de.wedoany.com-Bericht: Schneider Electric und die Hon Hai Technology Group (Foxconn) gaben am 18. Juni 2026 bekannt, dass sie eine strategische Partnerschaft für den Bau von KI-Rechenzentren der nächsten Generation eingehen werden. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Stärken von Foxconn in der Elektronikfertigung und bei KI-Computing-Plattformen mit den Lösungen von Schneider Electric in den Bereichen Stromversorgung, Kühltechnik und Energiemanagement zu kombinieren, um die großflächige Bereitstellung von KI-Infrastruktur zu unterstützen.

Mit der zunehmenden Durchdringung der KI-Technologie in allen Branchen stehen Betreiber von Rechenzentren und digitale Dienstleister vor neuen Herausforderungen in Bezug auf Stromversorgung, Energieeffizienz und die Geschwindigkeit des Infrastrukturausbaus. In den letzten Jahren haben der Aufstieg generativer KI-Modelle, das Wachstum groß angelegter Trainingsaufgaben und die Verbreitung von KI-Anwendungen in der Wirtschaft und Industrie zu einem starken Anstieg der Nachfrage nach KI-Infrastruktur geführt, was Unternehmen und Anbieter dazu veranlasst hat, integriertere Wege für den Bau von Rechenzentren zu erkunden.
Im Rahmen der Kooperationspläne wird Foxconn seine Kernkompetenzen in den Bereichen fortschrittliche Computing-Plattformen, Integration von KI-Server-Racks und globale Fertigungskapazitäten bereitstellen. Schneider Electric steuert seine Stromverteilungstechnik, Kühlsysteme, Energiemanagement-Software sowie digitale Lösungen zur Steigerung der Betriebseffizienz von Rechenzentren bei. Gemeinsam werden die Unternehmen auch eine neue Referenzarchitektur für KI-Rechenzentren entwickeln – einen standardisierten Bauplan, der als Leitfaden für den Bau an verschiedenen Standorten dient und die Umsetzungsgeschwindigkeit sowie die Konsistenz verbessern soll.
Young Liu, Vorstandsvorsitzender von Foxconn, wies darauf hin, dass die beschleunigte Entwicklung der KI neue Denkansätze bei der Planung und Bereitstellung digitaler Infrastruktur erfordere. Er ist der Ansicht, dass die Expertise von Foxconn in KI-Systemen und globaler Fertigung, kombiniert mit den Kenntnissen von Schneider Electric im Energie- und Strombereich, Kunden dabei helfen könne, KI-Fähigkeiten effizienter und nachhaltiger in großem Maßstab zu implementieren.
Ellya Cen, Vizepräsidentin für das Rechenzentrumsgeschäft von Schneider Electric in Indonesien, erklärte, dass der Energiebedarf zu einem der grundlegenden Faktoren für die KI-Entwicklung geworden sei. Sie betonte, dass die Steigerung der Rechenleistung mit integrierbaren Energiesystemen einhergehen müsse, um einen effizienten und nachhaltigen KI-Betrieb zu gewährleisten. Sie fügte hinzu, dass Schneider Electric kontinuierlich an Energietechnologien forsche, um den Bau von „KI-Fabriken" zu unterstützen, die speziell für KI-Workloads ausgelegt sind, und dass die Synergie zwischen Stromversorgungssystemen, Kühlsystemen und digitalem Management der Schlüssel zur Steigerung der Betriebseffizienz und Resilienz moderner Rechenzentren sei.
Darüber hinaus werden Schneider Electric und Foxconn auch Innovationen im Bereich geschlossener Energieoptimierungssysteme (Closed-Loop-Energy-Optimisation) erforschen, um durch kontinuierliche Überwachung und Steuerung des Energieverbrauchs die Betriebseffizienz zu verbessern. Die Unternehmen planen die Entwicklung modularer Systeme für Stromverteilung und Kühlung sowie standardisierter Design-Frameworks, die in verschiedenen Regionen repliziert werden können. Der modulare Ansatz wird im modernen Rechenzentrumsbau immer häufiger eingesetzt, da er die Umsetzungsgeschwindigkeit erhöht und eine einfache Kapazitätserweiterung bei steigender Nachfrage ermöglicht. Für die KI-Branche ist dieses Modell besonders entscheidend, da der Bedarf an Rechenleistung kurzfristig stark ansteigen kann.
Die beiden Unternehmen gaben an, dass das Ziel der Kooperationsvereinbarung darin bestehe, bis Ende 2026 mit der Produktion zu beginnen und eine global replizierbare Grundlage für die Entwicklung von KI-Fabriken zu schaffen, wobei der Schwerpunkt auf Skalierbarkeit, Energieeffizienz und der Fähigkeit zur Bewältigung des wachsenden KI-Rechenbedarfs liege. Durch die Integration des globalen Fertigungsnetzwerks von Foxconn mit der Energiemanagement-Technologie von Schneider Electric hoffen beide Seiten, ein neuartiges Infrastrukturmodell anbieten zu können, das die Expansion der KI in verschiedenen Regionen unterstützt und Kunden hilft, KI-Rechenzentrumskapazitäten mit höherer Bereitstellungsgeschwindigkeit, besserer Energieeffizienz und größerer Betriebsresilienz aufzubauen.
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