von Anfang an die Designanforderungen von Rechenzentren zu erfüllen. Die Herausforderung für HPE besteht darin, diese hochrangigen Kooperationsrahmen und gemeinsamen Testplattformen in standardisierte, kommerziell nutzbare Produkte zu überführen, um eine nahtlose Orchestrierung von Workloads zwischen klassischen CPUs, GPUs und QPUs zu ermöglichen.
HPE kündigte die Initiative auf der HPE Discover 2026 in Las Vegas an.
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