G7 kündigt Maßnahmen zur Stärkung der Lieferketten für kritische Mineralien an
2026-06-21 17:20
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de.wedoany.com-Bericht: Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe der Sieben (G7) haben im Juni 2026 eine neue Initiative angekündigt, die darauf abzielt, die Lieferketten für kritische Mineralien zu stärken, die Reserven zu erweitern und die Abhängigkeit von ausländischen Mineralien zu verringern. Die G7 wiesen darauf hin, dass diese Mineralien die Grundlage moderner Volkswirtschaften, Verteidigungssysteme, des verarbeitenden Gewerbes, der Energie-infrastruktur und der künstlichen Intelligenz bilden.

Die Sicherheit der Lieferketten für kritische Mineralien ist zu einer strategischen Priorität der großen Volkswirtschaften der Welt geworden. Laut dem 2025 von der Internationalen Energieagentur (IEA) veröffentlichten „Rückblick auf den Markt für kritische Mineralien" ist die weltweite Nachfrage nach kritischen Mineralien wie Lithium, Kobalt, Nickel und Seltenen Erden zwischen 2020 und 2025 um fast das Dreifache gestiegen, während sich die hohe Konzentration der Lieferketten auf wenige Länder nicht grundlegend geändert hat.

Diese neue G7-Initiative ist der jüngste Versuch der USA, ihre Verbündeten zu bewegen, die Abhängigkeit von kritischen Mineralien aus Ländern wie China zu verringern. Laut dem im Januar 2026 vom United States Geological Survey (USGS) veröffentlichten „Überblick über Mineralrohstoffe" ist die USA bei 17 kritischen Mineralien vollständig auf Importe angewiesen, bei über 20 weiteren Mineralien liegt die Importabhängigkeit bei über 50 %. Mehrere inländische Bergbauprojekte in den USA gelten als vielversprechend, um viele der kritischen Mineralien zu liefern, die das Land und seine Verbündeten benötigen.

Das langfristige Ziel der G7 geht über eine bloße Aufstockung der Reserven hinaus; die Sicherheit der Lieferketten hängt letztlich von der Entwicklung von Projekten zur Gewinnung kritischer Mineralien ab. Nach Daten der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) aus dem Jahr 2025 ist die Konzentration in der weltweiten Verarbeitung kritischer Mineralien extrem hoch: China ist für über 90 % der weltweiten Raffinationsproduktion von Seltenen Erden verantwortlich, sein Anteil an der Kobaltverarbeitung liegt bei über 70 % und an der Lithiumverarbeitung bei über 60 %.

Analysten weisen darauf hin, dass diese neue G7-Initiative einen Wandel der Sicherheit der Lieferketten für kritische Mineralien von einem industriellen zu einem geostrategischen Thema markiert. Allerdings wird es noch einige Zeit dauern, bis von der Projektentwicklung zu einer groß angelegten Versorgung übergegangen werden kann, und kurzfristig ist keine grundlegende Änderung der globalen Versorgungsstruktur für kritische Mineralien zu erwarten.

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