China verschärft Exportkontrollen für Indium – Produktion macht 70 % der Welt aus
2026-06-21 14:32
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de.wedoany.com-Bericht: Die chinesischen Zollbehörden haben die Exportkontrollen für Indium in letzter Zeit verschärft. Dieses silbrig-weiße Metall ist ein entscheidender Rohstoff für die Herstellung von Hochgeschwindigkeitschips in KI-Rechenzentren. Dieser Schritt hat außerhalb Chinas Besorgnis ausgelöst, da man annimmt, dass China Indium in die Exportkontrollliste aufnehmen könnte, ähnlich wie bei früheren Beschränkungen für andere kritische Mineralien.

Indium befindet sich derzeit auf keiner chinesischen Exportkontrollliste. Mehrere Käufer und Kunden berichteten Reuters, dass sie beim Kauf von Indium auf strengere Zollkontrollen und -prüfungen gestoßen seien. Einigen Käufern zufolge verlangen die chinesischen Behörden in bestimmten Fällen zusätzliche Informationen über den Endkunden und dessen Standort. Diese verstärkten Kontrollen richten sich jedoch nicht gegen alle chinesischen Indiumkäufer; Vertreter anderer Unternehmen gaben an, noch keine Verschärfung der Kontrollen bemerkt zu haben, obwohl sie von ähnlichen Praktiken gegenüber anderen Käufern gehört hätten.

China produziert rund 70 % des weltweiten Indiums. Das Metall wird häufig bei der Herstellung von Flüssigkristallbildschirmen verwendet, seine wichtigste Anwendung ist jedoch die Produktion von Indiumphosphid – einer Schlüsselkomponente für schnelle und leistungsstarke KI-Chips. Anders als metallisches Indium steht Indiumphosphid seit Februar 2025 auf der chinesischen Exportkontrollliste.

In den letzten eineinhalb Jahren hat China seine marktbeherrschende Stellung bei kritischen Mineralien und Seltenen Erden genutzt, um Exportbeschränkungen oder verschärfte Kontrollen für Mineralien und Metalle einzuführen, die für die Magnetfertigung, die Verteidigungs-, Automobil- und die saubere Energieindustrie von entscheidender Bedeutung sind. Die Befürchtung, dass China die Indiumversorgung einschränken könnte, kommt vor dem Hintergrund des KI-Booms und genau zu dem Zeitpunkt, als die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7) diese Woche eine Allianz für kritische Mineralien schlossen und sich verpflichteten, die Produktion und Zusammenarbeit bei kritischen Mineralien zu verstärken, um der chinesischen Dominanz in diesem Bereich entgegenzuwirken.

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